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·31 de julho de 2026
Ein FC-Dilemma? Die komplizierte Suche nach der Schlüsselposition

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Simon Bartsch
31 Juli, 2026
Die Verpflichtung von Edson Álvarez ist mindestens abgekühlt, die von Ellyes Skhiri soll vom Tisch sein. Wie heiß Rani Khedira war oder ist, ist nicht klar. Die Kölner suchen weiter nach ihrem Sechser. Und diese Suche gestaltet sich schwierig.
Thomas Kessler am Telefon
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Weitestgehend gutes Wetter, tolle Bedingungen, perfekte Kulisse und laut Trainer René Wagner hat auch die Intensität und natürlich die Stimmung bei und unter den Spielern gestimmt. Das Trainingslager in Kitzbühel hat ziemlich viel von „gut gelungen“ – auch, wenn die letzte Testbegegnung noch nicht gespielt ist. Mit einem Makel wird der Kölner Tross dann am Freitag aber wieder nach Hause reisen. Denn eigentlich hatte sich der FC vorgenommen, noch den ein oder anderen Spieler in Österreich zu präsentieren. Wohl gemerkt, neue Spieler. Zwar reiste mit Gideon Mensah noch ein Transfer zum Team nach, allerdings eben ein bereits lange verpflichteter, der aufgrund von Sonderurlaub und Infekt noch nicht zur Mannschaft gestoßen war. Einen Wechsel (auf Zugangsseite) gaben die Kölner in Österreich nicht bekannt. Und das, obwohl die fehlenden Schlüsselpositionen so klar benannt sind. Thomas Kessler betonte am Donnerstag in einer Medienrunde, dass man noch einen Sechser und einen Linksverteidiger suche. Weitere Transfers sind auch nicht ausgeschlossen.
Tatsächlich soll dem Sechser eine zentrale Rolle zukommen. Gerade auf der Position im defensiven Mittelfeld „sind wir natürlich noch auf der Suche, da etwas zu realisieren“, so Kessler, der Zeitpunkt sei noch nicht da. „Da müssen wir noch ein bisschen Geduld haben.“ Die Kölner wollen einen defensiven Mittelfeldspieler verpflichten, der Verantwortung übernimmt, im Bestfall ein Leader ist, der die jungen Spieler wie Paul Okon-Engstler oder vielleicht auch Reigan Heskey lenken oder führen kann. Dazu soll der Spieler über die nötige Erfahrung verfügen und natürlich die nötige Qualität mitbringen. Man könnte meinen, dass die Suche in Zeiten der Digitalisierung ein leichtes wäre. Immerhin erklärte Kaderplaner Tim Steidten ebenfalls in Kitzbühel, wie sich das Scouting in Zeiten der Digitalisierung verändert habe und man mit einzelnen Filtern die richtigen Spieler für die richtigen Räume finden könne. Doch ganz so schnell geht es nicht.
Am Donnerstag ploppte die Meldung des „Kickers“ auf, dass Ellyes Skhiri nicht nach Köln wechseln würde. Es ist kein Geheimnis mehr, dass sich die Geißböcke um die Dienste des Ex-Spielers bemüht haben. Skhiri soll Frankfurt verlassen, der Mittelfeldspieler hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass er Köln noch immer verbunden sei und die Liaison zwischen Spieler und Verein hat bereits trefflich funktioniert. Man könnte also meinen, Verhandlungen mit dem Tunesier, der wahrlich nicht die beste Saison und schon mal gar nicht die beste WM hinter sich hat, könnten schnell zu einem positiven Ergebnis führen. Haben sie offenbar nicht. Knackpunkt könnte dem Vernehmen nach – zumindest über einen langen Zeitraum – das Gehalt des Spielers gewesen sein. Ähnlich im übrigen wie bei Edson Álvarez, mit dem es auch Gespräche gegeben hat, dessen bisheriges Salär aber auch die Vorstellungen der FC-Bosse sprengen dürfte.
Aktuell fehlt den Kölnern also ein weiterer Sechser. „Du hast immer die Möglichkeit, Planpositionen schnellstmöglich zu schließen. Aber uns geht es nicht darum, das schnellstmöglich zu tun, sondern eben richtig zu tun“, sagte Kessler. Aber was ist richtig? Dass der FC nicht überschnell handelt und in blinden Aktionismus verfällt, ist wohl ein sinnvoller Schritt. In den vergangenen Jahren gab es schließlich genug Spieler, die verpflichtet wurden und weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind. Wenn man ehrlich ist, wurde die Lücke, die ausgerechnet Skhiri 2023 gerissen hat, nie wirklich gestopft. Und das auf einer so zentralen Position. Doch zurzeit mag man sich kaum an Saisonprognosen beteiligen, weil der Kader eben noch nicht fertig ist – gerade, weil der zentrale Punkt im Zentrum – zumindest in der gesuchten Form – noch fehlt. Und das zeigt ein wenig das Dilemma, in dem die Kölner Kaderplaner aktuell stecken könnten.
Denn mit dem Testspiel gegen die Hertha endet bereits die dritte Woche der Saisonvorbereitung für die Geißböcke und damit eine nicht unwichtige Phase. Zumal es „nur“ noch drei Wochen bis zum ersten Pflichtspiel sind. Gerade eben der zentrale Punkt des Kaders, ein wichtiger Teil der Achse, würde dem Team zum jetzigen Zeitpunkt sicher nicht schlecht tun, hätte auch im Trainingslager, in dem das Team laut Wagner enger zusammen gewachsen ist, gut getan. Doch von dem routinierten Sechser fehlt jede Spur. Die Ideallösung wäre also offenbar ein Sechser der Marke „Skhiri“ oder „Álvarez“, das aber finanziell zu bewerkstelligen. Und da wird es offenbar schwierig. „Nicht alles, was wir tun, ist ein Wunschkonzert“, so Kessler: „Wir wissen um unsere finanziellen Möglichkeiten, die sind nun mal – gerade auch im Faktor Zeit – manchmal limitiert, sodass sie uns ein Stück weit drosseln. Wenn ich unendliche Ressourcen hätte, könnte ich schon früher ins Portemonnaie greifen, um Dinge umzusetzen.“
Möglicherweise gibt es also das Abwägen zwischen spielerischer Wunschvorstellung und wirtschaftlichen Möglichkeiten – auf einer Seite müssen Abstriche gemacht werden. Vielleicht wäre es aber auch ein günstiger Zeitpunkt, das Thema Gehaltsvorstellung zumindest in gewisser Weise zu überdenken – ohne die eigenen Prinzipien zu verlieren. Kessler betonte am Donnerstag auch, dass sich der Transfermarkt noch bewege. Heißt: Es wird noch viel passieren und möglicherweise kommt noch der passende Sechser auf den Markt. Darauf setzt der Geschäftsführer Sport der Geißböcke. Wie auch immer der Weg aussieht, es wäre gut, wenn es am Ende nach unverrichteter Sechser-Dinge nicht heißt, man sei mit dem aktuellen Kader zufrieden. Denn das war in der jüngeren Vergangenheit nicht immer ein gutes Zeichen.







































