WM-Triumph von Deutschland? Thomas Müller zeigt sich skeptisch | OneFootball

WM-Triumph von Deutschland? Thomas Müller zeigt sich skeptisch | OneFootball

In partnership with

Yahoo sports
Icon: FCBinside.de

FCBinside.de

·2 marzo 2026

WM-Triumph von Deutschland? Thomas Müller zeigt sich skeptisch

Immagine dell'articolo:WM-Triumph von Deutschland? Thomas Müller zeigt sich skeptisch

Thomas Müller blickt mit gemischten Gefühlen auf die Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Mexiko und Kanada. Der Weltmeister von 2014, der seine Karriere inzwischen bei den Vancouver Whitecaps fortsetzt, ordnet die Chancen der deutschen Nationalmannschaft nüchtern ein – und spart nicht mit kritischen Tönen.

Im Gespräch mit dem kicker machte der langjährige Bayern-Profi deutlich, dass er Deutschland nicht im engsten Favoritenkreis sieht. „Wir haben genügend Qualität, um jede Top-Nation an einem einzelnen Tag zu schlagen. Aber ich sehe umgekehrt die Stabilität nicht, dass wir kaum zu schlagen wären“, erklärte Müller. Genau darin liege der Unterschied zwischen einem Mitfavoriten und einem Außenseiter.


OneFootball Video


„Kann ich mal jemanden schlagen oder bin ich selbst ganz schwer zu besiegen? Deshalb sind wir keiner der engeren Favoriten“, so der 36-Jährige weiter. Eine Einschätzung, die angesichts der schwankenden Leistungen der vergangenen Jahre nicht überraschend kommt.

„Der Übergang ist misslungen“

Immagine dell'articolo:WM-Triumph von Deutschland? Thomas Müller zeigt sich skeptisch

Foto: IMAGO

Grundsätzlich erkennt Müller strukturelle Probleme im deutschen Fußball. Der Umbruch nach dem WM-Debakel 2018 sei aus seiner Sicht „misslungen“. Der neuen Generation fehle es an prägenden Figuren in europäischen Topteams, die regelmäßig in den Halbfinals oder Finals der Champions League stehen.

Diese internationale Durchschlagskraft müsse zurückkehren, wenn Deutschland wieder zu den „Top-3-Kandidaten“ auf einen WM-Titel zählen wolle. Gleichzeitig fordert Müller eine klare innere Haltung für das Turnier. Jeder Spieler müsse mit dem Anspruch antreten, „alles in die Waagschale zu werfen, um das Finale möglich zu machen“. Den Titel gönne er der DFB-Elf selbstverständlich – realistisch bleibe die Ausgangslage dennoch.

WM-Euphorie in Vancouver

Während Müller sportlich kritisch analysiert, erlebt er die WM-Vorfreude in Kanada hautnah. In Vancouver sei das Turnier bereits jetzt ein großes Thema. „Die Menschen sprechen schon sehr oft über die WM, vergleichen sie mit den Olympischen Winterspielen 2010“, berichtete er.

Dem Co-Gastgeber traut Müller durchaus eine Überraschung zu. Kanada habe sich in den vergangenen Jahren stark entwickelt und verfüge neben Alphonso Davies über weitere spannende Spieler. „Das Achtel- oder gar Viertelfinale wäre für Kanada sicherlich eine große Nummer“, sagte Müller.

Für Deutschland hingegen bleibt die Rolle vorerst klar definiert: gefährlich, aber nicht dominant. Und genau diese Einordnung aus dem Mund eines Weltmeisters wiegt schwer

Visualizza l' imprint del creator