Miasanrot
·22 de abril de 2026
Hauptstadtfieber! FC Bayern zieht ins Pokalfinale ein.

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·22 de abril de 2026

In Leverkusen setzte der FC Bayern die Fabelsaison fort und buchte die Reise nach Berlin. Man konnte sich im Halbfinale mit 2:0 durchsetzen.
Gegenüber dem Stuttgart-Spiel veränderte Kompany seine Startelf deutlich und orientierte sich fast eins zu eins am 4:3-Krimi gegen Real Madrid. Einzig Musiala ersetzte Gnabry, dessen WM-Träume für 2026 am selben Mittwoch wegen einer schweren Adduktorenverletzung endgültig geplatzt waren.
Zuletzt kreuzten sich die Wege im DFB-Pokal 2023/24, als Leverkusen einen 1:0-Sieg aus München entführte. Torschütze war seinerzeit Tella, den der Trainer auch heute wieder in die Startelf berief.
Letztmals durften die Münchner 2020 im Endspiel jubeln, als sie genau jenes Bayer Leverkusen mit 4:2 bezwangen. Heute sollte die lange Durststrecke endlich enden und die Sehnsucht nach dem Berliner Finale hoffentlich gestillt werden.
FC Bayern dreht Leverkusen im eigenen Stadion den Hahn zu.
Die Bayern übernahmen von Beginn an das Kommando und drängten Leverkusen tief in die eigene Hälfte. Schon nach wenigen Minuten verbuchten die Münchner die ersten Chancen durch Upamecano und Musiala, während ein vermeintliches Foul an Kane im Strafraum richtigerweise ungeahndet blieb. Leverkusen fand spielerisch kaum Mittel gegen den enormen Druck und schaffte es nur selten über die Mittellinie, auch wenn ein erster Umschaltmoment immerhin eine Ecke einbrachte.
Nach einer knappen Viertelstunde wurde die Dominanz der Gäste drückend, was sich in rund 75 % Ballbesitz widerspiegelte. Die beste Gelegenheit der Frühphase gehörte Luis Diaz, der nach einer unübersichtlichen Situation im Sechzehner Maß nahm, jedoch am glänzend reagierenden Mark Flekken scheiterte. Bayer versuchte zwar, über Standards wie durch Grimaldo Nadelstiche zu setzen, blieb offensiv aber zunächst blass.
Ein Einwurf leitete schließlich das erste Tor der Bayern ein, das nach der vorangegangenen Druckphase fast folgerichtig fiel. Über Musiala landete der Ball im Zentrum, wo Diaz clever durchließ. So kam Kane im linken Teil des Sechzehners zum Abschluss und vollendete sehenswert genau unter die Querbalken-Kante.
Auch nach dem Führungstreffer riss die rote Dominanz nicht ab. Die Gastgeber hatten im eigenen Stadion höchstens sauerstoffarme Luft zum Atmen. Nach einigen Distanzschüssen hatte dann Harry Kane die letzte richtig gute Chance der ersten Halbzeit. Der Engländer verpasste aber den rechten Winkel um wenige Zentimeter.
Am Ende standen die Leverkusener bei satten 0 Abschlüssen. Und so wie sich diese Statistik anhört, hatte auch das Spiel ausgesehen. Es war eine hochverdiente 1:0-Führung, bei der sich der FCB höchstens fragen musste, ob nicht noch ein Tor mehr hätte fallen können.
FC Bayern sucht nach dem zweiten Treffer – und findet ihn in letztes Sekunde.
Andere Spielrichtung, gleiches Bild. Der FC Bayern dominiert den Gegner mit und ohne Ball. Es dauert nicht lange, da hat Musiala die erste große Chance. Nach einem unglaublichen Steckpass von Olise muss Robert Andrich in letztem Moment von der Linie kratzen.
Und nachdem Leverkusen in der 52. Minute doch tatsächlich zum ersten Torabschluss kam, ging der Einbahnstraßenfußball wieder weiter. In Person von Stanišić, Musiala und vor allem Kane kamen dabei auch gefährliche Abschlüsse zustande, aber der FC Bayern schien am zweiten Tor zu verzweifeln.
Immer wieder scheiterten die Bayern an Flekken oder an sich selbst. Der Leverkusener Keeper parierte stark gegen Díaz und kurz darauf konnte sich Olise im direkten Duell mit dem letzten Mann Tapsoba. Gewinnt er das Dribbling, ist er durch.
Je mehr Zeit verstrich, ohne dass der FCB seinen Vorsprung verdoppeln konnte, desto stärker stieg der Glaube der Leverkusener an einen Ausgleich. Immer wieder entstanden nun doch Phasen, in denen die Kölner Vorstädter über längere Zeiträume den Ball halten konnten.
Spätestens als Vincent Kompany in der 84. Minute Kim für Musiala aufs Feld brachte, war klar, was der Coach sehen wollte. Mit Dreierkette ging es also in eine Schlussphase, in der Leverkusen wirklich nochmal Oberwasser bekam.
Doch der FC Bayern verteidigte das im tiefen Block gut: Die Räume für Leverkusen waren eng, es sprangen maximal Flanken raus, die der FCB souverän rausköpfte. Und dann schafften die Roten auch noch die nötige Entlastung. Díaz durfte einen schönen Konter mit dem verdienten 2:0 krönen und damit den Finaleinzug perfekt machen.
Die dominante Bayern-Offensive wird in dieser Saison viel besungen – völlig zurecht. Sie spielt eine historische Saison. Doch gegen Leverkusen war zu sehen, auf welcher Basis diese brillante Offensive Woche für Woche bauen darf.
Das Verhalten gegen den Ball, das Vincent Kompany diesem Verein inzwischen eingeimpft hat, ist unglaublich. Über weite Strecken hatte Leverkusen keinerlei Anteil an dieser Partie, weil jeder Ballverlust der Bayern ohne zu zögern mit sturem Anlaufen kompensiert.
So kam Leverkusen nicht zu Entlastung und musste sich immer wieder dem Spiel, das die Gäste aufziehen wollten hingeben – ohne was dagegen tun zu können.
NAchdem diese Hartnäckigkeit bei den Bayern nachließ entwickelte sich auch sofort ein offeneres Spiel. Leverkusen kam trotzdem nicht zu vielen Großchancen – auch dank der Qualität in der bayerischen Defensive – aber plötzlich genossen sie auch länger Ballstafetten und ruhige Phasen.
Es ist unschwer zu erkennen, dass dieser Teil der Kompany-Bayern die Grundlage für all den Erfolg ist, das Basisniveau, das die Spannung hochhält, auch wenn die Liga schon gelaufen ist.
Es wäre schön gewesen Musiala spät für einen ebenbürtigen 10er-Ersatz rausnehmen zu können. Doch Lennart Karl und Serge Gnabry sind verletzt und der Version Nicolas Jackson (und dann Kane auf die Zehn) scheint man nicht genug zu vertrauen.
Natürlich gab es auch ein Argument, mit Blick auf den Spielstand einen Verteidiger mehr aufs Feld zu bringen und das Ergebnis zu sichern. Aber Kompany fehlten auch schlicht die Möglichkeiten. Umso wichtiger wäre es, wenn Lennart Karl für die Fahrt nach Paris fit wird.
Im Sommer sollte man sich aber durchaus Gedanken machen, ob man mit Blick auf Gnabrys Alter und Verletzungshistorie nicht noch dringend eine hochkarätige Verstärkung in der Offenisve braucht.
Zu solch einer dominanten Partie mit Ball gehört zwingend auch ein dominantes Mittelfeld. Und dem wurden die beiden Bayern-Sechser aber sowas von gerecht. Der Youngster brachte 93% seiner Pässe an, der Routinier 87%.
Nachdem man Pavlo seine Nervosität gegen Real Madrid einige Male angesehen hatte, strahlte er in diesem Pokalhalbfinale wieder eine tiefe Ruhe aus und zog gemeinsam mit seinem Mittelfeldpartner die Fäden.
Gegen PSG werden dieses Dua auch elementar sein: Es kommt das wahrscheinlich (zweit-)beste Mittelfeld der Welt. Die Franzosen werden ganz sicher mehr gegen den Ball auf den rasen bringen als Leverkusen und da gilt es den Kompany-Ball trotzdem ruhig aufziehen zu können. Kombiniert mit einer guten Leistung gegen den Ball, haben die beiden eis auf jeden Fall in den Füßen, das Mittelfeldduell zu gewinnen.









































