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·25 febbraio 2026
Verlaat? Niederlechner? Hobsch? Eine gute Moderation ist jetzt wichtig

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Einmal hat Markus Kauczinski bereits erlebt, was passiert, wenn man trotz zuvor gewonnener Stabilität ohne Not an entscheidenden Stellschrauben dreht – das Resultat war ernüchternd: 1860 kassierte nach passablen Auftritten gegen Rot-Weiss Essen (1:1), Osnabrück (1:1) und Alemannia Aachen (2:2) vor zwei Wochen eine vermeidbare 1:2-Pleite beim VfB Stuttgart II.
Eine Niederlage, die dem Löwen-Trainer die Augen geöffnet haben dürfte. Kauczinski kehrte zurück zu Altbewährtem – mit Erfolg: Zwei Zu-Null-Siege in Serie geben ihm recht. Keine Experimente mehr. Und plötzlich hat der Löwe wieder Tuchfühlung zum Aufstiegsrennen. Kauczinski weiß: Ein weiterer strategischer Fehlgriff könnte die letzte Hoffnung zunichtemachen.
Der frühere KSC-Erfolgstrainer muss nun vor allem eines moderieren: die Balance im Kader. Nachdem sich Jesper Verlaat, der etatmäßige Kapitän, zurückgemeldet hat und auch Florian Niederlechner Ansprüche anmeldet, könnte man fast von Luxusproblemen sprechen. Beide Routiniers blieben beim 1:0 gegen Hansa Rostock allerdings ohne Einsatz.
Verlaat hatte an der Bank bereits die Trainingsjacke ausgezogen. Niederlechner wartete im Aufwärmbereich auf ein Zeichen, suchte immer wieder den Blickkontakt zum Trainer – vergeblich. Am Ende blieb es für beide bei der Rolle des Beobachters. Immerhin durfte Patrick Hobsch, zuletzt ebenfalls nur Reservist, noch ein paar Minuten sammeln. Auch U20-Nationalspieler Sean Dulic drängt perspektivisch zurück in den Kader.
Und jetzt kommt das große Aber: Solange 1860 in dieser Konstellation erfolgreich ist, sollte Kauczinski möglichst wenig verändern. Klar, Englische Wochen, Sperren oder Blessuren werden Anpassungen erzwingen. Doch das funktionierende Gerüst darf nicht leichtfertig angetastet werden.
Die Dreierkette mit Max Reinthaler, Raphael Schifferl und Siemen Voet sowie das zentrale Mittelfeld mit Thore Jacobsen und Philipp Maier bilden das Herzstück. Dieses Defensiv-Korsett sitzt. Garniert wird es von den Außenbahnspielern Tim Danhof (mit mehr Offensivdrang und fußballerischer Qualität als die Kollegen) und dem emsigen Talent Clemens Lippmann auf links, dazu Übergangsspieler Kevin Volland in der Zentrale – und Sigurd Haugen als unermüdlicher Sturm-Garant.
Dass man gegen Rostock mit David Philipp auf einen weiteren beweglichen Spieler setzte, der am Boden seine Stärken hat und viele Wege geht, war eine richtige Maßnahme des Trainers. Auch gegen Hoffenheim ist genau diese Beweglichkeit gefragt.
Was funktioniert, korrigiert man nicht – eine alte Trainerweisheit. So schwer die Situation für Verlaat und Niederlechner gerade sein mag: Sie müssen es akzeptieren. Am Ende steht die Mannschaft über dem Einzelerfolg. Klar ist aber auch: Will 1860 seriös oben angreifen, braucht es genau diese Breite – und Einwechselspieler, die garantieren, dass das Niveau in der Schlussphase nicht abfällt.









































