come-on-fc.com
·12 de julho de 2026
1. FC Köln auf Kurs international: Zumindest in Sachen Kaderplanung

In partnership with
Yahoo sportscome-on-fc.com
·12 de julho de 2026


Redaktion
12 Juli, 2026
Die Stadt Köln steht für Lebendigkeit, Offenheit und Herzlichkeit. Es ist daher kein Wunder, dass die Domstadt Menschen aus über 180 Ländern eine Heimat bietet. Diese Multikulturalität spiegelt sich auch in den aktuellen Transferplanungen des FC.
Gideon Mensah spielt jetzt beim 1. FC Köln (Foto: David Ramos / Getty Images)
Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.



Von Elias Schnaubelt
Nachdem mit Linksverteidiger Gideon Mensah bereits ein ghanaischer Nationalspieler und WM-Fahrer verpflichtet wurde, soll nächste Woche auch der Transfer von Paul Okon-Engstler eingetütet werden. Der 21-jährige Australier ist im zentralen Mittelfeld zuhause und nahm mit den Socceroos ebenfalls an der Weltmeisterschaft teil. Bedenkt man zudem die feste Verpflichtung von Jahmai Simpson-Pusey (England), sowie die Gerüchte um Mikey Moore (England) und Edson Álvarez (Mexiko), so wird eines deutlich: Keiner dieser Spieler spricht muttersprachlich Deutsch. Die Verständigung muss also auf Englisch funktionieren. Für Cheftrainer René Wagner stellt das jedoch kein Hindernis dar. „Wir haben genug Jungs da, die beide Sprachen sprechen. Ich spreche beide Sprachen gut genug“, erläutert der Coach.
Sind die Sprachbarrieren überwunden, so liefert das erweiterte Scouting-Radar des FC einen großen Vorteil. Indem vermehrt Spieler aus dem Ausland unter die Lupe genommen werden, umgeht man gleichzeitig den Konkurrenzkampf mit anderen Bundesligisten. „Viele Vereine in der Bundesliga wollen natürlich deutschsprachige Spieler“, sagt Wagner, der gleichzeitig eine Chance sieht: „Ich glaube, dass ein diverser Kader generell nicht wehtut, sondern dass ganz im Gegenteil, mit vielen verschiedenen Kulturen, etwas Besonderes entstehen kann.“ Ein erweiterter Blick auf dem Transfermarkt bedeutet im Umkehrschluss allerdings auch mehr Arbeit für Thomas Kessler. Dieser stand während der vergangenen Wochen immer wieder im engen Austausch mit Wagner, welcher sein Handy im Urlaub wohl nie ganz links liegen lassen konnte. Gewiss wird der Cheftrainer jedoch keine Träne darüber vergießen, wenn am Ende als Ertrag ein funktionierender Kader steht. „Uns geht es darum, den bestmöglichen Spieler in der bestmöglichen Position zu finden“, erklärt Wagner. Und diese Spieler finden sich bekanntlich nicht von allein.
Als Ellyes Skhiri im Sommer 2023 den Effzeh verließ, um sich der Eintracht aus Frankfurt anzuschließen, hinterließ er eine klaffende Lücke im System von FC-Coach Steffen Baumgart. Der Tunesier spielte die zentrale Rolle, das Bindeglied zwischen Defensive und Offensive. Der Spieler, der auserkoren wurde, um in diese Fußstapfen zu treten, war Jacob Christensen. Doch bevor der junge Däne sich auf den fußballerischen Part dieser großen Aufgabe fokussieren konnte, sah er sich mit einem fundamentaleren Problem konfrontiert: Der Sprachbarriere zwischen ihm und seinem Trainer. Diese hatte zur Folge, dass die Geißböcke sich in Baumgarts Amtszeit auf den deutschen Markt und deutschsprachige Spieler im Ausland fokussierten. Eine enorme Eingrenzung und verschenktes Potenzial auf anderen vielversprechenden Märkten. Mit der Verpflichtung von Christensen versuchte man nun, damit zu brechen. Jedoch schienen die Kommunikationsschwierigkeiten wie ein schlechtes Omen auf der FC-Zeit des Dänen gelegen zu haben. Nach nur acht Pflichtspiele in zwei Jahren und einem Kreuzbandriss im linken Knie zog es ihn im Sommer 2025 zurück in seine Heimat. Dort spielt er seitdem bei Molde FK.
Das Aus von Steffen Baumgart im Dezember 2023 markierte gleichzeitig das Ende der deutschsprachigen Ära beim 1. FC Köln. Ob die Erweiterung des Scouting-Radars Früchte tragen wird und etwas Besonderes entstehen kann, wird die neue Spielzeit zeigen. Sicherlich bietet die neu gewonnene Internationalität der Domstädter eine Chance. Und es liegt an Cheftrainer René Wagner, diese zu nutzen.
Ao vivo


Ao vivo


Ao vivo



































