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·27 aprile 2026
Warum PSG zum Alptraum für den FC Bayern werden kann

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·27 aprile 2026

Der FC Bayern hat mit Real Madrid den Champions-League-Rekordsieger mit 2:1 und 4:3 aus dem Wettbewerb befördern können. Ein enormer Prestige-Erfolg gegen den vielleicht bekanntesten Klub im Weltfußball.
Mit Paris Saint-Germain wartet im Halbfinale nun aber gleich das nächste Schwergewicht. Im Duell mit dem amtierenden Titelträger zu bestehen, dürfte sich nochmal als deutlich härter erweisen. Wir verraten, warum PSG aktuell die viel härtere Nuss im Vergleich zu den Madrilenen ist und es mit einem Erfolg ungleich schwerer wird.
Real Madrid kommt im Mittelfeld vor allem über Athletik. Spieler wie Aurélien Tchouaméni, Jude Bellingham und Federico Valverde sind körperlich wahnsinnig stark und demnach auch unangenehm zu bespielen. Auf der anderen Seite ist das aktuelle Real-Mittelfeld mit dem Ball am Fuß eklatant schwächer als zu Zeiten von Luka Modric und Toni Kroos. Den Königlichen fehlt ein echter Denker und Lenker, der als Stratege und Kreativspieler die Fäden zieht. Sicherlich können die Real-Stars im Mittelfeld allesamt kicken, ein echter Edeltechniker ist jedoch nicht dabei.Bei Paris Saint-Germain ist das ein wenig anders. Einen zentralen Part nimmt hierbei Vitinha ein, der spielerisch enorm stark ist und den Takt vorgeben kann. Auch seine Nebenmänner Joao Neves und Warren Zaïre-Emery sind sehr gute Fußballer. Spielerisch kann Paris im Mittelfeld absolut mit den Bayern mithalten. Dies war bei Real nicht der Fall.
Für einen Verteidiger ist es ohnehin schon ein Alptraum, gegen die pfeilschnellen und dribbelstarken Flügelspieler Khvicha Kvaratskhelia und Desire Doué verteidigen zu müssen.Da ist es fast schon unfair, dass hinter dem Gespann noch zwei Außenverteidiger spielen, die wohl noch einen Ticken schneller und nicht großartig weniger gefährlich in der Offensive sind. Achraf Hakimi und Nuno Mendes gehören zu den offensivstärksten Außenverteidigern der Fußballwelt und unterstützen ihre Vorderleute fast das ganze Spiel über. Das zu verteidigen, dürfte für Laimer und Stanisic fast unmöglich werden. Beide sind davon abhängig, dass Luis Diaz und Michael Olise defensiv noch mehr Kilometer abspulen, als sie es normalerweise ohnehin schon machen. Erschwerend kommt hinzu, dass auch Ousmane Dembélé immer wieder auf dem Flügel auftauchen wird und mit Bradley Barcola noch ein weiterer hochkarätiger Flügelflitzer als Joker bereitsteht. Zwar hatte Real mit Trent Alexander-Arnold auch einen sehr offensivstarken Außenverteidiger auf dem Platz, jedoch befand sich dieser nicht unbedingt in Topform und war folgerichtig auch kein ganz großes Problem für die Bayern.
Der große Unterschied zwischen dem PSG von früher und dem PSG von heute ist die Tatsache, dass die Mannschaft nun als absolut harmonisches Team auf dem Platz steht. Dies bedeutet, dass alle gemeinsam an einem Strang ziehen und niemand Star-Allüren verfällt. Selbst Ousmane Dembélé hat sich zum Teamplayer entwickelt und besitzt keine Sonderrolle im Team.Bei Real hat sich vieles auf die beiden Offensiv-Stars Kylian Mbappé und Vinicius Junior konzentriert, die immer wieder gesucht wurden. Dies hat auch immer wieder funktioniert, jedoch ist PSG als Team deutlich schwerer auszurechnen. Die Real-Stars sind auch bekannt dafür, defensiv wenig mitzuarbeiten und gewisse Allüren zu haben. Auch das ist bei den Paris-Stars ein wenig anders.
Bereits im Vorjahr wurde Paris immer stärker, je länger die Saison wurde. Nach einem Fast-K.o. in der Ligaphase folgte am Ende der Champions-League-Sieg. Auch in dieser Saison ging PSG zunächst nicht alles leicht von der Hand. Nicht umsonst musste man sich durch die Playoffs kämpfen. In den letzten Runden steigerte sich PSG stetig und erteilte dem FC Liverpool im Viertelfinale regelrecht eine Lehrstunde. Fehlten in der Hinrunde immer wieder Leistungsträger, sind für das Spiel gegen den FC Bayern alle relevanten Akteure mit an Bord. Wie schon im Vorjahr merkt man, dass PSG mit jeder Woche besser wird. Das Spiel gegen den FC Bayern kommt genau zum richtigen Zeitpunkt.
Während Paris in Bestbesetzung antreten darf, ist das beim FC Bayern nicht mehr so ganz der Fall. Zwar können die Münchner ihre bestmögliche erste Elf aufbieten, jedoch wiegen gerade die Ausfälle von Serge Gnabry und Lennart Karl schwer, da man nur noch Nicolas Jackson als Offensiv-Waffe auf der Bank hat. Mit Raphael Guerreiro und Tom Bischof fallen zwei weitere Akteure aus. Gegen Real hatte man personell doch einige Probleme weniger.Besonders bitter ist der Ausfall von Vincent Kompany. Der Belgier darf das Team nach seiner dritten Gelben Karte im Hinspiel nicht betreuen. Es ist wahrlich schwer abzuschätzen, wie sehr das Fehlen des Coaches die Münchner wirklich beeinflusst. Ein Vorteil wird es aber mit Sicherheit nicht sein.
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