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·26 maggio 2026

Wahl-Termin bestätigt: Real Madrids Präsident wird am 7. Juni gewählt

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Direkt gegenüber vom Bernabéu hat der Wahlkampf vor einigen Tagen bereits begonnen – Foto: Angel Martinez/Getty Images

Erste Wahlen seit 2006

Am 7. Juni wird gewählt (von 9 bis 20 Uhr)! Wie Real Madrid am Dienstagabend bekannt gegeben hat, finden in zwölf Tagen die Präsidentschaftswahlen statt – und damit die ersten seit dem Jahr 2006! Denn seit Florentino Pérez im Jahr 2009 zurückgekehrt war, hatte er die turnusmäßig alle vier Jahre stattfindenden Wahlen immer konkurrenzlos gewonnen, und das unter anderem, weil die Hürden für Gegenkandidaten hier und da erhöht wurden. Jetzt versucht aber einer es aufzunehmen mit dem titelreichsten Präsidenten in Real Madrids Historie: Enrique Riquelme fordert den 79-Jährigen heraus.


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Bei den Wahlen 2021 hatte er noch einen Rückzieher gemacht, jetzt traut sich der 37-jährige Spanier aber. Und erfüllt auch alle Grundvoraussetzungen (20-jährige Mitgliedschaft, dazu zehn bis 15 Prozent des Klub-Umsatzes als Eigenkapital zu hinterlegen wie eine Bürgschaft), so teilte der Klub schon am Sonntag mit: „Die Kandidatur wurde fristgerecht eingereicht und erfüllt alle Anforderungen gemäß den geltenden Wahlvorschriften und anderen anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen.“

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Enrique Riquelme fordert Florentino Pérez heraus – Foto: Niklas Kampmann

Riquelme nur Außenseiter, Pérez der Favorit

Pérez oder Riquelme – dem in der Sportwelt eher noch unbekannten Geschäftsmann werden zwar nur Außenseiter-Chancen zugerechnet. Und trotzdem haben viele der 80.000 wahlberechtigten (weil volljährigen) Socios schon Riquelmes Ideen und Worte mit offenen Ohren empfangen. So verspricht der Mann aus Alicante einerseits, den Klub nicht für Investoren öffnen zu wollen (Pérez will fünf bis zehn Prozent des Klubs verkaufen), dazu erklärte Riquelme bereits, dass die Entlassung von Xabi Alonso ein Fehler gewesen sei und dass ein Trainer mehr Macht haben müsse. Dazu äußerte er sich positiv hinsichtlich der Anstellung eines Sportdirektors und verriet auch schon „zwei internationale Stars“ an der Angel zu haben. Der Wahlkampf mit genaueren Infos und Zielen geht jetzt aber erst los, auch wenn es ein Duell der beiden in Form eines gemeinsamen Podium-Auftritts wohl nicht geben wird. Dafür könnte Riquelme die öffentliche Unterstützung der einen oder anderen Klublegende erhalten, die nicht ganz im reinen mit Pérez auseinander gegangen war, so gelten bereits Sergio Ramos und Iker Casillas als gute Bekannte und auch Raúl González Blanco könnte sich wohl für Riquelme aussprechen. Und trotzdem: Pérez hat nicht nur viele und höchstwahrscheinlich auch mehr Verbindungen in der Sportwelt und dazugehörigen Medien, sondern auch in der Wirtschaft und Politik, und dürfte auch unabhängig davon den Großteil der Socios, wo ein ohnehin eher älterer Altersschnitt herrscht, ansprechen. So bleibt Pérez Favorit, wird aber vermutlich besonders beobachten, wie Riquelme mögliche Polemicas, also persönliche Angriffe gegen Pérez, umgeht und bisher wenn, dann eher inhaltlich zu punkten versucht, statt durch verbale Angriffe.

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So oder so wird Pérez auch eher etwas überrascht sein, dass es jetzt wirklich zu Wahlen kommt. Zwar hatte er zu diesen am 12. Mai spontan ausgerufen, aber dabei vermutlich erwartet, dass die Kürze der Zeit es für Riquelme eher unmöglich macht, denn der sich laut eigener Aussage eher auf die Wahlen in der Saison 2028/29 vorbereitet hatte. Schlussendlich hat es Riquelme aber geschafft und Pérez‘ möglicher Schachzug, es ihm durch die kurze Vorbereitungszeit schwieriger zu machen, ging somit nicht nur nicht auf, er erschwert die Situation des Klubs sogar. Denn während der Wahlen ist Real Madrid teilweise handlungsunfähig, Pérez muss teilweise vom Amt zurück treten, was wiederum Anstellungen oder sonstige Geschäfte erschwert, so droht wohl nicht nur bei José Mourinho eine „günstige“ Option zu verstreichen, auch eine Rückkehr von Nico Paz droht deswegen zu platzen, oder zumindest – wie Mourinho auch – teurer zu werden. Auch deswegen hört man hier und da im Madridismo: Pérez hat sich das all das anders vorgestellt – ob das auch für das schlussendliche Wahlergebnis gilt, bleibt abzuwarten bis 7. Juni.

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