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·03 de julho de 2026
Brasilien vs. Norwegen: Duell mit dem einzigen Angstgegner

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·03 de julho de 2026

Fünfmal Weltmeister, sieben Turniertore in der Gruppenphase, ungeschlagen bei dieser WM – und trotzdem reist Brasilien mit einem Makel nach East Rutherford: Gegen Norwegen hat die Seleção noch nie gewonnen. Kein einziges Mal.
Vier Länderspiele, zwei Remis, zwei Niederlagen, 5:8 Tore. Norwegen ist die einzige Nationalmannschaft der Welt mit dieser Bilanz gegen den Rekordweltmeister. Am Sonntag (22 Uhr MESZ) bekommt der Mythos im WM-Achtelfinale seine größte Bühne – und mit Erling Haaland seinen gefährlichsten Botschafter.
Brasilien hat die Gruppe C souverän gewonnen, getragen von Vinícius Júnior und seinen vier Treffern. Doch im Sechzehntelfinale gegen Japan geriet die Mannschaft von Carlo Ancelotti ins Wanken: Rückstand durch Kaishu Sano, zäher Ausgleich durch Casemiro, und erst Joker Gabriel Martinelli erlöste die Seleção tief in der Nachspielzeit zum 2:1.
Die Botschaft dieses Abends: individuelle Klasse im Überfluss, Kontrolle nur in Schüben. Neymar saß erneut auf der Bank, das Pressing der Japaner legte offen, was auch Norwegen gesehen haben dürfte – diese Abwehr lässt sich stressen. Seit dem fünften Titel 2002 wartet Brasilien auf ein WM-Finale. Zweimal in Folge war im Viertelfinale Schluss. Die Fallhöhe ist bekannt.
Erstmals seit 1998 wieder bei einer WM, zum dritten Mal überhaupt in einem Achtelfinale, noch nie darüber hinaus. Norwegen spielt ein Turnier, auf das ein ganzes Land 28 Jahre gewartet hat – und tut das erstaunlich abgeklärt. Nach Siegen gegen den Irak (4:1) und Senegal (3:2) sowie der Lehrstunde gegen Frankreich (1:4) warf die Solbakken-Elf im Sechzehntelfinale die Elfenbeinküste aus dem Turnier: Nusa traf nach Ødegaard-Vorlage, Haaland entschied die Partie kurz vor Schluss.
Fünf Turniertore stehen für den Torjäger von Manchester City inzwischen zu Buche – nach der Torschützenkrone in der Qualifikation die nahtlose Fortsetzung. Solange Haaland auf dem Platz steht, ist Norwegen aus jeder Situation heraus einen Treffer entfernt. Ancelotti weiß das. Marquinhos und Gabriel vermutlich auch.
Und dann ist da noch Marseille 1998. Norwegen schlug den amtierenden Weltmeister damals 2:1 – mit einem gewissen Ståle Solbakken auf dem Platz, der heute an der Seitenlinie steht. Wer glaubt, dass der Trainer diese Geschichte vor dem Anpfiff nicht erzählt, hat Solbakken nie zugehört.
Das New-York-New-Jersey-Stadion ist offen, unklimatisiert – und für Sonntag sind gut 30 Grad angekündigt, gefühlt deutlich mehr. Brasilien hatte sechs Tage Pause, Norwegen fünf. Kleinigkeiten, die in einem K.-o.-Spiel bei drückender Sommerhitze plötzlich keine Kleinigkeiten mehr sind. Die Frage ist nicht, ob dieses Spiel Tore bringt. Beide Teams haben in vier Turnierspielen jeweils zweistellig getroffen oder daran gekratzt. Die Frage ist, wer die Räume überlebt, die dabei zwangsläufig entstehen.
Auf der einen Seite ein Rekordweltmeister mit Titeldruck und Spätzünder-Syndrom, auf der anderen ein Außenseiter mit dem besten Mittelstürmer des Planeten und einer makellosen Bilanz gegen genau diesen Gegner. Dieses Achtelfinale gehört eingeschaltet – notfalls bis tief in die Nacht.







































