Ein besonderes Jubiläum: Die A-Jugendmeister von 2016 zwischen Profifußball, Amateurbereich und neuen Wegen | OneFootball

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VfL Osnabrück

·05 de junho de 2026

Ein besonderes Jubiläum: Die A-Jugendmeister von 2016 zwischen Profifußball, Amateurbereich und neuen Wegen

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Auf den Tag genau zehn Jahre sind vergangen, seit die A-Junioren des VfL Osnabrück am 5. Juni 2016 die Rückkehr in die A-Junioren-Bundesliga perfekt machten. Für viele Spieler war der Meistertitel in der Regionalliga Nord der Höhepunkt ihrer Jugendzeit beim VfL. Während einige später den Sprung in den Profifußball schafften, schlugen andere Wege im Amateurfußball oder sogar außerhalb des Spielfelds ein. Ein Blick zurück auf die Aufstiegsmannschaft von 2016 zeigt, wie unterschiedlich sich die Karrieren der damaligen Nachwuchskicker entwickelt haben.

Mit einem furiosen 7:0-Erfolg gegen den SC Borgfeld krönte die Mannschaft von Trainer Daniel Thioune vor zehn Jahren eine überragende Saison und sicherte sich vor rund 800 Zuschauern auf der Illoshöhe vorzeitig die Meisterschaft in der Regionalliga Nord. Mit 62 Punkten aus 26 Spielen und lediglich 17 Gegentoren (bei 80 selbstgeschossenen Toren) war der Aufstieg mehr als verdient. Ein Jahr zuvor verpasste man die Rückkehr in die höchste deutsche Nachwuchsspielklasse unter Cheftrainer Joe Enochs noch denkbar knapp in der Relegation gegen Viktoria Berlin.


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Das Tor der Aufstiegsmannschaft hütete Leon Tigges. Gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Steffen Tigges durchlief er die Jugendabteilung des VfL und wurde nach der A-Jugend gemeinsam mit seinem Bruder in den Profikader der Osnabrücker hochgezogen. Dort stand Tigges in den letzten vier Pflichtspielen der Saison 2017/18 zwischen den Pfosten, konnte dabei aber keinen Sieg mit den Lila-Weißen einfahren. Anschließend zog es den Schlussmann zu Alemannia Aachen, für die er zweimal auflief. Mit der Alemannia feierte er den Gewinn des Mittelrheinpokals. Über den VfL Vichttal und den SV Rödinghausen landete Leon Tigges im Sommer 2023 schließlich beim TuS Bersenbrück, für den er 13-mal auflief. Seit Sommer 2024 ist der 27-Jährige vereinslos.

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Ebenfalls in Rödinghausen und Bersenbrück auf dem Rasen stand nach seiner Zeit beim VfL auch Ersatzkeeper Niklas Groß. In sieben Pflichtspielen hütete er den Kasten der Bersenbrücker, ehe er 2020 zum SV Büren 2010 wechselte. Mit Oliver Winkler, Patrick Klug und Ilijan Ridic spielten zuletzt gleich drei weitere Akteure der Meistermannschaft von 2016 beim SV Büren. Als der VfL zu Beginn der Vorbereitung im Juni 2025 das erste Testspiel gegen den SV Büren bestritt, stand jedoch nur Ilijan Ridic auf dem Platz. Der Stürmer wechselt in diesem Sommer innerhalb des Osnabrücker Amateurfußballs zum SSC Dodesheide.

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Patrick Klug spielte nach der Meistersaison der lila-weißen A-Junioren eine Spielzeit für die Zweitvertretung der Lila-Weißen und zog dann für ein Studium in die USA. Dort spielte er für die College-Mannschaft des Indian Hills Community College in Iowa. Ebenfalls in die USA zog es auch Krenar Krasniqi. Dort lief der Mittelfeldspieler für die Montevallo Falcons (University of Montevallo) und den UAB Blazers (University of Alabama at Birmingham) auf. Mittlerweile ist auch Krasniqi wieder zurück in seiner Heimat und spielt seit November 2025 für den Oberligisten FC Eintracht Rheine. Damit verpasste er knapp seinen ehemaligen Mannschaftskollegen Jonas Burke. Der Mittelstürmer, der beim 7:0-Sieg das zwischenzeitliche 2:0 erzielte, war bis September 2024 Teil der ersten Herrenmannschaft von Eintracht Rheine, hing die Fußballschuhe dann aufgrund des hohen Zweitaufwand jedoch auf.

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Ebenfalls nicht mehr im Fußball aktiv sind die ehemaligen A-Jugendmeister Robin Janowsky, Luca Schweder, Milan Hartke, Marius Mause und Benjamin Grismann. Mit Zidane Atalan (SV Davaria Davensberg), Lorenz Lahmann-Lammert (Bramfelder SV), Justin-Marc Manske (SC Herford) sind weitere Leistungsträger von damals noch im Amateurbereich aktiv. In der fünften Liga läuft dagegen Yannik Nuxoll auf. Der 28-Jährige spielt in der abgelaufenen Saison lange Zeit in der Oberliga Hamburg mit dem TuS Dassendorf um den Aufstieg in die Regionalliga Nord mit. An der Seite der Ex-Profis Martin Harnik und Max Kruse wurde der Innenverteidiger am Ende jedoch nur Dritter. Zuvor trug er unter anderem auch das Trikot des SV Meppen und von Eintracht Norderstedt.

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Zwar nicht mehr selbst mit dem Ball am Fuß aktiv, aber trotzdem ganz oben in der Fußballwelt angekommen ist der ehemalige Innenverteidiger Michael Hasemann. Nachdem er für die Zweitvertretung des 1. FC Köln in der Regionalliga West auflief, war er für verschiedene Vereine in der fünftklassigen Mittelrheinliga aktiv. Währenddessen begann Hasemann ab September 2019 seine Tätigkeit als Spielanalyst für verschiedene U-Nationalmannschaften des DFB. Im Oktober 2024 folgte er dem Ruf von Hansi Flick und wurde Spielanalyst des FC Barcelona. Mit den Katalanen feierte er in den vergangenen zwei Jahren zwei Meisterschaften sowie den Gewinn des spanischen Pokals und des Superpokals.

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Ebenfalls in Feierlaune zeigten sich vor wenigen Wochen Steffen Tigges und Sebastian Klaas. Dank des 2:1-Erfolgs gegen den VfL Wolfsburg im Rückspiel der Relegation feierten die beiden mit dem SC Paderborn den Aufstieg in die Bundesliga. Sebastian Klaas, der 74-mal für die Profis des VfL auflief und Teil der Meistermannschaft von 2018/19 war, stand in beiden Relegationsspielen in der Startelf. Für den 27-Jährigen werden es in der kommenden Saison die allerersten Bundesligaspiele sein.

Anders ergeht es dagegen Steffen Tigges. Der Mittelstürmer ging bereits für Borussia Dortmund und den 1. FC Köln in der Bundesliga auf Torejagd und sammelte auch internationale Einsatzminuten in der Champions League und der UEFA Europa Conference League. Der 1,94 Meter große Offensivmann ist mit weitem Abstand der Spieler aus der Meistermannschaft von 2016, der die meisten Trophäen in seiner bisherigen Karriere sammelte. Mit dem VfL feierte er, genau wie Sebastian Klaas, den Gewinn des Niedersachsenpokals 2016/17 sowie die Drittligameisterschaft 2018/19. Daraufhin folgte der Wechsel zum BVB, bei dem er sowohl für die Zweitvertretung als auch für die Profis auflief, sodass er in der Saison 2020/21 die Meisterschaft in der Regionalliga West sowie den DFB-Pokal gewann. Auch beim 1. FC Köln konnte Tigges mit dem Meistertitel in der 2. Bundesliga 2024/25 einen weiteren Titel feiern. Mit dem Aufstieg in die Bundesliga kommt es in der kommenden Spielzeit zu einem Wiedersehen mit Daniel Thioune, dem Meistertrainer von 2016.

Der 51-Jährige ist seit Februar dieses Jahres beim SV Werder Bremen tätig und erfüllte sich damit den langersehnten Traum in der höchsten deutschen Spielklasse tätig zu sein. Beim VfL begleitete er Tigges und Klaas nicht nur in der A-Jugend, sondern war auch bei den Profis ihr Cheftrainer. Von Oktober 2017 bis Juli 2020 stand er an der Bremer Brücke an der Seitenlinie, ehe es ihn, gemeinsam mit Merlin Polzin, zum Hamburger SV zog. Nach 32 Pflichtspielen, wurde Thioune jedoch kurz vor dem Saisonfinale, als man auf den vierten Platz abrutschte, entlassen. Im Februar 2022 heuerte er schließlich bei Fortuna Düsseldorf an, mit denen er 2024 haarscharf am Bundesligaaufstieg in der Relegation gegen den VfL Bochum scheiterte. Thiounes Co-Trainer von damals, Kolja Zeugner, ist mittlerweile Trainer in der Kreisliga A Steinfurt. Mit dem TuS Laer gewann er jüngst die Meisterschaft und wird somit bald in der Bezirksliga Westfalen an der Seitenlinie stehen.

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Auch wenn sich die Wege der Spieler und Trainer mittlerweile in alle Richtungen entwickelt haben, verbindet sie bis heute ein gemeinsames Kapitel der VfL-Geschichte. Der Aufstieg in die A-Junioren-Bundesliga war nicht nur die Krönung einer herausragenden Saison, sondern auch der Startschuss für zahlreiche individuelle Geschichten. Einige Akteure schafften den Sprung in den Profifußball und bis in die Bundesliga, andere fanden ihre sportliche Heimat im Amateurbereich oder machten abseits des Rasens Karriere. Auch zehn Jahre nach dieser besonderen Saison bleibt die Mannschaft von 2016 ein prägender Teil der jüngeren VfL-Geschichte – als Team, das sportlich überzeugte und dessen Spieler bis heute auf ganz unterschiedlichen Wegen mit dem Fußball verbunden sind.


Text: Jendrik Greiwe Fotos: osnapix

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