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·16 aprile 2026
WM-Transportkosten: Kritik in Fankreisen wächst

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·16 aprile 2026

Europäische Fanorganisationen kritisieren stark gestiegene Transportpreise zur WM 2026 in den USA. Senator Schumer fordert die FIFA auf, die Kosten zu übernehmen.
Europaweit haben Fußballfans empört auf die exorbitanten Preise für Transporttickets bei der WM im Sommer reagiert. "Das ist eine Schande", sagte Guillaume Aupretre, ein Sprecher der wichtigsten französischen Fanorganisation, der Nachrichtenagentur AFP. "Sie häufen immer mehr Zusatzkosten an, ohne an die Fans zu denken", sagte er und warf dem Weltverband FIFA vor, "die treuesten Anhänger zugunsten der Reichen auszuschließen".
Auch im Mutterland des Fußballs sorgen die Berichte, wonach einige US-Transportunternehmen die Preise für das Turnier (11. Juni bis 19. Juli) deutlich erhöhen würden, für Unmut. "Ein weiterer Tag, eine weitere Abzocke bei dieser Weltmeisterschaft. Was um alles in der Welt geht hier vor?", schrieben die "Free Lions" aus England.
Das einzige Ziel des Turniers scheine darin zu bestehen, "so viel Geld wie möglich von einem gefangenen Publikum zu erpressen", kritisierte Ronan Evain, Geschäftsführer der Fanorganisation Football Supporters Europe (FSE): "Fans zur Kasse zu bitten, dass sie sich für die sichere und umweltverträgliche Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel entscheiden, ist ein Hohn auf die Klimastrategie der FIFA und ihre Netto-Null-Verpflichtungen."
In Boston werden 95 US-Dollar für die Hin- und Rückfahrt im Bus berechnet, der Fahrkartenpreis für die Bahn soll auf 80 US-Dollar steigen. Laut The Athletic plant der Verkehrsbetrieb New Jersey Transit, für Fahrten von der Penn Station in Manhattan zum MetLife Stadium in New Jersey mehr als 100 Dollar zu verlangen. Bei der WM 2022 in Katar und der EM 2024 in Deutschland hatten Fans mit einem Spielticket kostenlosen Zugang zum öffentlichen Nahverkehr erhalten.
Frankreich trägt seine Gruppenspiele in Boston und New York/New Jersey aus. Auch die Engländer sind dort im Einsatz. Das DFB-Team spielt in der Gruppe E am 25. Juni in New York/New Jersey gegen Ecuador. In der K.o.-Runde könnten Partien in Boston folgen.
Der Weltverband FIFA, der Rekordeinnahmen in Milliardenhöhe erwartet und schon aufgrund der astronomischen Ticketpreise kritisiert wurde, sieht sich Forderungen aus der Politik ausgesetzt. Es sei das Mindeste, dass der Verband sicherstelle, dass Fans ohne "überhöhte Preise" ins Stadion gelangen könnten, sagte Chuck Schumer, der Minderheitsführer der Demokraten im Senat: "Ich fordere die FIFA auf, die Transportkosten für die Austragungsstädte und -staaten zu übernehmen."
Der Weltverband ließ eine Anfrage zu diesem Thema unbeantwortet.









































