Miasanrot
·27 de março de 2026
FC Bayern: Im Training einstudiert – Wie Barcala Manchester geknackt hat

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Trotz der Rückkehr von Momoko Tanikawa vom Asien-Cup verzichtete José Barcala auf das Supertalent in der Startelf des FC Bayern in der Partie gegen Manchester United. Neben Jetlag und Belastungssteuerung gab es auch einen taktischen Grund.
Im Hinspiel des Champions-League-Viertelfinals gegen Manchester United stellte Bayern-Trainer José Barcala wie schon gegen Köln und Essen Bernadette Amani gemeinsam mit Georgia Stanway auf die Doppelsechs.
Arianna Caruso konnte dadurch die Zehnerrolle übernehmen – trotz der Rückkehr von Supertalent Momoko Tanikawa vom Asien-Cup.
Eine nachvollziehbare und vernünftige Entscheidung. Schließlich hatte die 20-Jährige einigen Partien fpr Japan in den Beinen und die Belastung durch die Flugreise nach München. Doch Barcala zufolge spielten taktische Gründe ebenso eine Rolle – die auch funktionierten.
Die Japanerin Hinata Miyazawa auf Seiten der Red Devils, die im Halbfinale und Finale der Asien-Cup-Siegerinnen sogar auf mehr Einsatzzeit als Tanikawa kommt, wurde immerhin gleich wieder von ManU-Coach Marc Skinner in die Startelf beordert. Eine Rückkehr von Tanikawa in die erste Elf war also rein theoretisch möglich. Beispielsweise auf der Sechserposition.
Doch Barcala setzte mit Amani bewusst auf ein anderes Profil neben Stanway, „da sie uns ein wenig mehr defensive Stabilität geben kann“, wie der Spanier auf der obligatorischen Spieltagspressekonferenz vor dem Duell gegen den 1. FC Nürnberg verriet.
Tanikawa, aber auch Caruso oder Stanway sehe er als sehr offensive Profile auf dieser Position. Und in der Champions League müsse man das Augenmerk umso mehr „auf defensive Umschaltmomente sowie erste und zweite Bälle legen“.
Die Wahl fiel bekanntlich auf die italienische Nationalspielerin als Zehnerin – aus gutem Grund. Mit viel Freiraum sollte sich Caruso zwischen den Linien hin und her bewegen, da sie über eine hohe Spielintelligenz in diesem Teil des Spielfelds verfüge „und so anderen Spielerinnen Räume im letzten Drittel verschaffen kann“ – wie beim 1:0. Ein Spielzug, der laut Barcala sogar einstudiert war.
Der Spanier führt aus, dass man ein aggressives Manchester erwartet hatte, das den Fokus im Pressing auf die beiden Sechserinnen der Bayern legt. Caruso sollte sich dann immer wieder schnell von ihrer Position vertikal nach hinten bewegen, damit sie eine der beiden Innenverteidigerinnen der Red Devils aus der Kette zieht.
So konnte man Pernille Harder mit ManUtd.-Verteidigerin Le Tissier in der letzten Linie komplett isolieren, da die Außenverteidigerinnen ebenfalls von den Flügelspielerinnen Kett und Dallmann gebunden waren. Dadurch bekam die freigelaufene Caruso beim Führungstreffer der Bayern den Ball an der Seitenline, drehte sich kurz auf und spielte den Pass sofort in die Tiefe. „Sie wusste, dass wir ein 1-gegen-1 in der letzten Linie haben“, erklärt Barcala seinen Plan, das Pressing der Red Devils zu knacken.
Und dieser Plan ging bereits in der dritten Spielminute auf. „Sie ist klug, sie versteht das“, lobte Barcala die 26-Jährige. Sie könne sehr präzise Pässe in die Spitze spielen. Gleichzeitig betonte der Spanier, dass Tanikawa „diesen Job“ natürlich ebenso machen könne.
Zu welchem taktischen Mittel Barcala im Rückspiel in der Allianz Arena (1. April) greifen wird, ist somit noch nicht beantwortet. Auf Miasanrot-Rückfrage, was der Unterschied zwischen Tanikawa und Caruso sei, ließ sich der Übungsleiter nicht in die Karten schauen.
Er möge es nicht, Spielerinnen miteinander zu vergleichen, so Barcala lobte dann doch den Youngster aus Asien. Tanikawa sei eine Spielerin, „die selbst unter Druck im Ballbesitz in der Lage ist, nach vorne zu spielen. Sie kann das Pressing durchbrechen“ und könne Pässe mit dem ersten Kontakt spielen, wo andere eine zusätzliche Ballberührung bräuchten.
Beide Spielerinenn werden am Samstag gegen den 1. FC Nürnberg eine weitere Chance bekommen, auf sich aufmerksam zu machen. Der Spieltagskader wird gegen die Franken nämlich unverändert sein, Klara Bühl, Jovana Damnjanović und Katharina Naschenweng würden zwar Fortschritte machen, hätten aber nach ihren Verletzungen alle noch nicht mit dem Team trainiert.
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