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·28 de março de 2026
Fußball heute Nationalmannschaft – Wer war der Beste auf dem Platz? Zwei Tore, zwei Vorlagen

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·28 de março de 2026

Florian Wirtz war der beste Mann auf dem Platz: zwei Tore, zwei Vorlagen beim 4:3 (2:2)-Erfolg der deutschen Nationalmannschaft gegen die Schweiz. Seine Vorstellung in Basel ließ Teamkollegen, Gegner und Bundestrainer ins Schwärmen geraten und stellte viele Kritiker aus England in den Schatten. Als „seitlicher Zehner“ dominierte er das Spiel, bereitete Räume vor und erzielte spektakuläre Treffer in die obere Ecke. Gleichzeitig steht für den 22-Jährigen nun die Rückkehr zu zwei anspruchsvollen Spielen mit dem FC Liverpool bevor.

Florian Wirtz führt den Ball beim Freundschaftsspiel zwischen der Schweiz und Deutschland am 27. März 2026 im St. Jakob-Park in Basel. Alex Grimm / Getty Images
Florian Wirtz zeigte im neuen DFB-Trikot der deutschen Nationalmannschaft beim Erfolg gegen die Schweiz ein nahezu perfektes Spiel und bringt Kollegen, den Bundestrainer und auch Gegner ins Schwärmen. Als „seitlicher Zehner“ widerlegt er zudem Kritiker in England.
„Er versteht das Spiel komplett anders als die anderen.“ Dieser Satz muss nicht zwingend ein Kompliment sein, er könnte auch das Gegenteil sein. In diesem Fall war es aber ein Kompliment, er war der Höhepunkt des Lobliedes.
Der Satz kam aus dem Mund von Granit Xhaka, der ja selber dafür bekannt ist, ein Spiel besser zu verstehen als viele andere. Der Kapitän der Schweizer Mannschaft schwärmte von Florian Wirtz, seinem ehemaligen Kollegen bei Bayer Leverkusen. Zwei Jahre habe er dort „die Ehre gehabt, mit ihm die Kabine zu teilen“.
| St. Jakob-Park | 27.3.2026-20:45

Schweiz
S S U S U
3 : 4
Endergebnis

Deutschland
S S S S S
Dan Ndoye
17'
B. Embolo
41'
Joël Monteiro
79'
Jonathan Tah
26'
Serge Gnabry
45'+2'
Florian Wirtz
61'
Florian Wirtz
86'
| Schiedsrichter: C. Kavanagh | Halbzeit: 2-2
1
G. Kobel
13
R. Rodríguez
5
M. Akanji
4
N. Elvedi
3
S. Widmer
22
F. Rieder
10
G. Xhaka
8
R. Freuler
11
Dan Ndoye
7
B. Embolo
17
R. Vargas
1
Oliver Baumann
22
David Raum
4
Jonathan Tah
15
Nico Schlotterbeck
6
Joshua Kimmich
8
Leon Goretzka
16
Angelo Stiller
20
Serge Gnabry
17
Florian Wirtz
7
Kai Havertz
19
Leroy Sané
Tore
Tor
17'
26'
Tor
Jonathan Tah (Assist: Florian Wirtz)
Tor
41'
45'
+2
Tor
Serge Gnabry (Assist: Florian Wirtz)
61'
Tor
Florian Wirtz (Assist: Serge Gnabry)
Tor
Joël Monteiro (Assist: M. Muheim)
79'
86'
Tor
Florian Wirtz (Assist: Pascal Groß)
Xhaka hatte am Freitagabend in Basel die Ehre, das beste von nun 38 Länderspielen von Florian Wirtz zu sehen, und vor allem sah er beim 4:3 (2:2)-Erfolg der deutschen Nationalmannschaft einen Wirtz, der wieder Wirtz war: technisch brillant, schnell, durchsetzungsfähig, schnell in der Auffassung, präzise in der Ausführung – schlicht Weltklasse.
Im Spielverlauf dominierte Wirtz zentrale Passwege und zeigte hohe Ballbesitz-Qualität in entscheidenden Momenten. Gleichzeitig sorgten seine Aktionen für wiederholte Großchancen und mehrere Situationen, in denen die Schweizer Defensive Probleme mit seiner Dynamik hatte.
Das fand auch Wirtz: „Vier Scorer hatte ich noch nie. Deshalb ist das ganz einfach zu beantworten, ob es mein bestes Länderspiel war.“
Zwei Assists in der ersten Halbzeit, zwei Schüsse in den Winkel in der zweiten. „Ihr müsst wirklich froh sein, was ihr da für einen Spieler habt“, sagte Xhaka am Mikrofon der Sportschau, und der Trainer der deutschen Nationalmannschaft war auch froh.
Mehr Infos zum Länderspiel Schweiz-Deutschland
„Das war ein außergewöhnliches Spiel von ihm, mit außergewöhnlichen Toren“, so Julian Nagelsmann, der gleich die Zukunft des 22 Jahre alten Wirtz vorhersagte: „Er wird über lange Zeit ganz, ganz oben stehen.“
Gerade weil da kaum einer widersprechen wird, wurde der Bundestrainer aber auch auf die Diskrepanz angesprochen, die es zwischen der Leistung von Wirtz im ersten Testspiel des WM-Jahres gegen die Schweiz und den Leistungen im Trikot des FC Liverpool in der Premier League gibt. „Es gehört zur Persönlichkeitsentwicklung dazu, dass es nicht immer in eine Richtung geht“, sagte Nagelsmann.
Florian Wirtz habe mit ihm über seine Probleme beim englischen Meister gesprochen und sich dabei „sehr geöffnet“. Die beiden hätten „in der Phase enger zueinander gefunden“, und damit dürfte vor allem Wirtz‘ erstes Halbjahr in England gemeint gewesen sein, in das er schwach startete, sich dann fing, um sich anschließend zu verletzen.

Die deutsche Nationalmannschaft im Mannschaftsfoto vor dem Länderspiel gegen die Schweiz im St. Jakob-Park in Basel am 27. März 2026. (AFP)
Worin die Probleme lagen, wollte Nagelsmann nicht konkretisieren. Wirtz antwortete knapp, dass ihm „die Intensität“ in der Premier League Eingewöhnungsprobleme bereite. Manche Experten in britischen Medien und Fans des FC Liverpool führen die mäßigen Leistungen darauf zurück, dass Vereinstrainer Arne Slot seinen horrend teuren Neuzugang falsch einsetze, nämlich auf der linken Seite und nicht im Zentrum des Mittelfeldes auf der Position des „Zehners“.
Diese Debatte um Einsatzort und taktische Einordnung spiegelt sich in Berichten über Ballbesitz-Verteilung, Laufintensität und die Rolle als Spielgestalter wider. Nagelsmann hatte in Basel bei der Aufgabenverteilung hingegen klare Vorstellungen davon, wie Wirtz das Zusammenspiel beeinflussen kann.
Im 4-2-3-1-System von Nagelsmann spielte Wirtz auch auf der linken Seite des Mittelfeldes, und von dort bestimmte er das deutsche Spiel. Einen „seitlichen Zehner“ nannte der Bundestrainer die Rolle.
Er hatte seinen Anteil an der grandiosen Vorstellung, weil er dem linken Verteidiger David Raum die Vorgabe gegeben hatte, öfter mal ins Zentrum zu ziehen, um so mehr Platz auf dem Flügel für Wirtz zu schaffen, der auch von zwei Gegnern nur selten zu stoppen war, von einem schon gar nicht.
Da kam dann auch ein anderer ehemaliger Mannschaftskollege von Bayer Leverkusen ins Schwärmen. „Besser geht’s nicht. Er hat ein unglaubliches Spiel gemacht“, sagte Jonathan Tah. Es seien nicht nur die Tore und Vorlagen gewesen, sondern auch „mit was für einer Leichtigkeit er gespielt hat“.
Die folgenden Punkte der Aufzählung sprachen indirekt die Diskrepanz an, die es zwischen diesem einen Spiel im Nationaltrikot und den Spielen für den FC Liverpool überwiegend gab: „Wie er in die Zweikämpfe gegangen ist, mit welcher Intensität er gespielt hat.“
Nach den Länderspielen kommt es zu zwei Spielen mit dem Verein, in denen es schwierig sein wird, die nahezu perfekte Vorstellung von Basel zu wiederholen. Der FC Liverpool, der die erfolgreiche Titelverteidigung schon längst abhaken musste, tritt zunächst im Viertelfinale des FA Cups bei Manchester City an.
Im Viertelfinale der Champions League geht es im Hinspiel ein paar Tage später zu Titelverteidiger Paris Saint-Germain.
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