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·29 gennaio 2026

Warum Estrela Amadora so viele Spieler aus der 3. Liga holt

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Erst Chilohem Onuoha (SC Verl), dann Tom Moustier (Rot-Weiss Essen) und Max Scholze (SSV Ulm) und jetzt wohl auch noch Dudu von Viktoria Köln: Spieler aus der 3. Liga stehen beim portugiesischen Erstligisten Estrela Amadora in diesem Winter hoch im Kurs. Warum das so ist.

"Markt, in dem Estrela finanziell konkurrieren kann"

Dass Spieler aus der 3. Liga ins europäische Ausland wechseln, ist nicht neu. Doch dass es in diesem Winter – nach aktuellem Stand – gleich vier Spieler nach Portugal zu Erstligist Estrela Amadora ziehen, ist dann doch etwas ungewöhnlich. Gegenüber "transfermarkt.de" erklärt Leandro Ramalho, einst Scout von Amadora, die Hintergründe: "Die 3. Liga ist ein Markt, in dem Estrela finanziell realistisch konkurrieren kann." Zudem richte sich Estrela zunehmend auf europäische Märkte aus, "in denen Spieler taktisch besser ausgebildet sind, das Spiel besser lesen und häufig Elite-Akademien oder Jugendnationalmannschaften durchlaufen haben – etwas, das im Kader von Estrela immer sichtbarer wird".


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Diese Spieler würden sich zudem leichter europäischen Klubs präsentieren lassen. "Ein Leistungsträger in der 3. Liga ist oft nicht weit von einem Wechsel in die 2. Bundesliga entfernt. Der Abstand zwischen einem deutschen Zweitligisten und einem Abstiegskandidaten der portugiesischen Liga ist nicht so groß, wie er scheint. Die Intensität der deutschen Liga, volle Stadien und hoher Druck bereiten die Spieler extrem gut vor", so Ramalho.

Bereits im Sommer hatte sich Amadora mit Sidny Lopes Cabral von Viktoria Köln verstärkt. Dieser schlug anschließend voll ein und wechselte im Winter für eine Ablöse von sechs Millionen Euro zu Benfica Lissabon, wo er gegen seinen Ex-Verein zuletzt in der Startelf stand – und an drei Treffern beim 4:1-Erfolg direkt beteiligt war. Insgesamt hat Amadora mit Transfers in den letzten beiden Jahren einen Gewinn von 11,3 Millionen Euro erwirtschaftet. Investiert wird das Geld zum einen in die Jugendarbeit, zum anderen aber auch in neue Spieler.

Einst Pokalsieger, dann insolvent

Seinen größten Erfolg feierte Estrela Ende der 1980er-Jahre mit dem erstmaligen Aufstieg in die Primeira Liga und dem überraschenden Pokalsieg 1989/90. In dieser als "goldene Jahre" geltenden Phase waren unter anderem spätere Trainergrößen wie José Mourinho oder Jorge Jesus im Klub tätig. Danach folgte ein sportlicher und finanzieller Abstieg, der 2011 in der Insolvenz und dem Aus des Herrenfußballs mündete. Getragen von der starken Fanbasis gelang jedoch der Neuanfang. Anhänger gründeten einen Nachfolgeverein, der 2018 wieder eine Herrenmannschaft stellte. Der Weg zurück in den Profifußball führte 2020 über eine Fusion mit Sintra Football.

Unter Investor Paulo Lopo schaffte Estrela anschließend den schnellen Durchmarsch bis zurück in die höchste Spielklasse. Und die vier Spieler, die in diesem Winter aus der 3. Liga nach Amadora gewechselt sind, werden mit Blick auf die kommenden Transferperioden sicherlich nicht die letzten gewesen sein.

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