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·28 de fevereiro de 2026

Castilla nach Arbeloa: Entwicklung wichtiger als Aufstieg

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Real Madrid Castilla kann weiterhin vom Aufstieg träumen, noch mehr aber einzelne Talente vom Sprung in die erste Mannschaft – Foto: realmadrid.com

Aufstiegs-Playoffs noch in Reichweite

Nach einem schwierigen Saisonstart und Neucoach Álvaro Arbeloa, der im vergangenen Sommer die Nachfolge von Raúl González angetreten hatte, kam Real Madrid Castilla im Laufe der Saison immer besser in Tritt und mischte auf einmal im Aufstiegsrennen mit. Am 12. Januar stand die königliche Reserve auf Tabellplatz drei der 20-köpfigen Tabelle der Primera Federación (3. Liga), wobei die Plätze zwei bis fünf am Ende der Saison zur Teilnahme an den Playoffs zum Aufstieg in die Segunda División bereichtigen würden. Doch nach dem überraschenden Wechsel auf der Trainerbank – Arbeloa stieg bekanntlich zum Cheftrainer der ersten Mannschaft der Blancos, und sein Nachfolger wurde, wie schon im letzten Sommer bei der Juvenil A, Julián López de Lerma – tat sich Reals zweite Mannschaft zunächst relativ schwer, obwohl der Übergang rein organisatorisch reibungslos verlief.


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In bisher sechs Partien unter dem neuen Coach kassierte die Castilla zwar nur eine Niederlage, dazu noch beim souveränen Tabellenführer Tenerife, holte aber auch nur einen Dreier. Trotz vier Remis in den letzten sechs Wochen steht man aber weiterhin auf Tuchfühlung zu den Playoffs-Rängen. Vor dem Heimspiel gegen Ponferradina (Sonntag, 12 Uhr) im Estadio Alfredo Di Stéfano (REAL TOTAL wird vor Ort dabei sein) belegen die jungen Blancos zwar den 7. Tabellenplatz, würden aber mit einem Sieg gegen den Tabellenzehnten auf Rang vier vorrücken und wäre sogar punktgleich mit dem Tabellendritten Pontevedra.

Tabelle 3. Liga

  • CD Tenerife: 58 Punkte
  • RC Celta B: 49
  • Pontevedra: 41
  • Lugo 40
  • AD Mérida 39
  • Athletic Club B 39
  • Real Madrid Castilla* 38

Platz 1: direkter Aufstieg, Plätze 2-5: Aufstiegs-Playoffs

*ein Spiel weniger absolviert

Auch Castilla muss nach Manchster

Die Saison 2025/26 ist auch deshalb eine besondere, sogar historische, weil die Castilla auch international unterwegs ist: Erstmals nimmt Reals zweite Mannschaft am Premier League International Cup teil, einem Turnier auf der Insel, bei dem sich diverse U-21-Teams aus Europa mit zweiten Mannschaften englicher Elite-Klubs messen. Die vier Gruppenspiele absolvierte der königliche Nachwuchs noch unter Arbeloa und das durchaus erfolgreich. Nach zwei Siegen (1:0 in Wolverhampton und 2:0 bei Everton) und zwei Remis (jeweils 1:1 in Southampton und bei Manchester City) beendete man die Gruppenphase auf dem zweiten Platz und konnte sich damit für die K.o.-Phase qualifizieren.

Im Viertelfinale kommt es nun zu einem namhaften Aufeinandertreffen – auf Real Madrid Castilla wartet die U21 von Manchester United. Die von López de Lerma trainierte Mannschaft wird dieses K.o.-Spiel ebenfalls als Gast in der nordenglischen Stadt bestreiten, und auch das Halbfinale und das Endspiel werden im K.o.-Modus augetragen werden. Der genaue Termin steht noch aus, das Spiel wird aber aller Voraussicht nach im März stattfinden.

Durchlässigkeit steht im Vordergrund

Trotz der guten sportlichen Aussichten in beiden Wettbewerben besinnt sich die Castilla aktuell mehr denn je auf ihre eigentliche Funktion als Sprungbrett für junge Talente in den Profifußball, im Idealfall in die erste Mannschaft der Königlichen. Mit Raúl Asencio und Gonzalo García gab es in der jüngsten Vergangenheit zwei prominente Beispiele, die den dauerghaften Sprung ins Profiteam der Blancos, dass es aber auch über Umwege gehen kann, beweisen Nico Paz, Jacobo Ramón (beide bei Como), Chema Adrés (Stuttgart) und Víctor Muñoz (Osasuna), die bei anderen Profiklubs auf sich aufmerksam machen. Bei Paz scheint eine Rückkehr nach Madrid schon beschlossene Sache zu sein, bei Ramón und Andrés ist sie zumindest mittelfristig ziemlich aussichtsreich.

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In der ersten Saisonhälfte, während der kurzen Amtszeit von Xabi Alonso als Cheftrainer des ersten Teams der Königlichen, blieb der erhoffte Effekt seiner guten Beziehung zu Arbeloa für eine bessere Integration von Castilla-Talenten ins Profiteam noch weitestgehend aus. Zwar kamen Canteranos wie David Jiménez schon unter dem Basken zu ihren ersten Profi-Einsätzen, was aber im allgemeinen eher die Ausnahme blieb. Unter Arbeloa scheint es für die Jungen mittlerweile um einiges einfacher zu sein, Profuluft mehr als nur kurz zu schnuppern. So kamen César Palacios (im Rückspiel gegen Benfica) und Thiago Pitarch (in Lissabon) sogar in der Champions League zu ihren Debüts bei den Profis, während Jiménez im wichtigen Liga-Spiel in Valencia sogar von Anfang an als Rechtsverteidiger ran durfte, obwohl Trent Alexander-Arnold und Daniel Carvajal ebenfalls im Kader standen. Darüber hinaus nominiert Arbeloa auch weitere vielversprechende Castilla-Akteure wie Manuel Ángel, Joan Martínez oder Daniel Mesonero regelmäßig in sein Spieltagsaufgebot, während Jorge Cestero dort inzwischen Dauergast ist – der Mittelfeldspieler sammelte schon fünf Profieinsätze unter dem ehemaligen Castilla-Trainer.

Damit wird die Kernaufgabe der zweiten Mannschaft wieder ganz klar in den Vordergrund gerückt, ohne dabei jedoch die eigenen sportlichen Ambitionen komplett zu vernachlässigen. Denn sollte sich tatsächlich die Möglichkeit zum Aufstieg in die Segunda División oder zum Titel in England bieten, wird sich Real Madrid Castilla sicherlich nicht dagegen wehren.

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