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·29 gennaio 2026

„Wäre enttäuscht, wenn …“: Leon Goretzka hat bei Abschied vom FC Bayern nur einen Wunsch

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Leon Goretzka könnte den FC Bayern München bald verlassen – entweder noch im Winter oder im kommenden Sommer. In einem Interview gibt er Einblicke in seine Gefühlswelt.

Die Zukunft von Leon Goretzka beim FC Bayern München ist derzeit unklar. Viele Medienberichte deuten darauf hin, dass sowohl der Mittelfeldspieler als auch der Verein sich mit konkreten Interessenten aus dem Ausland auseinandersetzen.


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So berichtete Sky beispielsweise davon, dass Atlético Madrid interessiert sei. Laut der Marca hätten die Spanier sogar schon ein offizielles Angebot abgegeben. Die Rede ist von zwei bis drei Millionen Euro Leihgebühr und der Übernahme des kompletten Gehalts.

Die Verantwortlichen des FC Bayern äußerten sich rund um das Champions-League-Spiel bei der PSV Eindhoven eher zurückhaltend, dementierten aber auch nicht aktiv. Max Eberl sagte beispielsweise, dass sich bei ihm keiner gemeldet hätte – aber womöglich bei Christoph Freund oder einem anderen Verantwortlichen? Freund sprach bei Sky Austria davon, dass eine finale Entscheidung noch nicht gefallen sei.

Am deutlichsten äußerte sich Goretzka jüngst in einem Interview mit der Zeit (€) – allerdings ohne Bezugnahme auf die aktuellsten Gerüchte. Das Gespräch wurde erst in dieser Woche veröffentlicht. Mit Transkription und Autorisierungsprozess durch den Verein ist davon auszugehen, dass man eher vor ein oder zwei Wochen mit dem gebürtigen Bochumer sprach.

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„Das ist eine Option“: Wechselt Leon Goretzka ins Ausland?

Dieser Kontext ist wichtig, weil medial derzeit viel durcheinander geworfen wird. Goretzka bezog sich nicht auf Atlético Madrid oder einen anderen konkreten Verein und antwortete auch nicht auf die derzeit aufkommenden Gerüchte. Und doch sind seine Aussagen interessant.

Auf die Frage, ob er bald woanders auflaufen könnte, sagte der Mittelfeldspieler: „Das ist eine Option, natürlich. Ich finde es spannend, in meiner Karriere noch ins Ausland zu gehen. Ich habe mich schon zweimal damit beschäftigt, mich aber bewusst dagegen entschieden. Ich weiß, in München bin ich in einer Komfortzone. Ein Schritt raus wäre auch ein Schritt für meine Persönlichkeitsentwicklung. Etwas Neues kennenzulernen, das würde auch mein Leben bereichern.“

Er selbst sei dabei aber nie auf Vereine aktiv zugegangen. „Ich habe gelesen, dass ich mich bei Hansi Flick in Barcelona gemeldet haben soll“, erzählte Goretzka: „Das kann ich hier und heute dementieren. Nein, so was ist nicht nötig. Das soll nicht arrogant klingen.“ Geld Spiele indes bei seiner Entscheidung weniger eine Rolle. „Ob Sie es glauben oder nicht – das ist bei vielen Fußballern so. Sie wollen bloß im Vergleich mit ihren Mitspielern gerecht bezahlt werden. Entscheidend ist für mich das Sportliche“, führte er aus.

Ein Verein mit Ambitionen und mit Plan, „in dem meine Qualitäten gefragt sind“, stünden auf seiner Prioritätenliste ganz oben. Auch einen Verbleib könne er sich aber vorstellen, „wenn die Voraussetzungen stimmen“, so der Nationalspieler: „Aber das ist kein Automatismus. München ist eine wunderschöne Stadt mit hoher Lebensqualität. Ich fühle mich hier sehr wohl.“

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Goretzka fordert vom FC Bayern Ehrlichkeit

In Bezug auf die Gespräche mit dem Klub habe der 30-Jährige nur einen Wunsch: „Das Einzige, was ich erwarte, ist ehrliche und vertrauliche Kommunikation. Ich wäre enttäuscht, wenn es bei mir so laufen würde wie bei Thomas Müller.“ Die Bayern-Legende erhielt von unterschiedlichen Verantwortlichen einst unterschiedliche Signale und musste am Ende gehen. „Ich bin überzeugt, dass der Verein daraus gelernt hat“, ergänzte Goretzka aber.

Zwischen den Zeilen offenbarte er noch einen interessanten taktischen Gedanken. So wies ihn der Journalist darauf hin, dass er auch in der Nationalmannschaft nun defensiver agieren würde und Goretzka erwiderte: „Das stimmt nur halb, ein Detail ist Ihnen entgangen: Wir spielen dort ein anderes System. Da ist ein Spieler weniger zwischen dem Stürmer und mir, daher tauche ich öfter im Strafraum auf. Das ist auf mich zugeschnitten.“

An anderer Stelle konkretisiert er diesen Gedanken mit Blick auf seine Rolle in München: „Ich habe jetzt andere Aufgaben: Bälle stehlen, anderen den Rücken frei halten. Aber aus dem Mittelfeld vorstoßen und Tore machen – das kann und mag ich noch immer. Und manchmal, wenn sich Harry Kane ins Mittelfeld fallen lässt, habe ich auf dem Platz schon das Gefühl: Der Strafraum ist verdammt leer, da würde ich jetzt gerne reinlaufen.“

Leon Goretzka: „Freiheit ist das Prinzip von Real Madrid“

Ob er sich entsprechend seiner Freiheit beraubt fühle? „Freiheit ist das Prinzip von Real Madrid. Wir sind Bayern München. Freiheiten dürfen bei uns die Offensiven ausleben, wir dahinter verschaffen sie ihnen. Das sind die Vorgaben des Trainers.“

Und der packe das Team „an der richtigen Stelle. In diesem Ausmaß habe ich das selten erlebt. Er erinnert uns täglich daran, dass es etwas Besonderes ist, Meister zu werden. Das war zwischendurch in einigen Köpfen zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Plötzlich war Leverkusen Meister“.

Das sei nun anders und das „Mindset“ habe sich geändert: „Es liegt nur an uns, ob wir gewinnen.“ Auch unter Hansi Flick habe man einst „eine brutal gute Zeit“ gehabt, aber: „Aktuell ist das Gefühl auf dem Platz noch besser.“

Antirassismus, Diversität und Klimaschutz „in der Defensive“

In den vergangenen Jahren fiel Goretzka auch immer wieder durch politische oder gesellschaftliche Themen auf. „Sie haben sich für Antirassismus, Diversität, Klimaschutz engagiert. Nun sind Sie leiser geworden“, stellte der interviewende Journalist fest. „Diese Themen sind generell in der Defensive, leider“, erklärte Goretzka offenbar ernüchtert: „Und: Wenn du dich als Sportler offensiv äußerst, gehst du ins Risiko. Du musst gewinnen, sonst geht ein Engagement nach hinten los, wird bewusst falsch verstanden oder wiedergegeben.“

Die WM 2026 wird ebenfalls aufgeladen sein mit Themen, die außersportlich sind. „Natürlich bekomme ich die politischen Debatten mit“, sagte der Bayern-Profi: „Ich gehe dennoch davon aus, dass es ein großartiges Turnier wird. In Amerika wird die Welt zu Gast sein.“ Donald Trump schaffe es, „dass wir uns nicht nur als Deutsche, sondern auch als Europäer fühlen. Andere haben aufgeholt, aber im wichtigsten Spiel der Welt sind wir immer noch allen Kontinenten voraus“.

Europa werde es allen zeigen. Ob er selbst es nochmal allen zeigen wird und in welchem Trikot, bleibt abzuwarten. In den kommenden Stunden könnte es hier bereits neue Entwicklungen geben.

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