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·24 maggio 2026
Vom erhofften Leistungsträger zum Wackelkandidaten: FC-Spieler auf dem Prüfstand?

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Simon Bartsch
24 Mai, 2026
Durch die Kaderumstrukturierung im vergangenen Sommer entstand auch für zwei langjährige FC-Profis eine neue Konkurrenzsituation. Auch in der kommenden Saison dürften die beiden es schwer haben.
Linton Maina und Jan Thielmann
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Wie heiß die Spur nach LA oder Venezuela wirklich ist, ist nicht so ganz überliefert. Der FC beschäftigt sich zweifelsohne mit David Martínez, doch so konkret wie Fernando Petrocelli den „bevorstehenden“ Deal beschreibt, ist es wohl noch nicht. Doch das Interesse ist durchaus auch ein Signal an den aktuellen Kader, die aktuellen Spieler. Martínez ist gelernter Rechtsaußen, macht über die rechte Seite sein Tempo und strahlt dabei auch eine ordentliche Torgefahr aus. Natürlich könnte der Spieler mit seinem Tempo und seinen Dribblings in das Profil eines Said El Mala passen, der ziemlich wahrscheinlich die Kölner schon bald verlassen wird. Doch seine Paraderolle ist eigentlich die auf der rechten Seite, nicht die des Kölner Shootingstars. Die Suche der FC-Bosse nach einem schnellen Spieler für die rechte Offensive erhöht den Druck auf einige Akteure, die gerne die Rolle des Leistungsträgers übernehmen würden, das aber in der Saison viel zu selten taten.
Linton Maina hatte dabei durchaus das Pech mit Jakub Kaminski und Said El Mala gleich zwei Offensivkräfte vor die Nase gesetzt zu bekommen, die in ihrer vollen Leistungsentwicklung in dieser Spielzeit geradezu unerwartet explodierten. Selbst Kaminski hatte es mitunter schwer, sich an El Mala vorbeizumogeln, wurde auf zahlreichen Positionen eingesetzt und war doch über die gesamte Saison der komplettere Spieler. Maina blieb nur die Rolle des Jokers und das mit der Bewerbung des Top-Scorers der Vorsaison. Der gebürtige Berliner hatte seinen Vertrag aber sicherlich in der Absicht verlängert, auch in der Bundesliga voll anzugreifen. Erst zu Beginn des Jahres änderte sich seine Rolle, seine Leistungen stimmten, ein Rippenbruch bremste Maina bekanntlich aus. Es folgten meist Begegnungen in der Rolle des Jokers. So wirklich zufrieden dürfte der Spieler also mit seiner Einsatzzeit nicht gewesen sein.
Aber auch die Kölner Verantwortlichen dürften die Leistungen des Offensivspielers in dieser Saison kritisch betrachten. Lukas Kwasniok hatte zu Beginn der Saison immer wieder betont, dass das Tempo des Spielers durchaus eine Waffe sein könne. Nur ist es eine stumpfe, wenn daraus am Ende zu selten Torgefahr entsteht. Zwar stehen sowohl El Mala als auch Kaminski auf der Liste möglicher Abgangskandidaten, der Weg wäre in der Theorie für Maina frei. Doch die Lücke, die bei den Abgängen entstehen würde, wäre eine kaum zu schließende. Auf der anderen Seite scheiden sich die Geister an Jan Thielmann. Der 23-Jährige kommt mittlerweile auf 185 Pflichtspiele für den FC, absolvierte für die Kölner mehr als Lukas Podolski, Toni Polster oder Thomas Häßler. Trotz der vielen Spiele hat sich bei vielen Fans der Eindruck verfestigt, dass dem Spieler der letzte Punch fehlt.
Zweifellos steht Thielmann für Leidenschaft und Willen, ist einer der Akteure, die sich voll und ganz für den Verein zerreißen. Der Föhrener ist sich auch nicht zu schade, Positionen zu bekleiden, die sicher nicht zu seinen Lieblingsrollen gehören und ihm sportlich offensichtlich auch nicht besonders liegen. Und doch ist auch der Ertrag des Eigengewächses, das in dieser Saison den Großteil der Spiele in der bevorzugten Offensiv-Position bestritt zu gering. Gut möglich also, dass bei den zahlreichen Analysen, die im Zuge der Trainerfindung auf dem Programm standen, auch Personalien, die spielerische eben in der Bundesliga nicht immer überzeugten, diskutiert wurden. Das Gerücht David Martínez könnte also durchaus ein Zeichen in diese Richtung sein. Ob der 20-Jährige dann bei einer Verpflichtung auch das Zeug zum Stammspieler hätte, steht natürlich auf einem anderen Blatt.







































