Werder-Star übt zum Abschied scharfe Kritik an der Vereinspolitik | OneFootball

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·18 maggio 2026

Werder-Star übt zum Abschied scharfe Kritik an der Vereinspolitik

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Der letzte Bundesliga-Spieltag hält immer wieder aufs Neue besonders viele Emotionen bereit. Am Samstagnachmittag nahm unter anderem Leonardo Bittencourt Abschied vom SV Werder. Nach sieben Jahren und 189 Pflichtspielen für die Bremer läuft der Vertrag des 32-Jährigen in diesem Sommer aus.

Werder-Coach Daniel Thioune schenkte dem Routinier zum Abschluss nochmal zwei Einsatzminuten, ehe sich der Spieler persönlich bei den Fans verabschiedete und von diesen einen Werder-Puli als Geschenk erhielt.


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"303 [Bundesliga-]Spiele habe ich mir erarbeitet, eines davon bekam ich geschenkt. Ein großes Dankeschön an den Trainer. Er hat mir den Spaß zurückgegeben", zeigte sich Bittencourt dankbar, der im Laufe seiner Karriere unter anderem noch für Hannover 96 und den 1. FC Köln in der Bundesliga zum Einsatz kam.

Hinter den auf dem ersten Blick sehr positiven Abschiedsworten von Bittencourt versteckt sich jedoch auch ein kleiner Seitenhieb. Thhioune konnte dem Routinier schließlich den Spaß nur zurückbringen, weil er diesen zwischenzeitlich unter Vorgänger Horst Steffen verloren hatte. Im Dezember 2025 einigten sich dann auch Bittencourt und der SVW, den auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern.

Bittencourt-Abschied trotz Thioune fix

Bittencourt spielte dann unter Thioune jedoch wieder einigermaßen regelmäßig, ehe er von einer Muskelverlezung gestoppt wurde. Der Mittelfeldprofi wäre fast sogar bereit gewesen, die im Dezember getroffene Entscheidung rückgängig zu machen und doch noch einen neuen Vertrag bei Werder Bremen zu unterschreiben. Dazu wird es aber nicht mehr kommen.

"Ich wünsche Werder ein besseres Händchen. Man hat gesehen, wo die Reise hätte hingehen können. Man hätte die Mannschaft punktuell verstärken können, weil der Kern stand."Bittencourt (Bild)

"Ich hätte mir vorstellen können, noch weiterzumachen. Aber weder bin ich auf den Verein zugekommen, noch der Verein auf mich. Der Verein will den Umbruch machen", erklärte er laut Bild-Bericht. So ganz positiv scheint er das allerdings nicht zu sehen. "Ich glaube, es müssen ein paar Jungs gehen, die unangenehm waren und das Gesicht des Vereins waren", stichelte er gegen den Verein.

Bittencourt kritisiert Transferpolitik: "Wünsche Werder ein besseres Händchen"

Diesen Kurs hat der SV schon im vergangenen Sommer eingeschlagen, indem verdiente Spieler wie Marvin Ducksch und Milos Veljkovic abgegeben wurden. Bittencourt sieht das enorm kritisch und als Mitgrund für die holprige Saison an.

"Ich wünsche Werder ein besseres Händchen. Man hat gesehen, wo die Reise hätte hingehen können. Man hätte die Mannschaft punktuell verstärken können, weil der Kern stand. Dann würden wir vielleicht hier stehen und über etwas anderes reden", bemängelte er die Transferpolitik.

Einen Groll gegen die Bremer hegt Bittencourt aber nicht. "Ich bin ab sofort Werder-Fan", machte er deutlich. Wie es für den Mittelfeld-Allrounder weitergeht, ist noch unklar, jedoch möchte dieser bald wissen, wohin die Reise geht. "Die Bundesliga ist nicht ausgeschlossen", merkte er an. Gerüchte gab es bereits im Zusammenhang mit Schalke 04 und Union Berlin.

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