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·10 luglio 2026

WM-Tag #28: Frankreich zieht ins Halbfinale ein, Marokko scheitert erneut

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Der 28. WM-Tag brachte die erste Entscheidung im Viertelfinale. Frankreich setzte sich mit 2:0 gegen Marokko durch und steht damit in der Runde der letzten vier. Für Marokko endet der Traum vom erneuten Halbfinale dagegen ausgerechnet gegen jenen Gegner, der bereits 2022 im Weg stand. Am Abend entscheidet sich im Duell zwischen Spanien und Belgien, wer auf die Franzosen trifft.

Mbappé vergibt, trifft und entscheidet


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Frankreich hat den nächsten Schritt Richtung Titel gemacht. Gegen Marokko gewann die Mannschaft von Didier Deschamps mit 2:0 und ließ defensiv kaum etwas anbrennen. Dabei hätte Kylian Mbappé seine Mannschaft schon im ersten Durchgang auf Kurs bringen können, scheiterte in der 28. Minute aber mit einem Elfmeter an Yassine Bounou. Der marokkanische Keeper blieb lange einer der Hauptgründe, warum die Partie offen blieb. Frankreich begann druckvoll, kam früh zu Abschlüssen und traf kurz vor der Pause durch Lucas Digne nur die Latte. Marokko verteidigte leidenschaftlich, kam offensiv aber kaum zur Entlastung. Der verletzte Ismaël Saibari fehlte dem Team spürbar, während Brahim Díaz im Angriff oft auf sich allein gestellt war. Nach einer Stunde machte Mbappé seinen Fehlschuss wieder gut. Der französische Kapitän bekam den Ball am Strafraum, verschaffte sich mit einer schnellen Bewegung Platz und schlenzte ihn sehenswert ins Eck. Nur sechs Minuten später war die Partie praktisch entschieden: Ousmane Dembélé nutzte den Raum, den Mbappés Laufweg gerissen hatte, und traf flach zum 2:0.

Frankreich bleibt hinten makellos

Marokko suchte danach zwar noch einmal den Weg zurück ins Spiel, fand gegen die französische Ordnung aber zu selten Lösungen. Erst in der Schlussphase kam die Mannschaft von Mohamed Ouahbi überhaupt zu einem Abschluss auf das Tor. Frankreich kontrollierte das Geschehen reif, brachte die Führung souverän über die Zeit und steht zum dritten Mal in Serie in einem WM-Halbfinale. Besonders beeindruckend bleibt die defensive Stabilität. Frankreich hat in den bisherigen K.o.-Spielen noch kein Gegentor kassiert und wirkt in dieser Turnierphase wie eine Mannschaft, die genau weiß, wann sie das Tempo anziehen muss. Mit Mbappé, Dembélé und Michael Olise verfügt Deschamps zudem über eine Offensive, die auch aus engen Spielen jederzeit etwas machen kann. Für Marokko endet ein erneut starkes Turnier im Viertelfinale. Der WM-Halbfinalist von 2022 hatte auch diesmal wieder gezeigt, dass er längst nicht mehr als Überraschungsteam betrachtet werden sollte. Gegen Frankreich fehlten am Ende aber Ideen, Frische und Durchschlagskraft.

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Spanien wartet auf den Belgien-Test

Am Abend geht es für Spanien und Belgien um das zweite Halbfinal-Ticket auf dieser Turnierseite. Spanien geht nach dem knappen 1:0 gegen Portugal mit breiter Brust in die Partie und hat in der bisherigen K.o.-Runde noch kein Gegentor kassiert. Die Mannschaft von Luis de la Fuente wirkt stabil, eingespielt und schwer aus der Ordnung zu bringen. Offensiv ruhen die Hoffnungen nicht nur auf Lamine Yamal, sondern auch auf Mikel Oyarzabal, der bei dieser WM bereits mehrfach getroffen hat. Dazu kommt die Tiefe im Kader: Schon gegen Portugal wurde Mikel Merino als Joker zum entscheidenden Mann, nachdem Ferran Torres den Treffer vorbereitet hatte. Belgien kommt jedoch ebenfalls mit Rückenwind. Das 4:1 gegen die USA war das bislang stärkste Spiel der Mannschaft von Rudi Garcia. Charles De Ketelaere, Romelu Lukaku und Kevin De Bruyne können auch Spanien vor Probleme stellen, allerdings muss Belgien den Ausfall von Amadou Onana verkraften. Gegen eine spanische Mannschaft, die gerne lange Ballbesitzphasen aufzieht und den Gegner müde spielt, könnte genau diese Lücke im Zentrum entscheidend werden. Der Sieger trifft im Halbfinale auf Frankreich. Damit steht schon jetzt fest: Der Weg ins Endspiel führt über ein echtes Schwergewicht.

Foto: Kevin C. Cox/Getty Images

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