REAL TOTAL
·23 de maio de 2026
Ära zu Ende: Daniel Carvajal und David Alaba verabschieden sich unter Tränen

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Daniel Carvajal und David Alaba bestritten gegen den Athletic Club ihr letztes Spiel für Real Madrid – Foto: Angel Martinez/Getty Images
Sportlich hatte dieser 38. Spieltag für Real Madrid gegen den Athletic Club aus Bilbao keine Relevanz mehr. Emotional hingegen hätte der Abend nicht bedeutungsvoller sein können. Beim 4:2-Sieg gegen die Basken absolvierten Daniel Carvajal und David Alaba ihre letzten 90 Minuten für die Königlichen und wurden anschließend gebührend verabschiedet.
Nach 131 absolvierten Spielen in fünf Jahren fand David Alaba wenige, aber dennoch ehrliche und emotionale Worte: „Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich sagen soll. Außerdem bin ich sehr schüchtern. Also halte ich es kurz: Danke für alles. Im Ernst, vielen, vielen Dank für alles. Ich habe die fünf Jahre mit euch sehr genossen, danke für eure Zuneigung und Unterstützung – wir haben gemeinsam viele Erfolge gefeiert. Danke, dass ihr in einer für mich aufgrund meiner Verletzungen sehr schwierigen Phase meiner Karriere immer an meiner Seite wart.Vielen Dank für alles, an den Verein und an euch, die ihr immer in meinem Herzen seid.“
Bereits bei seiner Auswechslung und auch während seiner Dankesrede hielten mehrere Fans Stühle in die Höhe, in Erinnerung an seine legendäre Jubelaktion am 9. März 2022 bei Reals Remontada im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Paris Saint-Germain. In einem Interview beim hauseigenen Sender RealmadridTV im Anschluss sagte der 33-Jährige: „Das war ein besonderer Moment, als ich den Stuhljubel gemacht habe, aber ich war trotzdem überrascht, als ich die ganzen Stühle hier auf den Rängen gesehen habe. Ich bin sehr dankbar dafür.“
Und fügte hinzu: „Ich bin sehr dankbar, nicht nur für diesen Moment, sondern auch für die letzten fünf Jahre. Ich bin als Spieler und als Person gewachsen. Ich hatte viele Hochs, aber auch Tiefs. Meine Knieverletzung war sehr schwierig für mich. Ich möchte einfach nur allen danke sagen: dem Team, den Traineren, dem Präsidenten und den Fans. Es waren fünf ganz besondere Jahre und es ist nicht einfach, in Worte zu fassen, was ich gerade fühle. Das ist der beste und größte Klub auf der Welt, ich habe die fünf Jahre wirklich genossen. Real Madrid, die Fans, und alle werden immer in meinem Herzen sein. Das ist ein ganz besonderer Teil, ein besonderes Kapitel meiner Geschichte. Ich bin sehr dankbar.“
Kapitän Carvajal, der bei seiner Auswechslung Federico Valverde seine Binde übergab und damit eine Ära schloss, hielt seine Rede unter Tränen. „Ich bin sehr bewegt von diesem großartigen Abschied. Zunächst möchte ich unserem Präsidenten, Don Florentino, danken. Er war es, der mich aus Deutschland zurückgeholt hat, und dank ihm haben wir viele Titel gewonnen. 24 Stunden nach einer schweren Knieverletzung hier an der Seitenlinie zögerte er nicht, meinen Vertrag zu verlängern, dafür danke ich ihm von ganzem Herzen. Außerdem möchte ich mich bei all meinen Teamkollegen bedanken. Wir, die aktuellen Spieler, hatten keine einfachen Saisons, aber wir werden wieder gewinnen – wir sind Real Madrid, und wir müssen wieder aufstehen, wie es unsere Geschichte verlangt“, so der Rechtsverteidiger, dessen Geschichte mit dem Verein als Kind begann und über einen Umweg zu Bayer Leverkusen schließlich wieder zurückführte.
Außerdem erinnerte der 34-Jährige an die ehemaligen Spieler, die seine Ära mitprägten: „Heute muss ich einfach an diese goldene Ära zurückdenken, die wir erlebt haben. Mit meinem Abschied geht eine wundervolle Ära zu Ende – eine Ära mit vier Champions-League-Titeln in fünf Jahren, La Décima, drei Champions-League-Titeln in Folge, Cristiano, Casillas, Ramos, Ancelotti, Zidane … Namen, die dieses Wappen hochgehalten haben, und ich möchte um einen Applaus für sie bitten, denn sie haben uns an die Spitze geführt.“
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Der Abwehrspieler bedankte sich nach seiner 13-jährigen Reise auch bei seiner Familie und den Fans: „Ich möchte mich außerdem bei meinen Eltern und meiner Schwester bedanken, dass sie sich so sehr für mich eingesetzt haben, als ich noch ein Kind war. Dass sie mich zum Training und zu den Spielen gebracht haben, egal ob bei Kälte, Regen oder Schnee. Ihr habt alles gegeben, damit mein Traum wahr werden konnte. Und auch meiner Frau und meinen Kindern. Ich habe zwei sehr schwierige Jahre hinter mir, habe die Schattenseiten dieses Sports erlebt, und ihr wart mein Antrieb, ihr habt meine traurigen Tage mit Licht erfüllt, mir die Kraft gegeben, immer wieder aufzustehen, und ich liebe euch sehr. Zum Schluss möchte ich mich bei euch allen bedanken – ihr seid einfach großartig. Vom ersten Tag an bis heute habt ihr uns beflügelt. Was man in diesem Stadion erlebt, lässt sich nicht beschreiben, man muss es einfach fühlen. Ihr habt mich vom ersten Tag an unterstützt. Allein dieser Abschied macht mich stolz, ein Madridista zu sein. Danke für die unmöglichen Aufholjagden, dafür, dass ihr in guten wie in schlechten Zeiten da wart. Es gibt Karrieren von Spielern, die von ihren Erfolgen geprägt sind, aber es gibt andere, die dadurch definiert werden, wie viele Menschen sich an sie erinnern können. Ich hoffe nur, dass ihr, wenn ihr euch an mich erinnert, dies mit Stolz und der Gewissheit tut, dass ich alles für dieses Trikot gegeben habe.“
Auch er gab anschließend noch ein Interview, in dem er noch einmal seine Gefühle zum Ausdruck brachte: „Es ist schwer zu beschreiben, man ist einfach gerührt, ohne zu wissen, warum. Gestern beim Anblick des Trainingsplatzes, heute beim Anblick des Tifos … da kann man gar nicht anders, als gerührt zu sein. Ich beende eine traumhafte Karriere und habe nur Worte des Dankes. Ich habe es wie ein Kind genossen und hoffe, dass alle Madridistas meine 451 Spiele genossen haben und ich in Zukunft auf eine andere Art und Weise, aber dennoch helfend, nach Hause zurückkehren kann. Hätte man mir als Kind gesagt, dass ich diese Karriere haben werde, hätte ich es mir nicht vorstellen können. Es war unglaublich. Man sieht das Positive: technische Spieler, Zeugwarte, Pressesprecher … es ist der beste Verein der Welt. Ich habe versucht, zu allen freundlich zu sein, ich selbst zu sein, offen zu sein, wütend zu sein, wenn ich im Training verliere.“
Und schloss mit besonders emotionalen Worten: „Es ist nicht so, dass es der Verein meines Lebens ist, es ist mein Leben. Ich habe alle Spielklassen durchlaufen, alle Titel gewonnen, ich bin Kapitän geworden, mehr kann ich mir nicht wünschen.“
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