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VfL Osnabrück

·21 de maio de 2026

Aufstieg, Meisterschaft, Rekorde: Die Statistikzahlen der Saison 2025/26

Imagem do artigo:Aufstieg, Meisterschaft, Rekorde: Die Statistikzahlen der Saison 2025/26

Mit dem Gewinn der Meisterschaft in der 3. Liga und dem Aufstieg in die 2. Bundesliga hat der VfL Osnabrück eine historische Saison gespielt. Die Mannschaft von Cheftrainer Timo Schultz überzeugte dabei nicht nur mit einer stabilen und souveränen Spielweise, sondern stellte auch zahlreiche Bestmarken auf. Ein Blick auf die wichtigsten Zahlen der Saison.

Defensive als Fundament der Meisterschaft Die Defensive bildete die Grundlage für die erfolgreiche Saison der Lila-Weißen. Mit nur 34 Gegentoren stellte der VfL die beste Abwehr der Liga. Gleichzeitig ließ kein anderes Team weniger Torschüsse auf das eigene Tor zu. Lediglich 136 Abschlüsse fanden den Weg auf das Osnabrücker Gehäuse. Besonders bemerkenswert: Der VfL kassierte nur ein Gegentor nach einem gegnerischen Konter. Zudem verursachte man als einzige Mannschaft keinen Elfmeter und ließ ligaweit die wenigsten Standardgegentore zu (6). Hinzu kamen lediglich elf Rückstände über die gesamte Saison hinweg – ebenfalls Ligabestwert. Auch in der Fairnesstabelle belegte der VfL den ersten Platz. Die Osnabrücker blieben als einziges Team der Liga ohne Platzverweis und sahen mit 77 Gelben Karten die zweitwenigsten Verwarnungen der Saison.


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Einen großen Anteil an der defensiven Stabilität hatte Torwart Lukas Jonsson. Der Schwede blieb in 19 Spielen ohne Gegentor und hielt damit in 51,4 Prozent seiner Einsätze die Null. Unter allen Torhütern mit mindestens der Hälfte aller möglichen Einsatzminuten erreichte Jonsson zudem mit 73,5 Prozent die zweitbeste Abwehrquote gegnerischer Torschüsse der Liga. Mit 3.330 Einsatzminuten verpasste der Schlussmann nur eine einzige Partie.

Vor ihm organisierte Kapitän Jannik Müller die Defensive. Mit 3.326 Einsatzminuten gehörte der Innenverteidiger ligaweit zu den Dauerbrennern. Zudem verzeichnete Müller mit 85,9 Prozent die beste Passquote aller VfL-Spieler. Aber auch seine Nebenleute überzeugten mit starken Werten. Robin Fabinski war unter allen VfL-Spielern mit mindestens der Hälfte aller möglichen Einsätze der zweikampfstärkste Akteur. 65,1 Prozent seiner Duelle entschied der 22-Jährige für sich. In der Luft weist Fabinski mit einer Quote von 73 Prozent einen noch besseren Wert auf und ist damit bester Osnabrücker. Auch der dritte Stammspieler in der defensiven Dreierkette, Niklas Wiemann, zeigte sich in dieser Saison besonders zweikampfstark. 60,1 Prozent seiner Zweikämpfe entschied er für sich und liegt damit in der VfL-Rangliste direkt hinter Fabinski auf Platz zwei.

Auf der Sechserposition spielte sich Bjarke Jacobsen in den Vordergrund. Dabei überzeugte der Däne vor allem in der Luft. Mit 152 geführten Luftzweikämpfen war er der aktivste Kopfballspezialist des VfL. Seine Luftzweikampfquote von 66,4 Prozent gehörte ligaweit zu den besten Werten auf seiner Position. Aber auch offensiv schaltete sich Jacobsen immer wieder ein und spielte die torgefährlichste Saison seiner Karriere. So blickt er auf starke sechs Treffer zurück, die er allesamt per Kopf erzielte.

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Besondere Torgefahr aus dem Mittelfeld Auch die weiteren Mittelfeldspieler prägten die Meisterschaftssaison entscheidend. Obwohl der VfL gemeinsam mit dem TSV Havelse den niedrigsten Ballbesitzwert der Liga aufwies (46,2 Prozent), kontrollierten die Osnabrücker viele Spiele über Intensität und Effizienz gegen den Ball. Mit durchschnittlich 4,6 Balleroberungen im letzten Spielfelddrittel stellte der VfL den Ligabestwert auf, hinzu kamen 9,8 abgefangene Bälle pro Spiel, was Platz zwei im Ligavergleich bedeutete.

Außenbahnspieler Patrick Kammerbauer war dabei der Akteur mit den meisten Ballaktionen im gesamten VfL-Kader (2.189). Lange Zeit führte der Mittelfeldspieler zudem die teaminterne Laufstatistik an, ehe er im Saisonendspurt häufiger geschont wurde und die Spitzenposition an Robin Meißner abgeben musste, der am Ende lediglich zwei Kilometer mehr (374,3 km) als Kammerbauer (372,3 km) zurücklegte. Aber auch auf der linken Außenbahn herrschte beim VfL viel Betrieb. Frederik Christensen trug seinen Teil zur offensiven Variabilität bei und gehörte mit 74 geschlagenen Flanken zu den aktivsten Flankengebern der Liga (Platz 10). Insgesamt verwertete der VfL 25,6 Prozent seiner Flanken erfolgreich – Platz sieben im Ligavergleich.

In der vordersten Dreierkette entwickelte sich Robin Meißner als Sturmspitze zu einer der prägenden Figuren der Saison. Mit 14 Treffern wurde er bester Torschütze des VfL und erzielte damit 21,2 Prozent aller Osnabrücker Tore. Hinzu kamen zehn Vorlagen, womit er insgesamt an 36,4 Prozent aller Treffer direkt beteiligt war. Mit 129 Torschüssen gab zudem nur Berkan Taz ligaweit mehr Abschlüsse ab. Nebenmann Lars Kehl gehörte derweil zu den besten Vorbereitern der gesamten Liga. Mit elf Assists belegte er ligaweit Rang drei. Zudem spielte er 82 Torschussvorlagen und damit die fünftmeisten der Saison. Als Dosenöffner entwickelte sich im Laufe der Saison Flügelstürmer David Kopacz, der mit sieben Treffern viertbester Torschütze des VfL wurde und gleich fünfmal das wichtige Führungstor zum 1:0 erzielen konnte.

Neu entdeckte Effizienz in der Rückrunde Die Offensive der Lila-Weißen überzeugte vor allem durch Effizienz. Obwohl der VfL lediglich zwei Elfmeter zugesprochen bekam und mit 17 Treffern die wenigsten Stürmertore der Liga erzielte, gehörte die Mannschaft zu den torgefährlichsten Teams der Rückrunde. Zudem erzielte der VfL 19 Treffer nach Standardsituationen – nur Rot-Weiss Essen war nach ruhenden Bällen erfolgreicher.

Vor allem nach der Winterpause drehte die Offensive auf. Während der VfL in der Hinrunde noch 26 Tore erzielte, gelangen nach der Winterpause 40 Treffer. Und das trotz geringerer Abschlusszahlen. Im Vergleich zur Hinserie schossen die Lila-Weißen 50-mal weniger aufs Tor, agierten dabei aber deutlich effizienter. Die Paradedisziplin der Osnabrücker war dabei das Umschaltspiel. Mit elf Kontertoren stellte der VfL den Ligabestwert auf. Gleichzeitig kassierten die Lila-Weißen auch nur ein Gegentor nach einem gegnerischen Konter.

VfL-Eigengewächs Ismail Badjie entwickelte sich dabei zum perfekten Joker. Der 20-Jährige erzielte sieben Tore nach Einwechslung – ligaweit ist das der zweitbeste Wert. Fünfmal traf Badjie zum 1:0, viermal blieb dieses Tor sogar spielentscheidend. Die Leistung des Offensivspielers steht sinnbildlich für die Entwicklung der Nachwuchsarbeit beim VfL Osnabrück. So gehörten neben Ismail Badjie mit Mats Remberg, Yigit Karademir, Kevin Wiethaup und Bernd Riesselmann vier weitere Spieler zum Profikader, die zuvor im NLZ ausgebildet wurden. Insgesamt kommen die fünf inzwischen auf 130 Drittligaeinsätze und zwölf Tore.

Rekorde auf und neben dem Platz Cheftrainer Timo Schultz führte den VfL in seiner ersten Saison direkt zur Meisterschaft und zum Wiederaufstieg. In der 3. Liga erreichte der 48-Jährige einen Punkteschnitt von 2,11. In der Vereinsgeschichte übertrafen dies nach einer kompletten Saison lediglich Gerd-Volker Schock (2,19 Punkte in der Saison 1998/99) und Radoslav Momirski (2,41 Punkte in der Saison 1968/69).

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Auch als Mannschaft stellte der VfL zahlreiche Rekorde auf. Die Lila-Weißen blieben zwölf Spiele in Folge ungeschlagen und feierten zwischenzeitlich sieben Siege am Stück. Zudem spielte der VfL die beste Drittligasaison der Vereinsgeschichte und stellte mit 48 Punkten in der Rückrunde die beste Halbserie auf, die jemals ein Team in der 3. Liga absolvierte. Im Jahr 2026 konnte keine andere deutsche Profimannschaft mehr Punkte sammeln, nur der FC Bayern München fuhr ebenfalls 48 Punkte ein. Mit den Bayern teilt man sich zudem ab sofort den Titel des Rekordmeisters. Denn mit dem dritten Meistertitel in der 3. Liga ist der VfL Osnabrück nun alleiniger Rekordmeister des Wettbewerbs. Neben dem 1. FC Köln, der den Titel in der 2. Bundesliga hält, befindet sich der VfL damit in prominenter Gesellschaft.

Auch auswärts setzte der VfL neue Maßstäbe. Mit 13 Auswärtssiegen holten die Osnabrücker mehr Siege in der Fremde als jemals zuvor eine Mannschaft in einer Drittligasaison. Bemerkenswert war dabei zudem die personelle Konstanz. Mit nur 26 eingesetzten Spielern nutzte der VfL die wenigsten Akteure der gesamten Liga. Dadurch kamen mit Ausnahme von Mats Remberg alle Spieler mindestens einmal zum Einsatz.

Großen Anteil am Erfolg hatten jedoch auch die Fans der Lila-Weißen. Im Schnitt verfolgten 14.898 Zuschauer die Heimspiele an der Bremer Brücke, womit der VfL deutschlandweit Rang 36 belegte. Der Heimbereich war dabei zu 99 Prozent ausgelastet. Auch auswärts begleiteten durchschnittlich 1.671 Fans die Mannschaft – Platz sechs in der 3. Liga und Rang 34 im deutschlandweiten Vergleich. Den größten Auswärtsmob der Saison stellten die Osnabrücker beim Gastspiel in Wiesbaden, als 5.600 Lila-Weiße ihre Mannschaft unterstützten.

Mit dem Meistertitel, dem Aufstieg und zahlreichen Bestmarken hat der VfL Osnabrück eine Saison gespielt, die einen festen Platz in der Vereinsgeschichte einnehmen wird. Besonders bemerkenswert ist dabei die Entwicklung der vergangenen Monate. Nach dem knapp gesicherten Klassenerhalt in der Vorsaison stellte sich der Verein im Sommer sportlich und strukturell neu auf. Mit Joe Enochs (Direktor Profifußball), Daniel Latkowski (Technischer Direktor) und Timo Schultz (Cheftrainer) wurden früh die Weichen für eine neue Entwicklung gestellt. Gemeinsam gelang es, der Mannschaft schnell Stabilität, Geschlossenheit und eine klare Spielidee zu verleihen. Dass der VfL ein Jahr nach dem Abstiegskampf nun als Drittligameister in die 2. Bundesliga zurückkehrt, unterstreicht die Entwicklung einer außergewöhnlichen Saison 2025/26.


Text: Jendrik Greiwe Bilder: Jonas Jürgens, Fabian Frommeyer & Marc Niemeyer

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