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·23 aprile 2026
Verbleib bei Werder? Derbyheld äußert sich zu seiner Zukunft

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·23 aprile 2026

Ausgerechnet im Derby gegen den Hamburger SV ist der Knoten bei Cameron Puertas endlich geplatzt. In seinem 24. Spiel für den SV Werder Bremen erzielte der Leihspieler endlich seinen ersten Pflichtspieltreffer zum 3:1-Endstand. Der offensive Mittelfeldspieler wird für die Bremer immer wichtiger und könnte eine tragender Rolle beim Kampf gegen den Abstieg spielen.
Puertas gehört ganz klar zu den Profiteuren des Trainerwechsels, da Daniel Thioune zu 100 Prozent hinter dem 27-Jährigen steht. "Durch den Trainerwechsel haben sich viele Dinge verändert. Ich merke, dass man mir das Vertrauen schenkt und an mich glaubt. Das macht sich bemerkbar. Ich kann jetzt zeigen, dass ich der Mannschaft helfen kann", erklärte der Derbyheld in einer Medienrunde. Zuvor war er unter Horst Steffen häufig zwischen Startelf und Ersatzbank umhergeschoben worden.
Angesichts der jüngsten Entwicklung sind die Chancen natürlich auch gestiegen, dass die Zusammenarbeit über den Sommer hinaus andauern könnte. "Mir würde es gefallen, bei Werder zu bleiben. Das kann ich mir gut vorstellen, allerdings entscheide ich nicht selbst darüber. Ich lasse es auf mich zukommen", schilderte Puertas, der eigentlich dem arabischen Erstligisten Al-Qadsiah FC gehört.
Werder Bremen ist zwar in Besitz einer Kaufoption, jedoch liegt diese bei etwa zehn Millionen Euro. Angesichts dieser Summe ist es mehr oder weniger ausgeschlossen, dass der SVW die Klausel zieht. Finanziell dürfte das jedenfalls den machbaren Bereich deutlich überschreiten. Es ist natürlich möglich, dass sich Bremen mit Al-Qadsiah auf eine deutlich geringere Summe einigen kann, jedoch wäre da noch immer das Thema Gehalt.
Puertas soll in Saudi-Arabien sechs Millionen Euro kassieren, was für Werder-Verhältnisse deutlich zu viel Geld ist. Auf einen möglichen Gehaltsverzicht angesprochen, hielt sich der Spieler bedeckt. "Über diese Themen haben wir noch nicht gesprochen", machte Puertas klar.
Für die Grün-Weißen könnte es ein Vorteil sein, dass der Mittelfeldspieler in Saudi-Arabien nur noch bis 2027 Vertrag hat. Die sechs Millionen Euro würde er also nur noch für eine weitere Saison als sicheres Gehalt einstreichen. Folgerichtig könnte es für ihn perspektivisch besser sein, einen langfristigen Vertrag in Bremen zu unterzeichnen.
Dafür wird man in Bremen aber in den kommenden Tagen und wohl auch Wochen noch kein Kopf haben. Der Tabellen-15. hat sich zwar mit dem Sieg im Derby Luft verschaffen können, liegt aber nur fünf Punkte vor St. Pauli und sieben Zähler vor Wolfsburg. Erst wenn der Klassenerhalt geschafft ist, dürften Gespräche zwischen Werder Bremen, Al-Qadsiah und Puertas stattfinden. Stand jetzt ist wohl alles offen. Im Abstiegsfall wäre Puertas natürlich weg.
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