DFB-Frauen
·20 maggio 2026
Zahlen, Daten, Fakten: Rekordsaison setzt neue Maßstäbe

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·20 maggio 2026

Die Saison 2025/2026 in der Google Pixel Frauen-Bundesliga ist Geschichte - und setzte neue Maßstäbe. Nicht nur wegen der Aufstockung von zwölf auf 14 Vereine wurde beispielsweise die bisherige Bestmarke bei den Zuschauer*innenzahlen deutlich übertroffen. Der FC Bayern München wurde zum vierten Mal in Folge Deutscher Meister und blieb dabei ohne Niederlage. DFB.de mit einer Bilanz.
Rekordsaison deutlich übertroffen: Die 182 Begegnungen wurden von insgesamt 653.750 Zuschauer*innen besucht. Das entspricht einem Schnitt von 3592 pro Spiel. In der bisherigen Rekordsaison 2023/2024 (22 Spieltage mit 132 Partien) waren es am Ende 379.653 Besucher*innen, was einem Schnitt von 2.875 entsprach. Zum Vergleich: In der Spielzeit 2021/2022 waren es nach 22 Runden gerade einmal 106.420 Fans (Schnitt: 806). Der Zuschauer*innenschnitt stieg seitdem um rund 345 Prozent.
Bestmarke gleich zu Beginn: Gleich das offizielle Eröffnungsspiel zwischen dem FC Bayern München und Bayer 04 Leverkusen (2:0) sorgte mit 57.762 Fans in der Allianz Arena für einen neuen Ligarekord und löste das Heimspiel des 1. FC Köln aus der Saison 2022/2023 gegen Eintracht Frankfurt (0:2 vor 38.365 Besucher*innen) ab. Nur knapp unter dem alten Rekord blieb das Nordderby zwischen dem SV Werder Bremen und dem Hamburger SV (2:0), zu dem 37.000 Zuschauer*innen in das Weserstadion strömten. Die Marke von 30.000 Fans knackte kurz vor dem Saisonende auch das erneute Highlightspiel des 1. FC Köln gegen den SV Werder Bremen. Exakt 30.411 Besucher*innen sahen den 3:0-Heimsieg des Teams von FC-Trainerin Britta Carlson.
Alle 14 Klubs vierstellig: Aber auch im "Alltag" kann sich der Zuspruch mehr als nur sehen lassen. Alle 14 Klubs kommen auf einen vierstelligen Zuschauer*innenschnitt. Dabei knackte Aufsteiger 1. FC Union Berlin mit insgesamt 106.708 Fans, die zu den 13 Heimspielen der Eisernen in das Stadion An der Alten Försterei strömten, als erster Frauen-Bundesligist die Marke von 100.000 Zuschauer*innen. Auch der Schnitt von 8208 Besucher*innen pro Spiel ist ein neuer Rekord. Mitaufsteiger Hamburger SV (6934) und der FC Bayern (6715) belegen die nächsten Plätze, gefolgt vom SV Werder Bremen (4395), 1. FC Köln (4186), VfL Wolfsburg (4082), Eintracht Frankfurt (3515) und SC Freiburg (3265). Aber auch die weiteren Klubs SGS Essen (2138), der 1. FC Nürnberg (1789), RB Leipzig (1651), FC Carl Zeiss Jena (1307), TSG Hoffenheim (1065) und Bayer 04 Leverkusen (1038) liegen allesamt über der Marke von 1000 Besucher*innen pro Heimspiel.
Hoffenheim defensiv stabil: Bei einer Ausbeute von 74 von 78 möglichen Punkten überrascht es nicht, dass der unbesiegte Meister FC Bayern München auch den torgefährlichsten Angriff (90 Treffer bei insgesamt 499 Torschüssen) und die stabilste Defensive der Liga (nur neun Gegentore) stellt. Offensiv liegen der VfL Wolfsburg (72 Tore bei 497 Torschüssen), der zum vierten Mal in Folge Vizemeister wurde, und die Frankfurter Eintracht (65/409), die sich zum fünften Mal in Folge als Tabellendritter für einen internationalen Wettbewerb qualifizierte, auch in dieser Wertung auf den Plätzen zwei und drei. Die zweitbeste Defensive der Liga stellt die TSG Hoffenheim mit 30 Gegentreffern. Auch Bayer 04 Leverkusen, der SV Werder Bremen (jeweils 36) und der 1. FC Köln (37) kamen in dieser Kategorie auf bessere Werte als Wolfsburg (38) und Frankfurt (43).
Wolfsburger Kantersieg: Das 8:0 des VfL Wolfsburg am 5. Spieltag bei der SGS Essen war der höchste Saisonsieg und gleichzeitig auch eine der torreichsten Partien. Ebenfalls jeweils acht Treffer fielen beim 6:2-Heimerfolg des SC Freiburg gegen den Hamburger SV, beim 6:2 der TSG Hoffenheim gegen den 1. FC Köln sowie beim 5:3 des 1. FC Nürnberg gegen Eintracht Frankfurt. Der SV Werder Bremen stellte beim 7:0-Sieg gegen den FC Carl Zeiss Jena seinen Vereinsrekord ein. Gleich drei 6:0-Siege (in Nürnberg und Jena sowie gegen den Hamburger SV) landete der FC Bayern.
Frankfurt sehr heimstark: Auch in der Heimtabelle liegt der FC Bayern München mit 35 Punkten aus 13 Partien an der Spitze. Kurios: Die einzigen Punktverluste in dieser Saison gab es beim 0:0 gegen Schlusslicht FC Carl Zeiss Jena und beim 1:1 gegen die TSG Hoffenheim jeweils vor eigenem Publikum. Sehr stark vor heimischer Kulisse war auch Eintracht Frankfurt mit 34 von 39 möglichen Zählern. Es folgen der VfL Wolfsburg (29) und der SV Werder Bremen (28). Auf fremden Plätzen gewannen die Münchnerinnen alle 13 Begegnungen (bei einer Tordifferenz von 49:5) und ließen damit Wolfsburg (29) und die TSG Hoffenheim (25) deutlich hinter sich. Während der FC Carl Zeiss Jena die Saison ohne Heimsieg beendete und zu Hause nur drei Remis erreichte, kam Mitabsteiger SGS Essen als erfolglosestes Auswärtsteam (sieben Punkte) zumindest auf einen Dreier in der Fremde.
Trainer*innenwechsel bei vier Klubs: Bei insgesamt vier Vereinen gab es im Laufe der Saison Veränderungen an der Seitenlinie. Zunächst wurden bei der SGS Essen nach dem Fehlstart in die Saison Cheftrainer Thomas Gerstner und Teamchef Robert Augustin Anfang Oktober freigestellt. Für sie sprang zunächst die vorherige Assistentin Jessica Wissmann als Interimstrainerin ein. Ab der Winterpause übernahm die frühere belgische Nationaltrainerin Heleen Jaques das Amt, konnte den Abstieg nach 22 Jahren Erstklassigkeit jedoch nicht verhindern. Die TSG Hoffenheim einigte sich Mitte November mit ihrem bisherigen Cheftrainer Theodoros Dedes auf eine sofortige Auflösung des eigentlich noch bis zum Saisonende laufenden Vertrages. Bis zur Winterpause sprang interimsweise Thomas Johrden ein. Seit Januar ist Eva-Maria Virsinger, zuvor Co-Trainerin beim VfL Wolfsburg, im Kraichgau im Amt. Im Saisonendspurt reagierten auch der Hamburger SV (Rodolfo Cardoso für Liese Brancao) und der 1. FC Nürnberg (Isabel Bauer für Thomas Oostendorp) auf die Abstiegsgefahr. Beide Teams schafften unter neuer Regie schließlich noch den Klassenverbleib.
Enges Rennen um Torjägerinnenkanone: Erst im Saisonfinale kam es auch zur Entscheidung im Rennen um die Torjägerinnenkanone. Nationalspielerin Larissa Mühlhaus, die beim 3:1 des SV Werder Bremen bei Bayer 04 Leverkusen einmal erfolgreich war, wurde mit insgesamt 17 Treffern Torschützenkönigin. Knapp dahinter landeten Pernille Harder (FC Bayern München) und Selina Cerci (TSG Hoffenheim) mit jeweils 16 Toren auf dem geteilten zweiten Platz. Ein Jahr zuvor hatte sich noch Cerci gemeinsam mit Lineth Beerensteyn (VfL Wolfsburg) mit ebenfalls 16 Treffern die Kanone gesichert. Larissa Mühlhaus verwandelte in Leverkusen ihren zehnten Elfmeter in dieser Saison und stellte damit einen neuen Bundesligarekord auf. Zwei weitere Strafstöße ließ sie noch ungenutzt. In der nächsten Saison wird Larissa Mühlhaus, die auch die meisten Torschüsse aller Spielerinnen abgab (95), für Eintracht Frankfurt auf Torejagd gehen.
Klara Bühl legt optimal vor: Die mit Abstand beste Vorbereiterin der Google Pixel Frauen-Bundesliga ist Nationalspielerin Klara Bühl vom FC Bayern München, obwohl sie während der Rückserie für längere Zeit verletzungsbedingt pausieren musste. Gleich 14 Treffer legte die Flügelstürmerin auf. Ihre Teamkollegin Georgia Stanway und Svenja Huth (VfL Wolfsburg) kommen auf jeweils zehn Assists. In der Scorerwertung musste sich Klara Bühl jedoch gemeinsam mit Larissa Mühlhaus (beide 21 Punkte) mit dem geteilten dritten Platz begnügen. Hier schnitten Selina Cerci, die an 25 Hoffenheimer Treffern direkt beteiligt war, und Bayern-Torjägerin Pernille Harder (22 Punkte) etwas besser ab.
Diehm mit starker Quote: Da der FC Bayern München die meisten Partien dominierte, ist es wenig überraschend, dass der Meister auch die Spielerin mit den meisten Ballaktionen stellt. Die englische Europameisterin Georgia Stanway ist mit 2107 Pässen, von denen 89,2 Prozent auch bei einer Mitspielerin ankamen, die Nummer eins. Hoffenheims Kapitänin Vanessa Diehm (1920) folgt auf Platz zwei und kommt dabei sogar auf eine bessere Passquote (92,1 Prozent). Dritte ist - mit deutlichem Abstand - Andrea Norheim von RB Leipzig mit 1499 Pässen, von denen 83,6 Prozent erfolgreich waren.
Brunnthaler äußerst aktiv: Der Hamburger SV sicherte sich erst am 26. und letzten Spieltag den Klassenverbleib. Dennoch schaffte es Angreiferin Melanie Brunnthaler in zwei ligaweiten Statistiken auf Spitzenplätze. Die 25 Jahre alte Österreicherin bestritt vor den beiden Kölnerinnen Sandra Maria Jessen (130) und Laura Vogt (114) die meisten Luftzweikämpfe (150) der Liga und musste bei den meisten Zweikämpfen mit 830 nur ihrer Landsfrau Eileen Campbell vom 1. FC Union Berlin (854) den Vortritt lassen. Die meisten Dribblings bestritt Leipzigs U 23-Nationalspielerin Lisa Baum (92) vor Wolfsburgs Nationalspielerin Cora Zicai (87) und Lotta Wrede vom Hamburger SV (86).
Huth flankt am häufigsten: Die mit Abstand meisten Flanken aller Bundesligaspielerinnen schlug Wolfsburgs Ex-Nationalspielerin Svenja Huth (190). Auch in dieser Wertung mischen Larissa Mühlhaus (151) und Klara Bühl (145) ganz vorne mit. Oft fand Svenja Huth mit ihren Hereingaben ihre langjährige VfL- und DFB-Teamkollegin Alexandra Popp, die in ihrem "Abschiedsspiel" gegen den 1. FC Nürnberg (3:1) ihr sechstes Kopfballtor in dieser Saison erzielte und damit Pernille Harder (fünf) hinter sich ließ. In der nächsten Saison wird "Poppi" für Borussia Dortmund, den aktuellen Tabellenzweiten der Frauen-Regionalliga West, auf Torejagd gehen.
FC Bayern 18-mal ohne Gegentor: In 18 von 26 Saisonspielen stand beim FC Bayern hinten die Null. Nationaltorhüterin Ena Mahmutovic blieb bei ihren 17 Einsätzen gleich elfmal ohne Gegentor und kommt damit auf den Bestwert. Ihre Teamkollegin Maria Luisa "Mala" Grohs hielt in den weiteren neun Begegnungen siebenmal die Null. Auf neun Zu-Null-Spiele brachte es Laura Dick (TSG Hoffenheim), ebenfalls siebenmal hielt Mariella El Sherif (SV Werder Bremen) ihren Kasten sauber.
Dick oft im Blickpunkt: Besonders viel bekam U 23-Nationaltorhüterin Laura Dick zu tun. Insgesamt 108 gegnerische Torschüsse (78,3 Prozent) wehrte die 22 Jahre alte Hoffenheimerin ab. Jasmin Janning vom FC Carl Zeiss Jena war 92-mal auf dem Posten (66,2 Prozent), Bremens Mariella El Sherif parierte 88 Torschüsse (71,5 Prozent).
Stoldt ständig auf dem Feld: Die "Dauerbrennerin" der Liga war Abwehrspielerin Svea Stoldt vom Hamburger SV, die nicht nur in allen 26 Partien durchspielte, sondern inklusive der Nachspielzeiten auch die längste Zeit (2557,7 Minuten) auf dem Platz stand. Union Berlins Innenverteidigerin Samantha Steuerwald (2549,8 Minuten) und Lisa Karl, Kapitänin des SC Freiburg (2534 Minuten), folgen knapp dahinter.
Kapllani wechselt häufig: Edmond Kapllani, Cheftrainer beim SC Freiburg, schöpfte sein Wechselkontingent fast immer aus. Der frühere Bundesligaprofi nahm 128 von 130 möglichen Auswechslungen vor. Auch Bayern-Trainer José Barcala (126), Wolfsburgs Stephan Lerch (122) und Jenas Florian Kästner (121) nutzten die Breite ihrer Aufgebote. Jonas Stephan (RB Leipzig) kam dagegen mit 96 Wechseln aus.
Noch mehr Bayern-Bestwerte: Doublesieger FC Bayern München verzeichnete noch in zahlreichen weiteren Statistiken die besten Werte. So kamen die Meisterinnen auch auf die meisten Eckbälle (186), die meisten Tore nach Eckbällen (zwölf), die meisten Aluminium-Treffer (16), die meisten Kopfballtore (19), die meisten Pässe (17.160), die beste Passquote (89 Prozent), die wenigsten zugelassenen Torschüsse des Gegners (138) die beste Zweikampfquote (57 Prozent), die höchste Quote bei Luftzweikämpfen (62,5 Prozent) und auch den Topwert bei den erfolgreichen langen Pässen aus dem Spiel heraus (60,6 Prozent). Kein Wunder bei der Dominanz: Kontertore erzielten die Münchnerinnen lediglich drei. In dieser Statistik war Eintracht Frankfurt mit zehn Treffern am erfolgreichsten.
Kölner Spiele sehr intensiv: Die meisten Zweikämpfe bestritten die Spielerinnen des Hamburger SV (6609), des FC Carl Zeiss Jena (6343), des SC Freiburg (6217) und des 1. FC Köln (6137). In Luftzweikämpfen waren besonders oft der 1. FC Nürnberg (968) und ebenfalls der 1. FC Köln (932) gefordert. Überhaupt ging es bei Partien mit Kölner Beteiligung besonders intensiv zu. Die Rheinländerinnen kamen auf die meisten Foulspiele (326), wurden aber auch am häufigsten von ihren Gegenspielerinnen gefoult (311-mal). Der Tabellenletzte FC Carl Zeiss Jena ließ die meisten gegnerischen Torschüsse zu (527) und kassierte auch die meisten Gegentore (72).
Start vom 21. bis 24. August: In der neuen Spielzeit 2026/2027 werden erstmals die beiden sportlichen Aufsteiger VfB Stuttgart und 1. FSV Mainz 05 in der höchsten deutschen Spielklasse an den Start gehen, vorbehaltlich der noch ausstehenden Entscheidungen im Rahmen des Zulassungsverfahrens. Die neue Saison in der Google Pixel Frauen-Bundesliga startet vom 21. bis 24. August. Da in diesem Sommer im Frauenfußball kein Endrundenturnier stattfindet und die Liga deshalb im Gegensatz zur Vorsaison früher starten kann, wird es in der Saison 2026/2027 keine Englischen Wochen geben. Mit den Partien des 13. Spieltages (18. bis 21. Dezember 2026) geht die Liga in die Winterpause. Die Google Pixel Frauen-Bundesliga startet vom 15. bis 18. Januar 2027 in das nächste Fußballjahr. Der 26. und letzte Spieltag ist für Sonntag, 23. Mai 2027, angesetzt.







































