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·23 giugno 2026

Volle Energie: Deutsche „Powerbank“ als Erfolgsrezept der DFB-Elf

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Nick Woltemade forderte Kai Havertz beim witzigen „Schlagabtausch“ im Badminton, Maximilian Beier glänzte beim Basketball per No-look-Shot, und David Raum gab für Deniz Undav den Modeberater. Auch abseits des Fußballplatzes gab die DFB-„Powerbank“ vor dem „Gruppenfinale“ gegen Ecuador jede Menge WM-Energie. „In Sachen Teamgeist macht uns keiner was vor, da sind wir überragend“, schwärmte Sportdirektor Rudi Völler von den Ersatzspielern – am Donnerstag (22.00 Uhr/ARD und MagentaTV) könnten im Finalstadion von East Rutherford gleich mehrere von ihnen ins Rampenlicht treten.

„Da wird es einige Wechsel geben“, bekräftigte Völler bei MagentaTV, Julian Nagelsmann werde „einige“ Stars schonen „und anderen eine Chance“ geben. Eine Totalrotation aber, betonte der Bundestrainer, werde es beim Gruppensieger im sportlich bedeutungslosen letzten Vorrundenspiel nicht geben. „Wir müssen für die nächsten Aufgaben im Rhythmus bleiben.“ Nagelsmann kündigte daher einen „Mix“ an.


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Optionen gibt es viele, die Jungs von der „Powerbank“ (FAZ) drängen in die Startelf, allen voran „super sub“ Undav. Aber erhöht der Stürmer als Ersatzmann nicht den Wechselkurs? Ja, sagte Nils Petersen, der Topjoker der Bundesliga-Geschichte, und rief Undav zu: „Bleib in dieser Rolle!“

DFB-Team: Dilemma für den Bundestrainer?

Nagelsmann steht vor einem Dilemma. Vertraut er seinem „goldenen Händchen“? Wenn er immer so gut wechsle wie bisher, sagte sogar Chefkritiker Uli Hoeneß, „dann könnte es etwas werden“ mit dem Titel. Oder sollte der Bundestrainer im Sinne der Teamhygiene Spieler wie Raum, Leon Goretzka, Nadiem Amiri, Woltemade, Undav oder Beier beginnen lassen?

„Personell kannst du Gedankenspiele starten: Okay, jetzt bringe ich mal ein paar andere, um Kräfte zu sparen und alle zu involvieren“, sagte TV-Experte Thomas Müller. Zugleich gehe es um den von Nagelsmann zitierten Rhythmus. Der Bundestrainer Müller „würde so spielen lassen, wie ich in der K.o.-Runde spielen lassen will – vielleicht mit der ein oder anderen Anpassung, um was auszuprobieren, was mir in der K.o.-Runde weiterhilft. Aber ich würde jetzt nicht irgendwie Kadermanagement betreiben.“

Zu einem Wechsel ist Nagelsmann gezwungen: Der frühere Abwehrchef Antonio Rüdiger rückt nach dem WM-Aus von Nico Schlotterbeck ins Abwehrzentrum neben dem neuen Boss Jonathan Tah. Ansonsten drängt sich am ehesten Undav auf, der für den glücklosen Leroy Sané kommen könnte. „Es ist wichtig, dass jeder in jedem Moment bereit ist“, sagte der Stuttgarter, der sich von Raum am freien Tag den Kragen seiner Trainingsjacke richten ließ.

„Ich würde jetzt schon ein bisschen mehr rotieren“, riet ARD-Experte Bastian Schweinsteiger und ergänzte: „Selbst auf der Torhüterposition.“ Der kurz vor der WM zur „Weltklasse-1b-Lösung“ degradierte Oliver Baumann habe sich einen Einsatz „verdient“.

Schweinsteiger weiß, dass die Trainer gerne einem Stamm vertrauen. „Man sagt immer, man muss die Energie hochhalten.“ Aber, gibt er zu bedenken, „es ist auch immer gefährlich“. Weitere Ausfälle wie den von Schlotterbeck „willst du nicht riskieren“.

Inklusive der beiden Vorbereitungsspiele hat Nagelsmann schon 22 der 26 WM-Spieler eingesetzt. Nur der dritte Torwart Alexander Nübel, Malick Thiaw, Pascal Groß und Nachrücker Assan Ouédraogo noch nicht. Der ein oder andere, ließ er durchblicken, ist von der Bank wertvoller. Er sei „ein Riesenfreund“ von Einwechslungen: „Frische Spieler können das Spiel entscheiden.“

Bei seiner ersten WM ging das bisher voll auf – siehe Undav, Amiri oder Goretzka. „Es gab aber auch schon Spiele bei mir, da ging es nicht gut“, gab Nagelsmann zu. Wie in der Nations League gegen Portugal. Bei der EM veränderte er für das Viertelfinale gegen Spanien seine erfolgreiche Elf – das bittere Ende ist bekannt.

Im „real life“, sagte Nagelsmann, ginge es eben auch mal schief. Gut möglich also, dass Maxi Beier im wirklichen Leben erstmal weiter Basketball spielen muss.

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