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·06 de fevereiro de 2026
Auftakt an der Alten Försterei: Was Riera bei Frankfurt sofort verändern muss

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·06 de fevereiro de 2026

Albert Riera ist der neue Cheftrainer bei Eintracht Frankfurt und hat sich zum Ziel gesetzt mit den Hessen noch einmal weiter oben angreifen zu können. Nach einer Negativserie ist aber erst einmal Basisarbeit notwendig, um überhaupt wieder in Schwung zu kommen.
Es wird nicht leicht, denn die Hessen haben in der dann doch etwas längeren Zeit unter den Interimstrainern alle Spiele verloren, sind dabei klar aus der Champions League ausgeschieden und haben den Anschluss an die Königsklasse über die Liga komplett verloren.
Die Marschroute gab der neue Coach gleich einmal vor: „Ich will keine Spieler, die nur rennen, weil sie rennen müssen. Sie müssen wissen, wie sie rennen. Ich habe einen Satz, den ich oft benutze: ‚Es geht nicht darum, wer mehr rennt, sondern wer besser rennt.‘ Man kann 14 Kilometer rennen, aber wenn man schlecht rennt, bringt es nichts.“
Heißt: Riera will der Mannschaft wieder die Basics beibringen, sie an die Hand nehmen, ihr Intensität in Verbindung mit Cleverness einimpfen, um schnell wieder zu punkten.
Der Auftakt für den Spanier könnte unangenehmer kaum sein. Es geht gleich an die Alte Försterei nach Berlin, zu einem Team, das einen sehr interessanten Fußball spielt, das sehr wehrhaft ist, über Kampf und Leidenschaft, zudem viele hohe Bälle kommt. Es ist auch ein Gegner, der gefestigt ist, der also genau das mitbringt, was eine Mannschaft, die verunsichert ist, so gar nicht gebrauchen kann. Zuletzt sorgte jeder hohe Ball, jeder intensive Pressingmoment, den die Hessen durchleben mussten, für Unordnung. Ein Schlaraffenland für Union. Eigentlich.

Foto: Getty Images
Wenn man sich nun die Aufgaben anschaut, mit denen Riera konfrontiert sein wird, dann ist es sinnvoll, zwischen kurz- und mittelfristigen Veränderungen zu unterscheiden. Kurzfristig wird es darum gehen, das Maximum an Motivation aus dem Team herauszukitzeln. Eine Motivationsrede, die ihre Wirkung entfaltet, die wirklich den Trainereffekt hervorruft, den man sich erhofft, genau das kann gegen Union funktionieren. Allerdings ist das alleine nicht lange umsetzbar, entfaltet die entsprechend Wirkung vielleicht noch ein zweites oder drittes Mal, stumpft danach ab.
Deswegen muss genau deswegen eine Veränderung der fußballerischen Herangehensweise stattfinden. Wie das in Frankfurt aussehen muss? Nun, da gibt es natürlich den Ansatz in der Defensive. Frankfurt war sehr verunsichert, produzierte leichte, individuelle Fehler. Diese komplett abzustellen erfordert Zeit. Riera muss eine funktionierende Grundordnung entwickeln, die sich auch den aktuellen Bedürfnissen der Spieler anpasst, aber gleichzeitig nicht zu weit von seiner eigenen Idealvorstellung abweicht, um in ferner Zukunft genau dorthin zu kommen.
Zudem müssen Schritt für Schritt Abläufe im Bereich des Spielaufbaus entwickelt werden. Frankfurt muss besser, kontrollierter aufbauen, darf dem Gegner nicht zu sehr in die Karten spielen, was Auslöser für das Gegenpressing angeht. Das sind die zwei größten Basics, die einen großen Einfluss auf andere Spielelemente haben wird. Befreit man sich besser, hat man mehr Chancen, die eigenen Angriffe gut zu Ende zu spielen. Steht man stabiler, muss man nicht immer drei, vier Tore schießen, um überhaupt ein Spiel zu gewinnen. Die Dinge klingen banal, sind aber schwer umsetzbar. Und genau das ist die Krux für den neuen Trainer.








































