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·15 de janeiro de 2026

Drei Bayern-Erkenntnisse nach Köln: Harry, der Libero

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Der FC Bayern gewinnt nach einem Rückstand das Auswärtsspiel beim 1. FC Köln. FCBinside liefert drei Erkenntnisse zur Partie.

Die Bayern fuhren am 17. Spieltag mit dem 3:1 in Köln die nächsten drei Punkte ein. Das Spiel lieferte folgende Erkenntnisse:


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1. Bayern bleiben trotz Rekorden gierig

Dass die Bayern in der Bundesliga schon nach einer Saisonhälfte komplett konkurrenzlos sind, bringt mit sich, dass nach jedem Spiel auf mehrere geknackte oder mögliche Rekorde geschaut wird. Ein Meisterrennen existiert nicht, deshalb spielen die Bayern aktuell in der Liga nur gegen die eigene Historie an. 

In Köln fand also das letzte Spiel der Hinrunde statt und durch den Sieg haben die Bayern von 2025/26 die erfolgreichste Halbserie aller Zeiten hingelegt. 

Trainer Vincent Kompany hat daran mit seiner Arbeit großen Anteil. Man merkte dem Belgier nach dem Spiel an: Ein kleines bisschen stolz ist er schon auf diesen Rekord. Und das kann er auch sein! Eine solche Hinrunde konnte nicht einmal sein Lehrmeister Pep Guardiola bei den Bayern hinlegen.

Trotzdem: Kompanys Ziel sind Titel und keine Rekorde. Das stellte er nach der Partie auch klar: „Es ist eigentlich so ein bisschen ein innerlicher Konflikt mit meiner Mentalität, dass wir mitten in der Saison schon einen Rekord bejubeln. Weil das ist kein Titel.“

Gleichzeitig will Kompany diese Leistung seiner Mannschaft schon gewürdigt sehen: „Ich habe es nur den Jungs gesagt, weil es sind letztendlich die Spieler, die das geschafft haben. Es ist so unfassbar schwierig, egal welchen Rekord zu erzielen, in diesem Verein und in der Bundesliga.“ 

Dann gab Kompany aber gleich den Kurs vor mit Blick auf die Meisterschaft. Seine Ansage an die Spieler: „Ab morgen startet die Rückrunde und dann ist alles wieder auf Null. Also die Hinrunde ist vorbei. Versucht, die Rückrunde zu gewinnen und dann sieht es gut aus!“

2. Harry, der Libero

Mit seinem WM-Spiel 2014 gegen Algerien ging Manuel Neuer in die Fußball-Historie ein. Der deutsche Keeper definierte mit seinem Auftritt das Torwartspiel neu, danach wurde getitelt: „Manu, der Libero“. Neuer beherrschte nicht nur seinen Fünfmeterraum oder den Sechzehner, sondern spielte gleichzeitig eine Art Ausputzer und grätschte Bälle auch auf Höhe der Mittellinie ab. 

Harry Kane hat seinerseits mit seinem Spiel in Köln unterstrichen, dass es beim FC Bayern noch nie einen Mittelstürmer wie ihn gab. Und auch im gesamten Weltfußball findet man kaum einen Neuner mit Kanes Spielweise. Gegen den FC war der Torjäger wirklich überall auf dem Platz zu finden. Wie ein Libero im eigentlichen Sinne. Komplett frei und losgelöst von einer bestimmten Position auf der Taktiktafel.

Kane führte Zweikämpfe an der eigenen Eckfahne, spielte präzise weite Pässe aus dem Mittelfeldzentrum, dann agierte er wieder kurz wie ein Linksaußen oder gab den Innenverteidiger. In gefährliche Situationen vor dem gegnerischen Tor kam er diesmal nicht, aber sein gewaltiger Aktionsradius wird immer mehr zu Kanes Markenzeichen.

Zu Beginn der Saison ließ er sich – gerade wegen der Abwesenheit von Jamal Musiala – oft zurückfallen auf die Zehn. Mittlerweile spielt Kane einfach jede Position. Und hilft dem Team damit gewaltig. Anders als andere Mittelstürmer agiert Kane komplett uneigennützig und stellt sich in den Dienst der Mannschaft.

In den Highlight-Videos des Köln-Spiels wird er damit nicht oft zu sehen sein. Aber „Harry, der Libero“ könnte dieses Jahr zum entscheidenden Faktor auf dem Weg zu Titeln sein.

3. Kim und Ito sammeln Punkte

Minjae Kim stand zuletzt oft in der Kritik. Der Südkoreaner zeigte sich fehleranfällig, hatte mit Blessuren zu kämpfen und verlor seinen Stammplatz an Jonathan Tah. In Köln durfte Kim neben ihm von Beginn an ran, Dayot Upamecano bekam eine kurze Pause. Und Kim nutzte seine Chance. Der 29-Jährige zeigte ein starkes Spiel, war konsequent im Zweikampf, verhinderte mit einem langen Sprint eine Kölner Großchance und erzielte per Kopf sogar den Treffer zum 2:1 für die Bayern. Dafür verdiente er sich die FCBinside-Note 2.

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Foto: IMAGO

Genau wie Hiroki Ito, der als Linksverteidiger in der Startelf stand, wo zuletzt der jetzt verletzte Josip Stanisic spielte. Ito überzeugte mit konsequenter Zweikampfführung und großer Ruhe am Ball. Auch nach vorne schaltete sich der Japaner mit ein. Den Treffer von Kim bereitete er per Kopf vor.

Kurz gab es einen Schreckmoment, als Ito sich das Knie verdrehte und behandelt werden musste. Es konnte aber weitergehen für den Verteidiger, der mit zwei Mittelfußbrüchen schon so viele Spiele verpasst hatte.

Eine Verletzung wäre für die Bayern richtig bitter gewesen. Der ohnehin schon dünne Kader ist aktuell ziemlich überstrapaziert. Umso beruhigender für Kompany und die Bayern-Fans, dass auf Spieler wie Kim und Ito auch Verlass ist. Die beiden konnten in Köln bei ihren Einsätzen von Beginn an Punkte sammeln. Für den FCB stehen sieben Spiele in 21 Tagen an. Kim und Ito werden dabei sicher auch noch einige Einsatzminuten sammeln.

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