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·22 de janeiro de 2026
Bayern zu dominant? Eberl ist genervt von der Bundesliga-Debatte

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·22 de janeiro de 2026

Aktuellen Diskussionen um einen Salary Cap oder strukturelle Eingriffe in die Bundesliga begegnet Max Eberl mit bemerkenswerter Gelassenheit. Nach dem 2:0-Erfolg des FC Bayern gegen Royale Union Saint-Gilloise machte der Sportvorstand in der Mixed Zone deutlich, wie er die erneut aufflammende Debatte einordnet – und warum er sich davon nicht beirren lässt.
Kaum setzt sich der FC Bayern national wieder an die Spitze, werden Stimmen laut, die nach Reformen rufen. Salary Cap, Play-offs, neue Wettbewerbsformate – die Diskussionen ähneln sich, der Zeitpunkt ist auffällig. Für Max Eberl ist das kein Zufall, sondern ein bekanntes Muster. Entsprechend nüchtern fällt seine Reaktion aus. „Es prallt tatsächlich ab, weil vor eineinhalb Jahren habe ich keinen Salary Cap gehört, als Leverkusen und Stuttgart vor uns standen“, stellte der 52-Jährige klar.
Für Eberl zeigt sich darin eine gewisse Kurzsichtigkeit der öffentlichen Debatte. Erfolg werde beim FC Bayern oft als Selbstverständlichkeit wahrgenommen, während die Arbeit dahinter ausgeblendet werde. „Jetzt eineinhalb Jahre später, haben wir einen guten Job gemacht, alle zusammen stehen jetzt da, machen es sehr, sehr gut, stehen hochverdient, auch in der Bundesliga“, erklärte Eberl weiter und schob unmissverständlich hinterher: „Aber das ist alles eben nicht geschenkt.“
Gerade die vermeintlich „einfachen“ Spiele seien es, die regelmäßig unterschätzt würden. Aus eigener Erfahrung weiß Eberl, wie viel ein Gegner investieren muss, um dem FC Bayern Paroli zu bieten. „Man muss unglaublich viel investieren, um gegen den FC Bayern zu spielen“, betonte er. Genau darin liege auch der Unterschied: Während die Münchner über die Qualität verfügen, Spiele spät zu entscheiden, könne ein Rückstand für andere Teams schnell in einer deutlichen Niederlage enden.

Foto: IMAGO
Trotz der wiederkehrenden Kritik sieht sich der deutsche Rekordmeister keineswegs als ungerecht behandeltes Opfer. „Ich fühle mich nicht ungerecht behandelt. Wir machen einfach einen guten Job“, stellte er klar. Für den Sportvorstand ist das kein Grund zur Selbstzufriedenheit, sondern vielmehr Antrieb.
Der Blick zurück dient dabei als Mahnung. „Wir haben vor eineinhalb Jahren das, was ich gesagt habe, richtig auch Hohn und Spott bekommen, dass wir dann auch nur Dritter wurden, nicht mal den Supercup spielen durften“, erinnerte Eberl. Gerade diese Phase habe innerhalb des Klubs Prozesse ausgelöst, die nun Früchte tragen. Entscheidungen seien hinterfragt, Strukturen geschärft und der Zusammenhalt im Verein neu gestärkt worden.
„Das ist für den FC Bayern auch immer wieder Ansporn, dann wirklich auch gute, versuchen gute Entscheidungen zu treffen, als Mannschaft wieder zusammenzuwachsen, als Verein wieder zusammenzuwachsen“, erklärte Eberl. Für ihn ist die aktuelle Dominanz kein Anlass für strukturelle Eingriffe von außen, sondern das Resultat interner Entwicklung.
Am Ende zieht der Sportvorstand ein klares Fazit, das sinnbildlich für das Selbstverständnis der Münchner steht: „Das zeigt dann eben auch, welche Kraft wir als FC Bayern haben.“ Eine Aussage, die nicht nur als Antwort auf Salary-Cap-Forderungen verstanden werden kann, sondern als grundsätzliche Haltung. Der FC Bayern will nicht gebremst werden – sondern sich seinen Vorsprung weiterhin selbst erarbeiten.







































