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·11 de maio de 2026
"Desaströse Chancenverwertung": Fürth verzweifelt und hofft noch

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Die SpVgg Greuther Fürth steht am Abgrund. In Berlin konnte das Kleeblatt eine 60-minütige Überzahl gegen Hertha BSC nicht ausnutzen, sodass am Ende eine 1:2-Niederlage auf der Anzeigetafel stand. Fürth fehlen somit zwei Punkte zum Abstiegs-Relegationsplatz und drei Zähler zum rettenden Ufer. Ein direktes Duell am letzten Spieltag bringt keine Garantie auf den Klassenerhalt.
Zwischenzeitlich sah es für die Spielvereinigung schon wieder so gut aus. Im März konnte sich Fürth über den Strich schießen, verarbeitete Rückschläge und sorgte mit dem eindrucksvollen Auftritt von Top-Torjäger Noel Futkeu gegen den SV Darmstadt 98 noch für Furore. Drei Wochen nach dem 3:2-Sieg gegen die Lilien ist der drohende Absturz in die 3. Liga präsenter als vielleicht je zuvor. Weil die Konkurrenten aufgeholt und überholt haben, steht Fürth nur noch auf Platz 17. Und nicht nur das: Der Rückstand zum rettenden Ufer beträgt genau drei Punkte - und ein schlechteres Torverhältnis.
Nach der 1:2-Niederlage in Berlin machte sich Ernüchterung breit. "Es fällt mir schwer, meine Enttäuschung zu verbergen. Es war ein Auswärtsspiel, das man hätte gewinnen können", erklärte Cheftrainer Heiko Vogel nach der Partie. Nach 32 Spielminuten sah Hertha BSC eine Rote Karte, was Fürth aber nicht ausnutzen konnte. In 60-minütiger Unterzahl erzielten stattdessen die Hausherren zwei Tore. "So hinterlässt dieses Spiel eine bittere Situation für uns", fasste Vogel zusammen. Ein Vorwurf, den er seiner Mannschaft nach Abpfiff machte, war eine "desaströse Chancenverwertung".
Futkeu nahm sich aus der Kritik nicht heraus. "Alle sind enttäuscht, die Fans, wir selbst. Die haben uns gerade zurecht ihren Unmut spüren lassen. Wir waren 60 Minuten in Überzahl, aber haben es leider nicht hinbekommen zu gewinnen", so der 18-fache Torschütze, der zumindest in der Schlussphase noch den Anschluss herstellte. Womöglich ein wichtiger Treffer, denn in der Endtabelle könnte es für Fürth auf die Tordifferenz ankommen. Die Ausgangslage bleibt nämlich brisant: Gewinnt das Kleeblatt am letzten Spieltag das direkte Duell gegen Fortuna Düsseldorf mit einem Unterschied von drei Treffern, dann werden die Franken die Rheinländer noch überholen.
Im Umkehrschluss heißt das aber auch, dass beispielsweise ein 2:0-Sieg maximal zur Teilnahme an der Relegation führen wird. Es kann sich sogar die Konstellation ergeben, dass Fürth trotz eines Erfolges im letzten Spiel gegen Düsseldorf direkt absteigt, wenn dieser zu niedrig ausfällt und Bielefeld parallel gewinnt. Fürth ist auf Schützenhilfe angewiesen - und zwar von Hertha BSC. Die Alte Dame tritt an der Bielefelder Alm an. "Jetzt hoffe ich, dass die Hertha auch auf der Alm gewinnt und wir müssen unsere Hausaufgaben machen. Wir haben unsere Hausaufgaben in dieser Saison zu oft nicht gemacht, deswegen stehen wir jetzt da, wo wir stehen", so Vogel. Und zwar an der Türschwelle zur 3. Liga.







































