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·14 de março de 2026

1:1! Eine sechs, zwei Platzverweise und drei starke Leistungen – der FC Bayern in der Einzelkritik

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Am Samstagnachmittag war der FC Bayern München im Zuge des 26. Spieltags der 1. Fußball-Bundesliga bei Bayer Leverkusen zu Gast. In einer sehr unterhaltsamen Partie erkämpfte sich der deutsche Rekordmeister am Ende ein 1:1, wobei man während der Partie letztlich nicht nur einen, sondern gleich zwei Platzverweise hinnehmen musste. Wie gut oder schlecht sich dabei die einzelnen Bayern-Profis präsentierten, erfahrt ihr in unserer Einzelkritik. 

Sven Ulreich: Der dritte Keeper der Münchner ersetzte nicht nur den verletzten Manuell Neuer, sondern auch den unter einer Gehirnerschütterung leidenden Jonas Urbig und hatte es gleich mit einer sehr komplizierten Aufgabe zu tun. Beim Gegentreffer zum 0:1 konnte der dritte Torwart des FC Bayern nichts ausrichten, da die Kugel von Jonathan Tah noch unglücklich abgefälscht hatte. Zu Beginn der zweiten Hälfte wiederum rettete Ulreich in höchster Not gegen Patrick Schick und hielt den deutschen Rekordmeister so im Spiel. In der turbulenten Schlussphase parierte der 37-Jährige mehrere Male stark und hielt so das Unentschieden fest. (Note: 1,5)


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Konrad Laimer: Der Österreicher wirkte auf seiner Linken Abwehrseite vor allem gegen den quirligen Montrell Culbreath arg überfordert, was sich durch die Unterzahl nach dem Platzverweis von Nicolas Jackson sogar noch verstärkte. Laimer lief zwar einmal mehr für zwei, bekam in den Zweikämpfen aber einfach nicht den richtigen Zugriff. (Note: 3,5)

Jonathan Tah: Der ehemalige Leverkusener zeigte einmal mehr seine starke Physis, die ihn vor allem in den Luftzweikämpfen praktisch unüberwindbar machte. Wenn die Gastgeber allerdings schnell und flach kombinierten, wirkte Tah zuweilen etwas unkoordiniert, was sich auch beim 0:1 zeigte, wo der 30-Jährige den Ball noch unhaltbar abfälschte. Beinahe wäre dem deutschen Nationalspieler das kurz vor Schluss erneut passiert, doch wurde er von einer vorangegangenen Abseitsposition gerettet. (Note: 3,5)

Dayot Upamecano: Wieder mit vielen Ausflügen ins Mittelfeld, lockte der 27-Jährige die Leverkusener früh, was zu großen Problemen führte, wenn er mal den Ball verlor. An sich allerdings konnte Upamecano so im Mittelfeld das Loch, das durch den Jackson-Platzverweis gerissen wurde, immer wieder auffangen, was den Bayern die Möglichkeit zum Kombinationsspiel gab. Nach zwischenzeitlichen Schwierigkeiten arbeitete sich der Franzose immer mehr in die Begegnung wurde zunehmend von einem Unsicherheitsfaktor zu einem sicheren Anker in der Bayern-Defensive.

Josip Stanišić: Auf der rechten Seite erneut viel unterwegs, machte der Kroate über lange Strecken hinweg zwar eine unauffällige, aber auch weitestgehend fehlerfreie Partie. Nach hinten hinaus schob Stanišić dann allerdings immer mehr an und kam sogar selbst zum Abschluss, passte aber auch vor allem hinten weiterhin auf. (Note: 2)

Aleksandar Pavlović: In der Druckphase, der sich die Bayern nach dem frühen Rückstand und vor allem nach dem Platzverweis fanden, war der 21-Jährige der wahrscheinlich einzige Spieler seines Teams, der gewohnt cool blieb und keine leichtfertigen Fehler beging. Stattdessen spielte Pavlović gewohnt seinen Stiefel herunter, brachte Ruhe in die Partie und gab seinen Mitspielern so die Gelegenheit, sich wieder zu sammeln. Auch wenn es mal in die Zweikämpfe ging, blieb der deutsche Nationalspieler stabil, wodurch er wahrscheinlich der beste Münchner der ersten Halbzeit war. Nach einer guten Stunde wurde Aleksandar Pavlović dann durch Leon Goretzka ersetzt. (Note: 2)

Joshua Kimmich: Als Aggressive Leader im Mittelfeld hatte der Gäste-Kapitän einen komplizierten Nachmittag, indem er versuchte, Rückschläge aufzufangen und gleichzeitig das Spiel seiner Mannschaft zu lenken, Beides bekam der 31-Jährige mal mehr, mal weniger hin, obgleich ihm der Einsatz nicht abgesprochen werden konnte. (Note: 3)

Luis Díaz: Der Kolumbianer führte sich durch einen absolut unnötigen Ballverlust in die Begegnung ein, der prompt zum 0:1 führte. Danach dauerte es eine Weile, bis Díaz Aktionen auf den Platz zaubern konnte, die einen tatsächlichen Mehrwert mit sich brachten. Ein solcher Moment kam dann allerdings in der 69. Spielminute, als der 29-Jährige nach einem Steckpass von Michael Olise vorm gegnerischen Tor cool blieb und das 1:1 erzielte. In der 83. Spielminute erbrachte der Flügelstürmer seiner Mannschaft dann einen Bärendienst, indem er gegen den Leverkusener Keeper einfädelte, um einen Elfmeter zu provozieren, was ihm dann allerdings, kontroverserweise, als Schwalbe ausgelegt wurde, weshalb nach einer früheren Verwarnung mit der Ampelkarte vom Platz gestellt wurde. (Note: 3,5)

Lennart Karl: Das Münchner Eigengewächs konnte in dieser Partie sein gewohntes Spiel nicht so richtig aufziehen. Zwar ließ er sich immer wieder auf den rechten Flügel fallen, fand dann aber keinen richtigen Zugriff auf die Begegnung bekam. Nach einer knappen Stunde wurde Karl dann durch Harry Kane ersetzt. (Note: 4)

Michael Olise: Immer wieder schwankend zwischen absolut genialen Momenten und aufreizender Lässigkeit, war der Franzose zwar der beste offensive Kreateur seiner Mannschaft, vertändelte aber das eine oder andere Mal unnötig den Ball. In der 69. Spielminute war Olise nach einem Katastrophenpass von Robert Andrich allerdings hellwach, fing den Ball ab und schickte Luis Díaz auf die Reise, der das 1:1 erzielte. Hiernach versuchte der 24-Jährige immer wieder Chancen zu kreieren, hatte dabei aber nicht immer Erfolg. Nach 88 Minuten ging er dann für Tom Bischof vom Platz. (Note: 2,5)

Nicolas Jackson: Zuletzt hatte sich der Senegalese durch gute Auftritte in der Bundesliga und der Champions League eigentlich viel Selbstvertrauen erkämpfen können, doch machte der all das mit nur einer Aktion wieder zunichte. War er vorher im Spiel kaum zu sehen gewesen, traf er den Leverkusener Martin Terrier dann hart mit der Sohle am Sprunggelenk, weshalb Jackson in der 42. Spielminute nach VAR-Überprüfung die Rote Karte sah und vorzeitig runter musste. (Note: 6)

Leon Goretzka (ab Spielminute 61): Für den eigentlich starken Aleksandar Pavlović gekommen, sollte Leon Goretzka mehr Vorwärtstrieb und Körperlichkeit in die Partie bringen, ging aber in den Wirrungen des Spiels ein wenig unter und hatte nur wenige auffällige Momente, sondern konzentrierte sich vor allem nach dem zweiten Platzverweis aufs Verteidigen und machte dabei seine Sache ordentlich. (Note: 3)

Harry Kane (ab Spielminute 61): Um ein Haar hätte sich der Engländer nicht einmal eine Minute nach seiner Einwechslung durch ein Tor eingeführt, doch wurde dieser Treffer aufgrund eines vorangegangenen Handspiels zurecht vom VAR einkassiert. Dennoch brachte Harry Kane ordentlich Schwung in die Partie, was letztlich auch den Ausgleichstreffer seiner Mannschaft begünstigte. Nach dem zweiten Platzverweis war der Torjäger vornehmlich in der eigenen Hälfte zu finden und versuchte, möglichst lange den Ball zu sichern. (Note: 2,5)

Min-jae Kim (ab Spielminute 88): In den Schlussminuten nur noch zur defensiven Absicherung eingewechselt, ist die Leistung des Südkoreaners nicht adäquat zu bewerten.

Tom Bischof (ab Spielminute 89): Kam in den letzten Minuten noch für den auffälligen Michael Olise in die Partie, war aber kaum zu sehen und konzentrierte sich nur noch aufs Verteidigen. Wegen der wenigen Einsatzminuten entfällt auch hier die Bewertung.

Foto: Dean Mouhtaropoulos / Getty Images 

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