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·24 maggio 2026

VfB Stuttgart: Gratulation zu einer tollen Saison!

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Der VfB unterliegt Bayern im DFB-Pokalfinale 0:3 nach Kane-Hattrick, beendet die Bundesliga aber als Vierter. Hoeneß: Irgendwann werden wir sie packen.

Deniz Undav hatte das Rezept schon fertig, bevor die Frage richtig gestellt war. „Frust-Döner und Frust-Feiern", sagte der Stürmer des VfB Stuttgart am Sky-Mikrophon, nachdem das DFB-Pokalfinale gegen Bayern München mit 0:3 verloren war. Vor einem Jahr hatte der Nationalspieler mit seinen Mitspielern den Pokalsieg gegen Arminia Bielefeld in der Kabine mit Döner gefeiert. Diesmal also dasselbe Gericht, nur mit anderem Anlass. Es ist der Satz eines Spielers, der weiß, dass eine Saison nicht in den letzten neunzig Minuten zu Ende erzählt wird.


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Denn der Befund ist doppelt. Der VfB hat ein Endspiel verloren, in dem er zumindest vor der Pause die besseren Chancen hatte, ehe Harry Kane mit einem Hattrick nach der Pause die Partie entschied. Und der VfB hat sich gleichzeitig als Tabellenvierter der Bundesliga für die Champions League qualifiziert. Das ist die nüchterne Bilanz, an der ein Klub wie Stuttgart sich messen lassen muss: Pokal verloren, internationaler Wettbewerb gesichert, beides gleichzeitig.

Genau hier liegt die eigentliche Frage, die dieser Abend hinterlässt. Wie geht ein ambitionierter Klub damit um, dass er auf zwei Strecken gleichzeitig läuft – auf der einen Bayern einzuholen, auf der anderen die eigene Stabilität zu festigen? Stuttgart hat in dieser Saison gezeigt, dass es zur deutschen Spitze gehört. Aber zwischen „dabei sein" und „gewinnen" liegt eine Distanz, die sich nicht in einem Sprint überbrücken lässt. Drei Tore von Kane in einer Halbzeit sind die Erinnerung daran, wie schmal die Linie zwischen mutigem Auftritt und klarer Niederlage sein kann.

VfB-Trainer Sebastian Hoeneß hat nach dem Spiel den Ton getroffen, der zur Lage passt. Er wolle der Mannschaft „gratulieren zu einer tollen Saison und großer Moral", sagte der Trainer. „Wir können aus der Saison mit erhobenem Haupt gehen." Und: „Wir sind enttäuscht, dass wir das Spiel nicht gewonnen haben, aber die Art und Weise bestärkt uns eher in der Gewissheit, dass die Mannschaft eine großartige Saison gespielt hat." Das sind keine Trostformeln, das ist eine Einordnung. Eine Mannschaft darf enttäuscht sein und stolz zugleich, ohne dass sich beides ausschließt.

Bemerkenswert war der Satz, den Hoeneß bei Sky in Richtung des Münchner Tabellenführers schickte: „Irgendwann werden wir sie packen." Es ist eine Ansage, die nicht trotzig klingt, sondern beinahe sachlich. Der Trainer eines Klubs, der gerade 0:3 verloren hat, formuliert einen Anspruch, ohne ihn an einen Termin zu binden. Das ist die richtige Tonlage für eine Mannschaft, die in dieser Saison ihren Platz gefunden hat, aber den nächsten Schritt noch vor sich hat.

Auch Undav, dem die Rolle des Stimmungsbarometers offenbar liegt, fasste das in einen Satz, der nichts beschönigt und nichts klein redet. „Wir haben wieder Großes geschafft. Wir sind gewappnet für die Saison, wir wollen wieder hier sein." Wieder hier sein – also wieder in einem Endspiel, wieder im Kampf um Titel. Das ist der Anspruch, an dem sich der VfB im kommenden Jahr wird messen lassen müssen. Bis dahin: Frust-Döner. Es gibt schlechtere Rezepte für einen Abend wie diesen.

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