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·03 de junho de 2026
Fußball heute: Deutsche Nationalmannschaft legt in Chicago los – am Samstag nächstes Länderspiel

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Die deutsche Nationalmannschaft ist in Chicago vor der FIFA WM 2026 angekommen und hat direkt mit der Vorbereitung auf die Generalprobe gegen die USA begonnen. Nach der Einreise, dem verspäteten Eintreffen von Kai Havertz und einer ersten Nacht im Waldorf Astoria stand für das DFB-Team am Mittwoch das erste Geheimtraining beim MLS-Klub Chicago Fire an. Im Mittelpunkt stehen neben der sportlichen Einstimmung vor allem die Akklimatisierung und der Umgang mit den erwarteten klimatischen Herausforderungen in den USA. Am Samstag steht das nächste DFB Länderspiel gegen Gastgeber USA an.

Bundestrainer Julian Nagelsmann steht inmitten seiner Spieler auf der Gangway, als die deutsche Nationalmannschaft am 2. Juni 2026 am Frankfurter Flughafen zur Fußball-Weltmeisterschaft 2026 abreist. Neben dem Coach drängen sich die Profis dicht zusammen, im Hintergrund weht eine Lufthansa-Flagge zum 100-jährigen Jubiläum der Airline. Vor dem Abflug stellte sich der gesamte Tross zum gemeinsamen Foto, bevor es über Chicago in das Teamquartier nach North Carolina ging. Christian Kaspar-Bartke / Getty Images Europe via Getty Images
Bundestrainer Julian Nagelsmann bat seine Auswahl um 11.00 Uhr Ortszeit auf das Trainingsgelände von Chicago Fire. Die Einheit diente vor allem dazu, sich so schnell wie möglich an die Bedingungen vor Ort zu gewöhnen. Kapitän Joshua Kimmich beschrieb die Stimmung als hoch fokussiert: „Jeder weiß, was bevorsteht. Jeder ist sehr motiviert. Man hat das Gefühl, dass sich jeder extrem reinhaut.“
Havertz kam nach dem verlorenen Champions-League-Finale unter großem Hallo im Mannschaftshotel an. Für den WM-Test am Samstag gegen die USA in Chicago, Anstoß ist um 20.30 Uhr MESZ und 13.30 Uhr Ortszeit (live auf RTL), hat Nagelsmann dem Offensivmann bereits einen Platz in der Startelf zugesichert.
Der letzte Härtetest vor dem Turnier kann sportlich schon ein Vorgeschmack auf das XXL-Event sein, klimatisch aber erst recht. Bei schwülwarmen Bedingungen sind in Chicago auch Gewitter möglich, vom ersten Spaziergang der Mannschaft zum Lake Michigan und der Trainingseinheit in der Sonne bekamen die Profis davon zunächst nichts mit. Am Donnerstag sollen die Temperaturen in der drittgrößten US-Metropole allerdings bereits auf 30 Grad steigen.
Solche Bedingungen könnten auch bei der am 11. Juni beginnenden WM in den USA, Mexiko und Kanada eine zentrale Rolle spielen. Nagelsmann will das jedoch nicht als Ausrede gelten lassen. „Das Wichtigste ist, dass das Klima für alle Teams gleich ist“, sagte der 38-Jährige. „Natürlich gebe es Mannschaften, die es vielleicht mehr gewöhnt sind als wir. Aber ich finde, dass sehr viel davon abhängt, wie du das als Trainer und als Trainerteam vorlebst.“
In den klimatisierten Zimmern des Fünf-Sterne-Hotels kommt die Mannschaft erwartungsgemäß nicht ins Schwitzen. Gleichzeitig weiß nicht nur der Bayern- und Dortmund-Block aus eigener Klub-WM-Erfahrung, wie belastend die Temperaturen in den USA werden können, auch Rudi Völler kennt die Tücken. Der DFB-Sportdirektor erinnerte an die WM 1994 und das letzte Vorrundenspiel gegen Südkorea in Dallas, das Deutschland 3:2 gewann. „Selbst wenn einer ein bisschen mehr gewöhnt ist, sind 40 Grad trotzdem warm“, sagte Völler.
Völler berichtete zudem von einer damaligen Szene mit Berti Vogts: „Berti wollte mich eigentlich aufstellen. Ich sagte zu ihm: Berti, ich bin 34 Jahre alt, das wäre mir zu heiß. In der nächsten Runde ja, gerne, aber nicht heute.“ Ergänzend fügte er mit Blick auf die heutige Lage an: „Dallas hat mittlerweile ein Dach, da ist es zehn Grad kühler. Man kann da mittlerweile Fußball spielen.“

Rudi Völler, Sportdirektor des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), spricht am 27. Mai 2026 bei einer Pressekonferenz im adidas HQ Homeground Herzo-Base in Herzogenaurach mit den Medien. Das DFB-Team bereitet sich auf die bevorstehenden Länderspiele vor, bevor es zur FIFA Weltmeisterschaft 2026 in die Vereinigten Staaten reist. Alexander Hassenstein / Getty Images Europe via Getty Images
Der Weg zum fünften Stern führt für die deutsche Auswahl ohnehin zunächst nicht über Dallas. Trotzdem ist Nagelsmann gemeinsam mit der medizinischen Abteilung gefordert. „Wir haben ein hervorragendes medizinisches Team, das extrem viele Maßnahmen getroffen hat, um die Körpertemperatur runterzukühlen während des Spiels“, sagte der Bundestrainer. Dazu kommen die Trinkpausen in beiden Halbzeiten, die der Coach ausdrücklich begrüßt.
Auch im Training setzt der Stab auf Abkühlung. Die Spieler können sich dabei „ein eiskaltes Handtuch in den Nacken“ legen, um „die Trainingsqualität und die Frische der Spieler aufrechthalten“, wie Nagelsmann erklärte. Ausreden will die Mannschaft dennoch nicht gelten lassen. Nico Schlotterbeck räumte ein: „Es sei zwar nicht leicht, aber jeder spielt mit den gleichen Bedingungen, deswegen hoffe ich, dass wir das am besten hinkriegen.“
Und so extrem wie bei der WM 1994 soll es für die DFB-Elf nicht werden. Jürgen Kohler hatte damals den berühmten Stinkefinger von Stefan Effenberg in Richtung der Fans nicht einmal mitbekommen. „Es war so heiß, ich hatte gar keine Energie, auf irgendetwas anderes außer den Ball zu schauen“, sagte der Weltmeister von 1990.







































