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·24 luglio 2026
Warum es zwischen Adeyemi und dem BVB nie passte

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Karim Adeyemi hat den BVB verlassen und ist zum FC Barcelona gewechselt. 22 Millionen Euro kassieren die Schwarzgelben dem Vernehmen nach als Sockelablöse, weitere Bonuszahlungen könnten die Summe aber noch deutlich ansteigen lassen.
Im Sommer 2022 wechselte der Offensivspieler zu den Schwarzgelben, kostete damals 30 Millionen Euro und kam als extrem aufstrebender Spieler aus Salzburg.
98-mal spielte Adeyemi in der Bundesliga für den BVB, dabei schoss er 23 Tore und legte 17 Treffer vor. Seine Geschwindigkeit überzeugte stets, die Konstanz fehlte allerdings. Und genau das ist das Thema.
40 Torbeteiligungen in der Liga sind nicht schlecht. Aber für 30 Millionen Euro für einen Youngster erwartet man sich in vier Jahren insgesamt einfach mehr.
Doch warum fehlte bei Adeyemi am Ende der eine Schritt zum Durchbruch? Klar, die Konstanz und vielleicht auch ein fehlender Eigenantrieb bei der Weiterentwicklung, auch bedingt durch Schauplätze neben dem Platz, sind Themen. Aber die Schuld ist nicht nur beim Spieler zu suchen.
Denn nicht nur Adeyemi fehlte die Konstanz und Kontinuität, sondern auch dem BVB selbst. Immer wieder gab es Fluktuation im Kader, mehrere Trainer, verschiedene Ansätze. Mal lief es etwa besser für den Stürmer, mal etwas schlechter. Mal sorgte er für Frust, mal schoss er Tore wie bei seinem herrlichen Solo gegen Chelsea in der Champions League.

Foto: IMAGO
Der 24-Jährige ist kein Spieler, den man auf den Platz stellt und der dort einfach funktioniert. Die gibt es, aber sie sind seltener als Akteure, die ein gewisses Umfeld benötigen. Und wenn man sich den BVB in den letzten Jahren anschaut, dann wurde ihm dieses Umfeld nicht gewährt.
Die Homogenität im Kader fehlte immer wieder. Gute Spieler werden oftmals genau dann zu sehr guten Spielern, wenn sie diese Homogenität vorfinden, wenn alles ineinander greift, wenn die eigenen Stärken gefördert werden. Und den BVB-Trainern kann man gewiss vorwerfen, dass diese Förderung nicht stattgefunden hat. Zumindest nicht ausreichend.
Aus Sicht des BVB wäre es natürlich einfach, Adeyemi dafür verantwortlich zu machen, dass er den hohen Ansprüchen nicht gerecht werden konnte. Doch man muss sich auch eingestehen, nicht alles richtig gemacht zu haben. Es jetzt aber auch nur auf den BVB zu schieben wäre genauso falsch. Adeyemi muss sich dessen bewusst sein, dass er in den Jahren in Dortmund eben nicht die letzte Konsequenz an den Tag legte.
Und so bleibt als Fazit nach vier gemeinsamen Jahren am Ende einfach die Tatsache, dass beide Seiten nicht genügend investiert haben, um aus der Zusammenarbeit eine Erfolgsgeschichte zu machen. Ob sich das beim FC Barcelona ändern wird? Nun, Adeyemi scheint zumindest ein wenig reifer geworden zu sein. Und Trainer Hansi Flick weiß, was er sich für einen Spieler in den Kader holt. Die Vorzeichen stehen also zumindest nicht schlecht.


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