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·29 gennaio 2026
Werder Bremen mit großem Dilemma vor Transfer-Endspurt

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·29 gennaio 2026

Schon zum Saisonstart mussten sich die Fans von Werder Bremen große Sorgen um ihren Verein machen. Auf einen lange Zeit ernüchternden Transfersommer folgte das Pokal-Aus in der ersten Pokalrunde bei Zweitliga-Aufsteiger Arminia Bielefeld sowie ein schwacher Start in der Bundesliga. Erst am Deadline-Day könnten die Verantwortlichen rund um Clemens Fritz wieder Verstärkungen wie Victor Boniface oder Cameron Puertas eintüten, die Hoffnung auf bessere Zeiten bereiteten.
Diese sind jedoch nie wirklich eingetreten. Fünf Monate später befinden sich die Norddeutschen wieder in einer ähnlichen Situation wie zum Ende des Sommertransferfensters. Mit dem Unterschied, dass die Abstiegsangst nun noch größer ist. Werder kam nun mit nur einem Punkt aus vier Spielen aus der Winterpause, insgesamt wartet die Elf von Trainer Horst Steffen nun schon seit zehn Partien auf einen Sieg.
Ähnlich wie im Sommer könnten die Werder-Bosse auch jetzt auf die sportliche Talfahrt mit Verstärkungen reagieren. Im Winter kam bislang nur Jovan Milosevic per Leihe aus Stuttgart, der den enttäuschenden Boniface ersetzt. Weitere Transfers gestalten sich aber kompliziert, was auch unmittelbar mit der finanziellen Situation der Bremer zusammenhängt.
"Wir schauen uns um, aber es muss ja auch Sinn ergeben. Es bringt nichts, wenn ein neuer Spieler kommt und dann auf der Bank sitzt", erklärt Sport-Geschäftsführer Fritz gegenüber der Deichstube und gibt offen zu: "Den Stürmer, der uns Tore garantiert, können wir leider nicht bezahlen."
Daher liegt nun die Hoffnung des Ex-Profis auf Milosevic, bei dem das finanzielle Risiko aufgrund einer Leihe überschaubar ist, und seinen Teamkollegen. "Wir haben Spieler, die in ihrem Leben schon Tore geschossen haben und das auch wieder tun können", glaubt Fritz fest.

Leihspieler als Hoffnungsträger: Kann Jovan Milosevic Werder zum Klassenerhalt schießen? / Jürgen Fromme - firo sportphoto/GettyImages
Wie das gelingen soll, ist jedoch fraglich. Der serbische Neuzugang war beim 3:3 gegen Eintracht Frankfurt der erste nominelle Mittelstürmer, der in dieser Saison für Werder getroffen hat. Bei den beiden Niederlagen gegen Leverkusen (0:1) und Hoffenheim (0:2) enttäuschte aber auch er. Weil sowohl der wieder abgewanderte Boniface als auch Keke Topp noch ohne Tor sind, ist der harmlose Sturm offensichtlich ein großer Teil des Problems.
Da die Sorge vor dem nächsten Stürmer-Flop zu groß scheint, müssen sich die SVW-Anhänger darauf einstellen, ohne Verstärkung in die heiße Saisonphase zu gehen. In der Gefahr, dass die Diskussionen noch größer werden würden, sollte auch das kommende Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach (Samstag, 15:30 Uhr) in die Hose gehen. Spätestens dann müsste wohl auch Steffen um seinen Job bangen.
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