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·18 de abril de 2026
Fußball heute: 1.Bundersliga-Trainerin verliert – Eta-Debüt geht schief

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Marie-Louise Eta hat ihr historisches Debüt als Cheftrainerin von Union Berlin mit einer Niederlage begonnen. Gegen den VfL Wolfsburg unterlag der Club aus Köpenick mit 1:2 (0:1) und verpasste damit ein dringend benötigtes Erfolgserlebnis im Abstiegskampf. Für Wolfsburg, das seit Wochen auf ein Lebenszeichen gewartet hatte, war es ein enorm wichtiger Befreiungsschlag.
Union Berlins Trainerin Marie-Louise Eta begrüßt herzlich den gegnerischen Trainer vor dem Bundesliga-Heimspiel an der Alten Försterei gegen den VfL Wolfsburg 2026 – eine seltene Begegnung zweier Cheftrainer auf Augenhöhe in der Bundesliga. (Getty Images)
Nach Schlusspfiff wirkte Eta zunächst gefasst, schüttelte am Ende ihres Premierenauftritts aber auch den Kopf. Verzweifelt hatten die Profis von Union noch versucht, der Pionierin wenigstens einen Punkt zu schenken – ohne Erfolg. Eta sagte anschließend bei Sky: „Ich war total im Fokus, es geht um Fußball, es geht nicht um mich“ und richtete den Blick direkt auf die Leistung: „Das Ergebnis zeigt nicht das, was die Leistung gezeigt hat. Ich kann den Jungs keinen großen Vorwurf machen.“
Die 34-Jährige hatte die Mannschaft nach dem Spiel sofort zu sich gerufen, klare Worte gefunden und das Team auf den Abstiegskampf eingeschworen. Ihr Debüt hatte schon vor dem Anpfiff europaweit für Aufsehen gesorgt: Die Berufung der U19-Trainerin zur Nachfolgerin des am vorigen Wochenende entlassenen Steffen Baumgart schlug hohe Wellen. Auch in der Alten Försterei war die Aufmerksamkeit riesig, Fotografen begleiteten Eta bei den Interviews auf Schritt und Tritt, und die rund 20.000 Union-Fans begrüßten sie bei der Mannschaftsaufstellung als „Fußballgöttin“.
Sportlich begann Union bemüht, hatte aber wie so oft in dieser Saison nach vorn zunächst Probleme. Wolfsburg kam etwas besser in die Partie und ging durch Patrick Wimmer in Führung: In der 11. Minute verwertete er eine ansehnliche Kombination von der Strafraumkante mit dem Außenrist. Für einen Moment wurde es still in dem sonst so lautstarken Stadion.
Union ließ sich vom Rückstand nicht aus dem Tritt bringen und drängte auf den Ausgleich. Ein Distanzschuss von Ansah strich in der Nachspielzeit der ersten Hälfte nur knapp vorbei. Zur Pause klatschte Eta ihre Spieler aufmunternd ab, doch direkt nach dem Seitenwechsel verschliefen die Berliner den Start komplett. Nur 29 Sekunden nach Wiederanpfiff erhöhte Dzenan Pejcinovic nach einem Unioner Ballverlust aus 16 Metern frei zum 2:0.
Mit dem zweiten Gegentor erhöhte Union den Druck spürbar, doch Wolfsburgs Keeper Kamil Grabara hielt mehrfach stark. Erst Oliver Burke brachte die Gastgeber in der 86. Minute nach einem Konter mit dem Anschluss wieder heran. In der Nachspielzeit vereitelte Grabara dann überragend auch eine große Möglichkeit von Doekhi.
Christopher Trimmel ordnete die kurze Vorbereitungszeit für Eta ein und lobte trotz der Niederlage die Arbeit der neuen Chefin: Es sei „natürlich schwierig“ gewesen, in der kurzen Zeit „die neuen Inhalte so reinzukriegen, dass du gleich alles umsetzen kannst. Das wäre für jeden Trainer schwierig gewesen“, sagte der Kapitän. Gleichzeitig betonte er: „Trotz der Pleite sei ‚vieles‘ aufgegangen: ‚Das war eine gute, positive Woche, auch auf dem Platz war es wirklich in Ordnung.'“
Für Union bedeutet die Niederlage, dass das Team nun sechs Punkte vor dem Relegationsrang 16 liegt, auf dem der FC St. Pauli steht. Wolfsburg rückte dagegen auf dem Abstiegsrang 17 nach zwölf Spielen ohne Sieg bis auf zwei Punkte an die Kiezkicker heran. Maximilian Arnold fasste die Erleichterung der Gäste so zusammen: „Der war heute brutal wichtig“, sagte er, ehe er ergänzte: „Die letzten Wochen haben wir nur auf die Fresse bekommen.“
Die Treffer für die Niedersachsen erzielten Wimmer (11.) und Pejcinovic (46.), Burke verkürzte für Berlin erst spät in der 86. Minute.









































