FC Bayern München
·14 de julho de 2026
Hält die unglaubliche Serie des FC Bayern in WM-Endspielen?

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Egal ob in Madrid 1982, Rom 1990, Berlin 2006, Rio de Janeiro 2014 oder zuletzt 2022 in Doha: In jedem der vergangenen elf Endspiele einer Fußall-Weltmeisterschaft kam stets ein Akteur des FC Bayern im Finale zum Einsatz. Weltweit kann bei dieser unglaublichen Serie in Inter Mailand nur ein weiterer Club mithalten. Dabei feierten unter anderem Vereinslegenden wie Klaus Augenthaler, Bixente Lizarazu, Philipp Lahm oder Bastian Schweinsteiger die vielleicht größten Siege ihrer außergewöhnlichen Spielerkarrieren. Andere Profis des FC Bayern mussten aber auch schmerzhafte Niederlage einstecken.
Bei der WM 2026 in Mexiko, USA und Kanada sind 17 FCB-Profis an den Start gegangen, von denen es Harry Kane (England), Michael Olise und Dayot Upamecano (beide Frankreich) in die Runde der besten Vier geschafft haben und damit nur noch einen Schritt vom Finale entfernt sind. Gelingt es der aktuellen Generation also, die unglaubliche Serie des deutschen Rekordmeisters am Leben zu halten? fcbayern.com wirft einen Blick zurück und listet die jüngsten elf Finalpaarungen mit Bayern-Beteiligung auf.
WM-Endspiel 1982 in Madrid: Deutschland vs. Italien 1:3
Am 11. Juli 1982 standen in Paul Breitner, Wolfgang Dremmler und Karl-Heinz Rumenigge gleich drei FCB-Spieler im Endspiel um den WM-Pokal. Auf dem Weg dorthin schlug das Trio mit der DFB-Elf in der Gruppenphase zunächst die Mannschaften aus Algerien, Chile und Österreich, ehe sich die Deutschen in der Zwischenrunde dank eines Unentschiedens gegen England sowie eines Sieges über die Gastgeber aus Spanien ins Halbfinale katapultierten. In jenem lieferte sich die deutsche Elf in der Nacht von Sevilla ein denkwürdiges Duell mit der französischen Nationalmannschaft um deren Kapitän Michel Platini. Dank einer furiosen Aufholjagd egalisierte das Team von Nationaltrainer Jupp Derwall in der Verlängerung einen 1:3-Rückstand und sicherte sich im Elfmeterschießen den Finaleinzug. Im Endspiel musste sich die Nationalmannschaft der Squadra Azzura aus Italien jedoch mit 1:3 geschlagen geben.
An jenem Ausgang zugunsten der Italiener konnte auch Paul Breitner im insgesamt 48. und zugleich letzten Länderspiel seiner Karriere nichts ändern. Deutschlands Fußballer des Jahres 1981 traf zwar in der 83. Minute zum 1:3-Anschluss, den WM-Titel der Italiener konnte der Welt- und Europameister (1974 und 1972) jedoch nicht mehr verhindern. Dennoch schrieb Breitner mit diesem Treffer Geschichte. Denn bis heute ist er einer von nur fünf Spielern, die in zwei WM-Endspielen trafen. Für den Oberbayer selbst hat der Treffer von 1982 jedoch nur wenig Bedeutung: „Wenn du ein WM-Finale 1:3 verlierst, dann interessiert es doch niemanden, wer das Tor gemacht hat. Für mich zählt der Elfmeter 1974, das andere bedeutet mir null“, erklärte der „Rebell aus Kolbermoor“ später in einem Interview mit dem FCB-Magazin „51“.
WM-Endspiel 1986 in Mexiko-Stadt: Deutschland vs. Argentinien 2:3
Vier Jahre später sollte die DFB-Elf einmal mehr ins Endspiel vordringen. Bei der Weltmeisterschaft in Mexiko 1986 traf die deutsche Mannschaft um die Bayern-Akteure Klaus Augenthaler, Norbert Eder, Lothar Matthäus und Dieter Hoeneß vor 114.000 Zuschauern im Aztekenstadion von Mexiko-Stadt auf die favorisierten Argentinier um deren Starspieler Diego Armando Maradona. Nachdem die Südmaerikaner dank einer 2:0-Führung bis zur 74. Minute wie die sicheren Sieger aussahen, kämpfte sich die Mannschaft von Teamchef Franz Beckenbauer durch die Treffer von Karl-Heinz Rumenigge und Rudi Völler binnen sieben Minuten zurück in die Partie. Drei Minuten nach dem Ausgleich sollten die Albiceleste jedoch zurückschlagen und mit dem 3:2-Siegtreffer durch Jorge Burruchaga den zweiten WM-Titel einfahren.
36 Jahre nach dem Finale zwischen Argentinien und Deutschland ließ Bayern-Legende Matthäus die Weltmeisterschaft 1986 noch einmal aufleben. So überreichte der Rekordnationalspieler dem argentinischen Sammler Marcelo Ordás für dessen Museum das Finaltrikot des 2020 verstorbenen Maradonas, welches er im Zuge des Endspiels erhalten hatte. Matthäus selbst erfüllte dieser Moment mit großer Freude: „Da kommt ein Stück Geschichte zurück. Das macht mich stolz. Es war immer eine große Ehre, gegen Diego zu spielen. Er war der Beste, nicht nur als Spieler, sondern auch als Mensch.“
WM-Endspiel 1990 in Rom: Deutschland vs. Argentinien 1:0
Aller guten Dinge sind drei! Nach den Endspielniederlagen 1982 und 1986 krönte sich die deutsche Mannschaft im dritten Anlauf mit dem Weltmeistertitel auf italienischem Boden. Im Finale von Rom gewann die DFB-Elf, der auch das Bayern-Sextett Raimond Aumann, Klaus Augenthaler, Jürgen Kohler, Hans Pflügler, Stefan Reuter und Olaf Thon angehörte, mit 1:0 gegen Argentinien und revanchierte sich so für die bittere Niederlage vier Jahre zuvor.
In einem einseitigen Endspiel setzte sich die Mannschaft von Franz Beckenbauer, wenn auch erst spät, dank des Strafstoßes von Andreas Brehme mit 1:0 durch. Dass ausgerechnet der ehemalige Bayern-Verteidiger zum Elfmeterpunkt schritt, ist einem noch heute legendären Umstand geschuldet. Der eigentliche Elfmeterschütze Lothar Matthäus, der im Viertelfinale gegen die Tschechoslowakei noch den entscheidenden Strafstoß verwandelte, verzichtete im Finale im Römer Olympiastadion freiwillig: Grund dafür war sein Schuhwerk, welches er in der Halbzeitpause wechseln musste. Da der ehemalige Mittelfeldakteur der Bayern noch nicht das nötige Vertrauen in das neue „Arbeitsmaterial" verspürte, ließ er Brehme den Vortritt.
Einen ganz besonderen Tag symbolisierte der 8. Juli 1990 und der damit einhergehende dritte WM-Erfolg einer deutschen Mannschaft auch für Bayern-Legende Klaus Augenthaler: Der Libero, der 1983 erstmals für die Nationalmannschaft auflief und mit dem Endspiel 1990 seine Zeit als aktiver Nationalspieler beendete, schwärmt auch noch heute vom WM-Erfolg in der Nacht von Rom: „Ich war damals fast 33 und wusste, dass das mein letztes Turnier war. Und dann wurden wir Weltmeister! Mehr kann man nicht erreichen“, so Augenthaler anlässlich seines 65. Geburtstages im Interview.
WM-Endspiel 1994 in Pasadena: Brasilien vs. Italien 3:2 n. E. (0:0 n.V.)
Auch bei der erstmaligen Austragung einer Weltmeisterschaftsendrunde in Nordamerika sollte sich ein Bayern-Akteur mit dem WM-Pokal krönen. Denn mit dem Brasilianer Jorginho, der im selben Jahr auch die deutsche Meisterschaft mit dem FC Bayern gewinnen konnte, verbuchte nach 1990 zum zweiten Mal in Folge ein Münchner einen WM-Erfolg. Jorginho beackerte sowohl in der Seleção als auch beim FC Bayern die rechte Außenbahn und krönte sich im Finale von Pasadena vor 94.000 Zuschauern gegen Italien mit dem Weltmeistertitel. Während es für den 65-maligen brasilianischen Nationalspieler der erste und einzige Erfolg war, feierte die brasilianische Nationalmannschaft mit dem Titel in den USA bereits den vierten von bis heute fünf WM-Triumphen.
WM-Endspiel 1998 in Paris: Frankreich vs. Brasilien 3:0
Der dritte WM-Titel eines FCB-Spielers in Serie: Bei der zweiten Weltmeisterschaft in Frankreich nach 1938 war es Bayern-Linksverteidiger Bixente Lizarazu, dem gemeinsam mit der jungen französischen Nationalmannschaft der große Coup im eigenen Land gelang. Der Franzose, der 1997 von Athletic Bilbao in die bayerische Landeshauptstadt gewechselt war, fungierte als eine der tragenden Säulen bei der Heim-WM: In sechs von sieben Partien stand das in Saint-Jean-de-Luz geborene Kraftpaket in der Startelf der Équipe Tricolore und trug so maßgeblich zum ersten WM-Triumph der Franzosen bei, die alle Spiele der WM gewannen und sich mit 15:2-Treffern verdient zum Titel im eigenen Land schossen. Im Endspiel gelang ein deutlicher 3:0-Erfolg gegen Brasilien.
Für Lizarazu selbst begann mit jenem Erfolg im Jahre 1998 die erfolgreichste Zeit seiner Karriere: So sicherte sich der Trophäensammler in den Jahren 1998 bis 2001 mit dem Welt- und Europameistertitel 1998 und 2000 sowie dem Champions League-Triumph 2001 mit dem FC Bayern gleich drei große internationale Titel.
WM-Endspiel 2002 in Yokohama: Deutschland vs. Brasilien 0:2
Am 30. Juni 2002 stand die deutsche Mannschaft zum insgesamt siebten Mal im Finale einer WM-Endrunde. 1954 in Bern, 1974 in München und 1990 in Rom sicherte man sich dabei jeweils den WM-Titel. Dass es bei der 17. Austragung einer Weltmeisterschaftsendrunde sowie der Premiere auf asiatischem Grund jedoch zum Finaleinzug reichen würde, hatte vor dem Turiner wohl kaum jemand erwartet. Zu schwach präsentierte sich die DFB-Elf im Vorfeld, zumal man sich das Endrunden-Ticket erst dank des Playoff-Erfolgs über die Ukraine sichern konnte. Doch die deutsche Mannschaft sollte sich in Japan und Südkorea von einer gänzlich anderen Seite zeigen und Bundestrainer Rudi Völler kündigte bereits vor dem Abflug „die eine oder andere Überraschung“ an.
Jenen Worten ließ die DFB-Elf um die Bayern-Akteure Oliver Kahn, Thomas Linke, Jens Jeremies und Carsten Jancker Taten folgen. Dank eines 8:0-Erfolgs über Saudi-Arabien fuhr die deutsche Mannschaft gleich zum Turnierstart den bis heute höchsten deutschen Sieg bei einer WM-Endrunde ein. Nach einem 1:1-Unentschieden gegen Irland im zweiten Gruppenspiel sowie dem abschließenden 2:0-Erfolg über Kamerun zog die Völler-Elf verdient in die K.-o.-Runde ein. In dieser wiederum überzeugte das Team vor allem durch starke Defensivleistungen. Im Vordergrund stand dabei immer wieder ein Mann: Oliver Kahn. Denn sowohl im Achtel-. Viertel-, als auch im Halbfinale setzte sich die Mannschaft dank der schier unglaublichen Paraden des 86-maligen Nationalspielers stets mit 1:0 durch und zog ins Finale ein.
Dort sollte sich der Titan, der bereits vor dem Endspiel gegen die brasilianische Mannschaft zum besten Spieler des Turniers ernannt wurde, jedoch von seiner menschlichen Seite zeigen. Bis zur 67. Minute hielt der an der Hand lädierte Kahn seinen Kasten sauber, ehe er den Distanzschuss von Rivaldo vor die Füße Ronaldos abprallen ließ, der das brasilianische Starensemble mit seinem Treffer auf die Siegesstraße führte. Am Ende gewann Brasilien durch einen weiteren Treffer von Ronaldo mit 2:0.
WM-Endspiel 2006 in Berlin: Frankreich vs. Italien 3:5 i.E. (1:1 n. V.)
Die Weltmeisterschaft 2006 wäre beinahe nicht nur ein Sommermärchen für Fußballdeutschland, sondern auch eines für den damaligen Münchner Willy Sagnol geworden. Doch der ehemalige Außenverteidiger der Bayern sollte den großen Coup im Endspiel von Berlin denkbar knapp verpassen, musste sich seine Équipe Tricolore der italienischen Elf um Mannschaftskapitän und Weltfußballer Fabio Cannavaro doch knapp im Elfmeterschießen geschlagen geben.
Die Franzosen, die bei der Weltmeisterschaft 2002 noch als Titelverteidiger in der Gruppenphase die Segel streichen mussten, steigerten sich im Verlauf der 18. WM-Endrunde sukzessive und entpuppten sich zunehmend als Turniermannschaft. Nachdem man die Gruppenphase mit nur einem Sieg und zwei Remis als Gruppenzweiter hinter der Schweiz überstanden hatte, konnte die Elf von Raymond Domenech im weiteren Turnierverlauf endlich zeigen, was sie draufhatte. Während man im Achtelfinale die spanische Elf verdient mit 3:1 schlug, setzte man im Viertelfinale beim 1:0-Erfolg über den Rekordweltmeister Brasilien ein dickes Ausrufezeichen. Im Halbfinale lösten die Franzosen dank eines weiteren 1:0-Erfolgs über Portugal das Ticket fürs Endspiel von Berlin. In der dramatischen Partie, die unter anderem durch den Kopfstoß des französischen Mittelfeldstrategen Zinedine Zidane gegen Marco Materazzi geprägt sein sollte, mussten sich die Franzosen erst im Elfmeterschießen der Squadra Azzura aus Italien geschlagen geben, die im Olympiastadion von Berlin den vierten Weltmeistertitel in die Höhe stemmen durfte.
WM-Endspiel 2010 in Johannesburg: Spanien vs. Niederlande 1:0 n.V.
Mit den Niederlanden und Spanien standen 2010 erstmals seit 32 Jahren wieder zwei Mannschaften im Finale, die zuvor noch nie den Titel bei einer WM-Endrunde holen konnten. Mit von der Partie waren auch die beiden damaligen Bayern-Profis Arjen Robben und Mark van Bommel, die im Endspiel von Johannesburg in der Startformation von Bondscoach Bert van Marwajik standen. Für die Elftal, die sich nach 1974 und 1978 einmal mehr in ein Finale einer Weltmeisterschaft vorgekämpft hatte, sollte im dritten Anlauf endlich der Titel her. Doch auch in Südafrika stand der Fußballgott nicht auf Seiten des Europameisters von 1988: In einer umkämpften und durch zahlreiche Foulspiele geprägten Partie hatten die Niederländer den Sieg ein ums andere Mal auf dem Fuß, doch das entscheidende Tor des Tages sollte dem Spanier Andrés Iniesta in der Verlängerung obliegen, der in der 116. Minute für die Entscheidung zugunsten der Furia Roja sorgte.
Das Finale hätte auch einen anderen Ausgang nehmen können. Arjen Robben war in Minute 62 völlig frei vor dem spanischen Schlussmann Iker Casillas. Der ansonsten nervenstarke Robben sollte an diesem Abend jedoch in San Iker seinen Meister finden – und der fünfmalige Welttorhüter lenkte die Kugel doch entscheidend mit der rechten Fußspitze ab. Die Szene „sucht mich noch immer heim“, erinnerte sich der Champions League-Sieger von 2013 später an jenen Moment zurück: Es sei wie ein Film, der sich immer und immer wieder abspielt.
WM-Endspiel 2014 in Rio de Janeiro: Deutschland vs. Argentinien 1:0 n.V.
54, 74, 90 und 2014! In Brasilien kürte sich die deutsche Elf von Bundestrainer Joachim Löw dank eines 1:0-Finalerfolgs nach Verlänergung über das argentinische Starensemble um Lionel Messi zum vierten Weltmeistertitel. Auf dem Weg ins Finale von Rio de Janeiro überzeugte die deutsche Elf von Beginn an und sicherte sich dank der Siege über Portugal und die USA sowie dem Unentschieden gegen Ghana den Gruppensieg. Im Achtelfinale konnte man erst in der Verlängerung und dank eines famos aufspielenden Manuel Neuer die starken Algerier mit 2:1 bezwingen. Auch das anschließende Viertelfinale gegen Frankreich konnte die DFB-Elf für sich entscheiden, sodass es im Halbfinale zur Traumpaarung zwischen Deutschland und Brasilien kam. Im überhaupt erst zweiten WM-Duell der beiden Fußballgroßmächte fügte die deutsche Mannschaft den Brasilianern mit dem 7:1 von Belo Horizonte die höchste WM-Niederlage der Geschichte zu und drang auf furiose Art und Weise ins Endspiel vor. Im Finale von Rio de Janeiro standen in Manuel Neuer, Thomas Müller, Bastian Schweinsteiger, Jérôme Boateng, Philipp Lahm und Toni Kroos gleich sechs Bayern-Akteure in der Startelf. Der Siebte sollte mit Mario Götze in der 88. Minute in die Partie kommen und nur 15 Minuten später den wohl wichtigsten Treffer seiner Karriere erzielen.
Ohne Tor im Endspiel blieb dagegen Thomas Müller, der es damit verpasste, seinen Titel als Torschützenkönig der vorangegangenen WM zu verteidigen. Dieser Umstand interessiere ihn aber nicht im Geringsten, erklärte das Urgestein in seiner gewohnt jovialen Art und im tiefsten Bayerisch gegenüber einer englischsprachigen Journalistin: „Weltmeister samma, den Pott hamma“, den Goldenen Schuh könne man sich angesichts dieser Tatsache getrost „hinter die Ohren schmieren“, sprach Müller und verschwand gutgelaunt in den Stadionkatakomben.
WM-Endspiel 2018 in Moskau: Frankreich vs. Kroatien 4:2
Auch bei der Weltmeisterschaft im Jahr 2018 stand in Corentin Tolisso ein Bayern-Akteur im Endspiel. Im Finale von Moskau, das am 15. Juli im Luschniki-Stadion stattfand, wurde der einstige Mittelfeldakteur der Roten in der 73. Minute für Blaise Matuidu eingewechselt. Dank des 4:2-Erfolgs der Équipe Tricolore über Kroatien krönte sich Coco im Alter von nur 23 Jahren mit dem Weltmeistertitel, dem nach 1998 insgesamt zweiten Erfolg einer französischen Nationalmannschaft bei einer WM-Endrunde. Zur Belohnung erhielt Tolisso bei seiner Rückkehr an die Säbener Straße eine Weltmeister-Torte vom damaligen Sportvorstand Hasan Salihamidžić überreicht.
„Der größte Traum, den man als Kind hat, ist es Weltmeister zu werden. Frankreich ist die beste Mannschaft der Welt, und ich bin ein Teil davon“, erklärte Tolisso später. Inklusive des Finales brachte er es auf fünf WM-Partien beim Titelgewinn. Nach seinem Startelfeinsatz im ersten Gruppenspiel gegen Australien (2:1) kam Tolisso in den K.o.-Spielen gegen Argentinien (4:3), Uruguay (2:0) und Belgien (1:0) sowie im Endspiel jeweils von der Bank.
WM-Endspiel 2022 in Doha: Argentinien vs. Frankreich 4:2 i.E. (3:3 n.V.)
Auch das bislang letzte WM-Finale erlebten Spieler des FC Bayern live auf dem Platz mit. Dayot Upamecano stand bei der dramatischen Niederlage gegen Argentinien über die volle Distanz auf dem Feld, Kingsley Coman wurde zudem nach einer guten Stunde eingewechselt und sollte eine tragische Rolle im Endspiel spielen. In der Vorrunde hatte sich die Équipe Tricolore Platz eins in der Gruppe erkämpft und damit den Fluch der Titelverteidiger besiegt, nachdem Italien, Spanien und Deutschland zuvor als amtierender Weltmeister jeweils noch die K.o.-Phase verpasst hatten. Dort setzten sich die Franzosen gegen Polen (3:1), England (2:1) und Marokko (2:0) durch, ehe im Endspiel Lionel Messi und die argentinische Nationalmannschaft wartete.
Das erstmals im Dezember ausgetragene Finale sollte eines der unterhaltsamsten der Geschichte werden. Nach 120 Minuten stand es nach Toren von Angel Di María und einem Doppelpack von Messi auf Seiten der Südamerikaner sowie einem Dreierpack von Kylian Mbappé für Frankreich 3:3. Die Entscheidung musste im Elfmeterschießen fallen – und hier konnte neben Aurelien Tchouameni auch Kingsley Coman seinen Versuch nicht im Kasten unterbringen, womit sich Argentinien den Titel sichern konnte. Zumindest Dayot Upamecano konnte sich nach der Niederlage aber noch mit einem Rekord trösten. Laut Daten von Opta hatte es vor dem Bayern-Profi bei einer WM keinen Stammverteidiger aus einer der beiden Finalmannschaften gegeben, der im gesamten Turnierverlauf nicht ein einziges Mal ausgedribbelt wurde.
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