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·31 de março de 2026

Genutzte Chancen & fehlende Geduld: DFB-Erkenntnisse aus dem Ghana-Sieg

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Die deutsche Nationalmannschaft hat gegen Ghana auch das zweite Testspiel im März für sich entscheiden können. Eine Gala war es nicht, aber es gab positive Elemente, an denen man sich hochziehen kann. 

Insbesondere die Anfangsphase der DFB-Elf konnte sich durchaus sehen lassen, weil es gelang, sehr konstruktiv zu agieren und das Spiel zu dominieren. „Ich finde, das Spiel ist aus unserer Sicht gut gelaufen. Aus verschiedenen Gründen. Wenn wir unser Spiel durchziehen und taktisch diszipliniert sind, dann sind wir auch richtig gut. So wie in den ersten 25 Minuten, da haben wir den Gegner laufen lassen. Sie hatten keinen einzigen Konter. Dann wurde es schwieriger, weil wir ein bisschen ungeduldig wurden“, resümierte der Bundestrainer Julian Nagelsmann im Anschluss an die Partie.


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Und das ist auch ein essenzieller Bestandteil der Analyse im Nachgang. Die deutsche Auswahl lieferte ein ordentliches Spiel ab, aber nicht mehr. Hier sind drei Erkenntnisse zum Spiel der DFB-Elf in Stuttgart am Montag.

Karl & Undav nutzen ihre Chancen

Ehrlicherweise waren die beiden Spiele gegen die Schweiz und Ghana die letzte Chance, noch einmal irgendetwas zu testen. Wenn am 12. Mai der Kader nominiert wird, dann steht dieser, abgesehen von Verletzungen. Zwei Spieler haben es geschafft, sich besonders zu beweisen. Dabei handelt es sich um Lennart Karl und Deniz Undav. Aber aus komplett unterschiedlichen Gründen. Karl war es, der zweimal als Joker gezeigt hat, dass er eben diese Rolle einnehmen kann.

Der Bayern-Profi dribbelte fröhlich durch die Abwehrreihen der Gegner, setzte Akzente, scheute sich nicht, das 1-gegen-1 zu suchen. Eine sehr gute Chance ließ er zwar liegen, dennoch war sein Auftritt gegen Ghana wie schon gegen die Schweiz definitiv positiv zu bewerten. Gleiches galt für Deniz Undav. Auch wenn sein Spiel erst einmal eher ein Thema für sich war. Länger war er gar nicht eingebunden, dann verschaffte er sich zweimal Raum.

Und einmal nutzte er diesen für den Siegtreffer. Es war keine Undav-Gala, aber hätte er nicht getroffen, dann wäre der Name Niclas Füllkrug, vielleicht sogar der von Tim Kleindienst, der gerade auf dem Weg zurück ist, vielleicht wieder lauter gefordert worden. Undav hat getroffen und so seine Ambitionen untermauert.

Die fehlende Geduld ist ein Problem

Schaut man sich die erste Phase des Spiels der DFB-Elf gegen Ghana an, dann sieht man sofort: Es war eine dominante Vorstellung. Der Ball lief gut, das Gegenpressing funktionierte und man strukturierte die eigenen Angriffe sehr ordentlich. Was wirklich in diesem Moment fehlte war der Führungstreffer. Der hätte durchaus fallen können, denn die Möglichkeiten dafür waren zweifellos vorhanden. Doch dann entwickelte sich eine Phase, in der die DFB-Elf zu viel wollte. Es gab Momente, in denen man ungenau wurde.

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Foto: Getty Images

Und genau das ist ein Faktor: Deutschland darf nicht zu ungenau werden, muss schauen, dass man die eigene Struktur beibehält. Gegen Ghana und auch die Schweiz mag das noch zu verzeihen sein, aber die großen Gegner nutzen das aus. Wird man ungeduldig, dann wird man auch hektisch. Wird man hektisch, dann gibt es Räume für den Gegner, die es sonst nicht gibt. Das ist ein Hebel, an dem man ansetzen muss.

Joker könnten entscheidend sein

Die DFB-Elf muss also noch einiges verbessern bis zur WM. Der Punkt ist aber auch: Es gibt schon durchaus positive Ansätze. Die deutsche Auswahl wird versuchen nach der Nominierung für den Kader relativ schnell herauszufinden, wie die eigene Rollenverteilung aussieht und welcher Spieler welche Aufgaben übernehmen kann und wird. Bei vielen Spielern ist da sogar schon klar definiert.

Was das Ghana-Spiel nun noch einmal verdeutlicht hat: Die Joker spielen eine essenzielle Rolle. Diesmal wurde unter anderem Undav, der das Siegtor erzielte, eingewechselt. Auch Karl, der zur zweiten Halbzeit kam, konnte sich beweisen. Er zeigte relativ klar, dass er es schaffen kann, der deutschen Elf von Außen noch einmal einen Impuls zu geben, den sonst keiner in dieser Form in petto hat. Das ist für die WM ein gutes Zeichen. Vor allem, weil auch Jamal Musiala ein Spieler ist, der womöglich als Joker eine Rolle spielen kann. Das scheint Julian Nagelsmann auf dem Schirm zu haben.

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