DFB-Frauen
·10 de maio de 2026
Blitzstart bringt Hoffenheim vor fast 14.000 Fans auf Kurs

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Die TSG Hoffenheim wahrte in der Google Pixel Frauen-Bundesliga ihre kleine Chance auf den dritten Tabellenplatz und damit auf die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb. Das Team von Trainerin Eva-Maria Virsinger fuhr am 25. Spieltag einen 2:0 (2:0)-Auswärtserfolg beim 1. FC Union Berlin ein und verkürzte den Rückstand zum Tabellendritten Eintracht Frankfurt vor dem Saisonfinale am Sonntag, 17. Mai, auf drei Punkte und zwei Tore.
Vor der riesigen Kulisse von 13.978 Fans im Stadion An der Alten Försterei legten die Gäste schon in der Anfangsphase den Grundstein für den 14. Saisonsieg. Jill Janssens (3.), die in der nächsten Saison für den 1. FC Union auf Torejagd gehen wird, und Nikee van Dijk (9.) ließen die TSG jubeln. Beide Treffer bereitete Nationalspielerin Selina Cerci sehenswert vor. Dabei blieb es bis zum Schluss.
Für Ailien Poese, die Union von der Regionalliga Nordost bis in die Bundesliga geführt hatte, war es das letzte Heimspiel als Cheftrainerin der Profi-Frauen. Sie wird dem Verein jedoch erhalten bleiben und künftig die Position als Cheftrainerin Juniorinnen des Nachwuchsleistungszentrums übernehmen. Ihre Nachfolge tritt Marie-Louise Eta an, die noch bis zum Saisonende das Bundesligateam der Männer betreut. Verabschiedet wurden die Spielerinnen Celine Frank, Athanasia Moraitou, Fatma Şakar und Julia Kassen sowie Co-Trainerin Sabrina Eckhoff und Athletiktrainer Marcus Liebig.
"Wir haben die ersten zehn Minuten ein wenig verschlafen", sagte Union-Trainerin Ailien Poese. "Danach hatten wir zwar gute Ansätze, haben es aber nicht hinbekommen, ein Tor zu erzielen. Das ist manchmal so. Als ich hier angefangen habe, kamen ein paar hundert Fans zu unseren Spielen. Der Verein kann darauf stolz sein, in den Jahren so gewachsen zu sein. Es ist schön, vor solchen Kulissen zu spielen."
TSG-Trainerin Eva-Maria Virsinger meinte: "Mit den beiden frühen Toren ist uns ein Traumstart gelungen, der uns Sicherheit gegeben hat. Im Laufe der ersten Halbzeit haben wir uns tiefer fallen lassen und die Räume geschlossen. Wir hätten uns sicherlich mehr Kontrolle im Ballbesitz erarbeiten können, nach der Halbzeit ist uns das aber gelungen. Dort waren wir dominant, haben die Kontrolle übernommen und uns gute Chancen erarbeitet."
Selina Cerci erklärte: "Ich hatte vor den beiden Toren viel Platz und war überrascht, dass ich nicht angegriffen wurde. Ich habe dann gesehen, dass meine Mitspielerinnen besser stehen. Im Anschluss haben wir bis zum Schluss verteidigt, denn Union hat es sehr gut gemacht. In der zweiten Halbzeit hatten sie viel Ballbesitz, gegen den wir anlaufen mussten. Durch die beeindruckende Kulisse haben die Berlinerinnen viel Schwung mitgenommen."
Nach dem 1:0-Auswärtserfolg beim Mitaufsteiger Hamburger SV hatte Union-Trainerin Ailien Poese keinen Grund für Umstellungen und ließ daher auch dieselbe Anfangsformation auflaufen. Weiterhin verzichten mussten die Berlinerinnen verletzungsbedingt auf Alma Aagaard, Anna Aehling, Marina Georgieva, Korina Janež, Athanasia Moraitou, Mariann Noack, Dina Orschmann, Tanja Pawollek und Tomke Schneider.
Drei Unionerinnen trafen auf ihren ehemaligen Klub. Judith Steinert, die von Beginn an auflief, bestritt zwischen 2013 und 2022 insgesamt 128 Pflichtspiele für Hoffenheim. Auch Fatma Şakar und Naika Reissner, die zunächst auf der Bank Platz nahmen, trugen früher das TSG-Trikot.
Bei den Gästen, die erst am Mittwoch beim alten und neuen Deutschen Meister FC Bayern München ein 1:1 erkämpft hatten, entschied sich Trainerin Eva-Maria Virsinger auch nur für eine Veränderung in ihrer Startelf. Janna Grimm erhielt diesmal im Mittelfeld den Vorzug gegenüber Franziska Harsch. Nach längeren Verletzungspausen gehörten Féli Delacauw und Dominika Grabowska erstmals wieder zum Spieltagkader.
Den ersten Abschluss der Partie verzeichnete zwar der 1. FC Union durch Jenny Hipp, die aus etwa 14 Metern über das Tor schoss. Dann aber drehten die Gäste, allen voran Selina Cerci, noch während der Anfangsphase auf. Zweimal setzte sich die Angreiferin auf dem linken Flügel gleich gegen mehrere Berliner Gegenspielerinnen durch und legte für ihre Mitspielerinnen Jill Janssens, die im Rutschen gegen ihren zukünftigen Verein zum 1:0 (3.) traf, und Nikee van Dijk, die mit links auf 2:0 (9.), jeweils mustergültig auf.
Die Gastgeberinnen schüttelten sich, steckten den frühen Rückstand gut weg und erarbeiteten sich schon bis zur Pause einige gute Chancen zum Anschlusstreffer. Ein Volleyschuss von Sophie Weidauer aus vielversprechender Position ging über das Tor, nur wenig später zwang Hannah Eurlings TSG-Torhüterin Laura Dick zu einer Glanzparade. Außerdem verfehlte Lia Kamber das Hoffenheimer Gehäuse mit einem Distanzschuss aus gut 20 Metern nur knapp.
Pech für die TSG: Mitte der ersten Halbzeit verletzte sich Innenverteidigerin Lisa Doorn und musste ausgewechselt werden. Für sie kam die vielseitige Defensivspielerin Franziska Harsch.
In der Anfangsphase der zweiten Halbzeit ließen die Gäste zunächst einige gute Gelegenheiten aus, um den Vorsprung auszubauen. So lief Valesca Ampoorter alleine auf das Union-Tor zu, schloss dann aber ein wenig zu überhastet ab, so dass Union-Torhüterin Cara Bösl den Ball abfangen konnte. Nur wenige Minuten später konnte Judith Steinert die einschussbereite Selina Cerci kurz vor der Torlinie in letzter Sekunde noch stören. Auf der Gegenseite zog Innenverteidigerin Samantha Steuerwald aus 25 Metern wuchtig ab, der Ball flog nur wenige Zentimeter am TSG-Tor vorbei.
Union-Trainerin Ailien Poese versuchte alles, brachte mit Nele Bauereisen und Naika Reissner zunächst zwei frische Offensivspielerinnen. Nur wenig später kamen auch noch Katja Orschmann, Leonie Köster und Fatma Şakar neu ins Spiel. Die "Eisernen" erhöhten dann auch den Druck, kämpften bis zum Abpfiff um den Anschlusstreffer.
Es fehlte jedoch die Präzision. Ein Kopfball von Samantha Steuerwald ging über den Kasten, ein Hackentrick von Eileen Campbell nach einer Flanke von Nele Bauereisen landete am Außennetz. So brachten die Kraichgauerinnen, bei denen in der Schlussphase auch noch Torschützin Jill Janssens an ihrer künftigen Wirkungsstätte verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste, den 2:0-Vorsprung über die Zeit.







































