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·14 de julho de 2026

Halbfinale mit England: Konflikt Tuchel vs. Bellingham reloaded

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Englands WM 2026-Mission steht vor dem Halbfinale gegen Argentinien unter besonderer Spannung. Ausgerechnet der alte Konflikt zwischen Thomas Tuchel und Jude Bellingham ist kurz vor dem Duell mit Lionel Messis Team wieder aufgeflammt.

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Englands Teammanager Thomas Tuchel im Gespräch mit Jude Bellingham während einer Trinkpause im Viertelfinale der WM 2026 zwischen Norwegen und England am 11. Juli 2026 im Miami Stadium von Miami Gardens. (Elsa / Getty Images North America via Getty Images)


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England - Argentinien1/2

Mi 15.07. · 21:00 Uhr · ARD

Tuchel stichelt, Bellingham kontert

Die Ausgangslage könnte für die Three Lions eigentlich kaum besser sein. Die Fans in der Heimat sind in Ekstase, der Titel ist zum Greifen nah, nur noch zwei Siege trennen Thomas Tuchel und sein Team von der Ewigkeit. Doch kurz vor dem möglichen großen Wurf gerät die Mission ins Wanken, weil der Beziehungsfaden zwischen Tuchel und Jude Bellingham erneut reißt.

The Guardian beschrieb die jüngste Eskalation mit einem drastischen Bild. „Thomas Tuchel warf eine Handgranate in die Runde. Jude Bellingham hob sie auf und warf sie zurück“, schrieb die Zeitung über die nächste Episode in der Hassliebe der beiden Alphatiere und verlangte zugleich: „Die Angelegenheit muss geklärt werden“.

Auslöser war Tuchels Kritik an der englischen Leistung im Viertelfinale gegen Norwegen, das mit 2:1 gewonnen wurde. Der Deutsche bezeichnete den Auftritt unter anderem als „nachlässig“. Bellingham, der seine Mannschaft mit einem Doppelpack ins Halbfinale geführt hatte, reagierte alles andere als begeistert. Er konterte die Worte seines Chefs mit einer pikanten Spitze in Richtung dessen eigene Laufbahn: „Vielleicht weiß er nicht, wie es ist, in diesen Bedingungen gegen Erling Haaland, Martin Ödegaard, Antonio Nusa oder Alexander Sörloth zu spielen“.

Eine Vorgeschichte voller Spannungen

Dass das Verhältnis zwischen beiden belastet ist, ist längst kein Geheimnis mehr. Vor einem Jahr hatte Tuchel das Verhalten des Real-Madrid-Mittelfeldspielers auf dem Platz als „repulsive“ beschrieben, also widerlich oder abscheulich. Zwar entschuldigte sich der frühere Dortmund-Profi umgehend für diese Wortwahl, doch viele Beobachter sind überzeugt, dass Bellingham ihm das nie ganz verziehen hat.

Hinzu kommt, dass der 23-Jährige im vergangenen Herbst zwischenzeitlich aus dem Kader gestrichen wurde. Tuchel begründete diesen Schritt unter anderem mit der Dynamik und der Hierarchie innerhalb der Mannschaft. Im November nahm der Coach Bellingham gegen Albanien vom Feld, was der Offensivmann ebenfalls nur mäßig gelassen hinnahm. Schon vor der WM hatte Tuchel den Real-Star mit öffentlichen Zweifeln daran gereizt, ob er es überhaupt in die Startelf schaffen würde.

Kane will den Streit entschärfen

Sportlich ist Bellingham inzwischen neben Kapitän Harry Kane der überragende Mann der Engländer. Beide stehen bei sechs Treffern, Bellingham läuft wie ein Pferd, kämpft, treibt das Spiel an und hilft überall aus. Gerade im Duell mit Messi und Argentinien dürfte England genau diese Energie brauchen, denn Tuchel und Bellingham sind trotz aller Reibungen aufeinander angewiesen.

Das sieht auch Kane so, der sich als Vermittler versteht, damit aus „Tuchel vs. Bellingham reloaded“ kein Horrorfilm wird. Der Kapitän bat darum, die Sache nicht weiter eskalieren zu lassen, und zeigte Verständnis für beide Seiten. Zugleich betonte er, es sei doch großartig, „dass wir im Halbfinale stehen und dennoch das Gefühl haben, uns noch verbessern zu können“. Die Handgranate soll schließlich nicht ausgerechnet jetzt, so kurz vor dem Ziel, explodieren.

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