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·02 de junho de 2026
Kampfansage aus Kadiköy: Altay Bayindir bricht sein Schweigen über die harte Leidenszeit und greift nach dem WM-Pokal

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Die weite Reise zur Endrunde in die USA, Kanada und Mexiko wirft ihre Schatten voraus, und das furiose 4:0 gegen Nordmazedonien hat die Euphorie rund um die Milli Takim endgültig entfacht. Nach dem reifen Auftritt im Fenerbahce-Chobani-Stadion stellte sich Nationaltorhüter Altay Bayindir den Fragen der anwesenden Journalisten. Der Schlussmann wirkte glücklich, aber fokussiert und ordnete den Kantersieg im Testspiel nüchtern ein. Für die Mannschaft sei es ein guter Start gewesen, an den man nun unbedingt anknüpfen müsse. Er betonte, dass Vorbereitungsspiele immer enorm wichtig seien, um sich selbst im Spiegel zu betrachten. Die Vorgaben des Trainerstabs habe man auf dem Rasen perfekt umgesetzt. Durch den frühen Führungstreffer habe das Team mit großem Selbstvertrauen aufgespielt und guten Fußball gezeigt. Dennoch liege vor der Mannschaft eine lange und intensive Phase, in der man das Land mit weiteren Siegen glücklich machen wolle.
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Hinter dem Keeper liegen persönlich extrem herausfordernde Monate. Fehlende Spielpraxis sorgt bei Außenstehenden oft für Zweifel, doch der Torwart präsentierte sich mental extrem gefestigt und parierte im Spiel glänzend, als er gefordert war. Zu seiner persönlichen Situation und seiner Rolle fand der Keeper deutliche Worte: „Meine Aufgabe ist es, zu retten. Mein Trainer hat mir in diesem Spiel eine Chance gegeben, wofür ich ihm dankbar bin. Ich habe mich ohnehin jeden Tag und jeden Moment auf die Weltmeisterschaft vorbereitet. Wenn ein Torwart eine Zeit lang nicht spielt, kann das natürlich Fragen im Kopf aufwerfen. Aber ich glaube nicht, dass so etwas richtig ist. Es war eine schwierige Zeit für mich. Die Phasen, in denen ich nicht gespielt habe, waren wirklich sehr schwer für mich. Aber ich habe trotzdem genauso weitergemacht. Ich bin mental stark.“ Er blickt optimistisch nach vorn und hofft, durch mehr Spielzeit auf dem Platz seine Karriere wieder in die richtigen Bahnen lenken zu können.
Das Gastspiel im Stadion von Fenerbahce war für den 28-jährigen Schlussmann eine emotionale Reise in die eigene Vergangenheit. Die einzigartige Atmosphäre auf den Rängen gab den Spielern spürbaren Rückenwind. Der Torhüter blickt ohne Groll auf seine Zeit in diesem Stadion zurück und erklärte wehmütig: „Ich habe hier sehr schöne Dinge erlebt. Auch dank unserer Fans habe ich sehr schöne Zeiten verlebt. Natürlich würde ich mir von Herzen wünschen, noch mehr und noch schönere Dinge zu erleben. Aber es sollte nicht sein. Ich wünsche Fenerbahce auch in Zukunft von ganzem Herzen viel Erfolg. Hoffentlich erleben sie schöne Zeiten. Denn ich habe hier viele schöne Erinnerungen gesammelt.“ Die lautstarke Unterstützung bis zur letzten Sekunde sei eine enorme Kraftquelle, die man nun auch über den Atlantik mitnehmen wolle, um den Kampf in Amerika erfolgreich zu gestalten.

Foto: IHA
In den türkischen Medien wird die Debatte um die Nummer eins im Kasten der Nationalmannschaft traditionell heiß diskutiert. Altay Bayindir räumte im Gespräch mit den Journalisten radikal mit den Gerüchten um vermeintliche teaminterne Reibereien auf. Das Verhältnis zwischen ihm und seinem Konkurrenten Ugurcan Cakir sei von tiefem Respekt geprägt. Auf dem Trainingsplatz herrsche zwar ein gesunder sportlicher Wettkampf, abseits des Rasens verbinde die Torhüter jedoch eine echte Freundschaft. Für den Keeper steht das große Ganze über dem persönlichen Erfolg. Er stellte unmissverständlich klar: „Wem auch immer der Trainer eine Chance gibt, der wird auf den Platz gehen und bis zum Schluss kämpfen. Und wer auch immer spielt, derjenige, der nicht spielt, wird ihn bis zum Schluss unterstützen. Das war es also, was ich bisher in jeder Phase, in der ich hier war, getan habe. Wenn ich eine Chance bekomme, gehe ich raus und spiele. Wenn ich keine bekomme, unterstütze ich denjenigen, der spielt, bis zum Schluss. Auch im Training gebe ich mein Bestes. So einfach ist das.“ Das Team habe nur eine gemeinsame Flagge, der alle dienen, und nur durch diese Zusammengehörigkeit könne man nachhaltig erfolgreich sein.
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Beim letzten großen türkischen WM-Märchen im Jahr 2002 war der Torhüter gerade einmal vier Jahre alt. Nun reist er selbst zu einer Endrunde und verbirgt seine riesige Vorfreude nicht. Die Teilnahme an einer Weltmeisterschaft sei für ihn die größte Ehre überhaupt. Die Zielsetzung innerhalb der Mannschaft ist trotz der starken Konkurrenz maximal ambitioniert. Der Schlussmann fand eine emotionale Liebeserklärung an sein Land: „Die Weltmeisterschaft ist eine große Ehre. Wir werden unser Bestes geben. Unser Ziel ist es, den Pokal zu holen. Wir werden auf dem Platz unser Herzblut geben und alles geben, was wir haben. Natürlich gibt es auch eine Realität, nämlich dass es sich um Fußball handelt. Jeder wird kämpfen. Hoffentlich sind wir es, die für unseren Kampf belohnt werden, die den Lohn dafür erhalten. Denn das brauchen wir wirklich sehr. Als Land brauchen wir das Glück, die schöne Begeisterung, diese Gefühle intensiv, auf die intensivste Weise zu erleben.“
Zum Abschluss der Medienrunde, über die unter anderem der Nachrichtendienst Anadolu Ajansi berichtete, kam das Gespräch auf die klimatischen Herausforderungen am Trainingsort in Übersee. Die drückende Hitze in den Staaten wird den Profis physisch alles abverlangen. Für den Nationaltorwart ist das jedoch keine Ausrede, sondern Teil des Jobs. Ein echter Profisportler müsse sich an jede Bedingung anpassen können. Man werde die Kleidung im Training entsprechend anpassen und unbeirrt weiterarbeiten, um beim Turnierstart auf den Punkt fit zu sein.







































