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·16 de abril de 2026

Kennenlernphase unter Wettbewerbsbedingungen

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Man kann mit Fug und Recht nun behaupten: Unser SSV Jahn sollte ab jetzt in sicheren Fahrwassern unterwegs sein. Nach dem 2:2 gegen 1860 München trennen uns 14 Punkte vom ersten Abstiegsplatz. Es sind noch 5 Spieltage und somit 15 Punkte zu vergeben. Spätestens wenn wir mindestens ein Unentschieden einfahren und Havelse und Ulm patzen, sind wir endgültig sicher. Unser Gegner, die Aachener, haben da allerdings etwas dagegen, uns einfach Punkte zu überlassen. Immerhin sind sie die beste Rückrundenmannschaft.

Von Rang 14 auf Rang 7

Die Mannschaft mit dem besten Offensivduo der Liga steht bei 51 Punkten und somit 9 Punkte hinter einem Relegationsplatz. Im Vergleich zu 1860 stehen noch zwei direkte Duelle mit Mannschaften vor ihnen (Duisburg und Rostock) an. Zeit zu träumen wird sicherlich erlaubt sein. Vor allem, da sie beim letzten Duell gegen uns, am 15. Spieltag, noch auf Rang 14 standen. Bemerkenswerte Entwicklung.


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Einen großen Anteil daran – neben der Mannschaft – hat jemand, der sehr lange hier gewirkt hat und beim überwiegenden Teil der Jahnfans und auch bei uns im Blog nach wie vor hoch angesehen ist: Mersad Selimbegovic. 17 Jahre vergisst man dann doch einfach nicht. Danke, Mersad!

Im November übernahm er in Aachen. Seitdem gab es 10 Siege in 21 Spielen bei nur 6 Niederlagen und 5 Unentschieden. Laut transfermarkt.de macht das einen Punkteschnitt von 1,67, dem besten seiner Karriere. Der knorrige Bosnier lässt dabei weiterhin spielen, wie man es bisher von ihm kannte. Mit viel Aggressivität. Nach dem Jahn ist Aachen seine dritte Station als Trainer nach Rostock und Eupen.

Dass Aachen nach dem großen Umbruch und vor allem dem überraschenden Abgang des Stammtorhüters Jan Olschowsky (zurück zum Stammverein) immer noch so gut performt, liegt vermutlich an etwas, das sich einige Jahnfans seit mehreren Jahren wieder wünschen: gute Kaderplanung. Wir sind gespannt, was uns Alexander Schmalhofer in den nächsten Wochen und Monaten präsentieren wird. In Aachen zieht mit Rachid Azzouzi ein bekannter Fachmann die Strippen. Er trat sein Amt am 01.08.2025 an und führte zusammen mit seinem Team Aachen an den Punkt, an welchem sie heute stehen.

Ihnen gelang es auch, Mika Schroers, Teil der erfolgreichen Achse mit Lars Gindorf, fest zu verpflichten. Ob man ihn wirklich halten kann, bei diesen beeindruckenden Statistiken (17 Tore & 26 Scorerpunkte), bleibt abzuwarten.

Im Hinspiel gelang es unserer Mannschaft im Tivoli (ist definitiv einen Besuch wert), das Debüt von Mersad im Tivoli zu vermiesen und die Stürmer unter Kontrolle zu halten. Ob dies wieder gelingt, ist fraglich, da wir mit einer weiterhin sehr jungen und auch leicht geschwächten Mannschaft antreten werden.

Der Kader, der Kader und ungefähr die Mitte

Ungefähr die Mitte? Was meinen wir damit? Unser Trainer Sascha Hildmann wurde im Jahntalk darauf angesprochen, wie weit er mit dem Prozess ist, die Mannschaft im Wettkampfprozess kennenzulernen. In diesem Prozess ist er in der Mitte angekommen.

Der Coach ist zufrieden mit dem Einsatzwillen seiner Jungs und er hofft darauf, dass sie daran anknüpfen. Trotz bereits guter Automatismen (vor allem im Spiel gegen den Ball) sieht er doch durchaus Raum für Verbesserungen. Konkret: das Spiel mit dem Ball, gerade im offensiven Positionsspiel, die Halbräume besser belaufen, bessere Tiefenläufe, mehr Flanken und eine bessere Boxbesetzung.

Unser Chefcoach ist ein großer Fan davon gewesen, dass unser Team, nicht wie bei Stuttgart, nach dem Rückstand komplett von der Rolle gewesen ist. Er ist zufrieden mit der Leistung der Verteidigung und dem Teamspirit, dass sie sich nach dem Elfmeter abgeklatscht und sich gegenseitig angeschoben haben.

Gefreut hat den Coach auch die Leistung von Leo Mätzler. Nach dem Spiel gegen 1860 München gab er zu Protokoll, dass er diesen bei Weitem nicht so kritisch sah wie ich und auch ein Wechsel von ihm nicht zur Debatte stand. Man konnte aber auch erahnen, dass Hildmann versuchen möchte, mit den jungen Spielern zu arbeiten und sich Zeit für sie zu nehmen. Ein Beispiel war das Gegentor durch den Wegrutscher von Mätzler. Sascha Hildmann nahm sich hier kurz Zeit, um uns das zu erklären:Der Leo verhält sich da falsch. Er versucht dann eben durch die Drehung über die Schulter, den Haugen abzulaufen. In dem Moment kriegt er ein bisschen Schritt. Kommt aus dem Tritt und dann fällt er hin. Aber trotzdem hat er sich stabilisiert. Macht dann das Tor. Das war ja sein Kopfballtor. Da habe ich mich sehr gefreut – Sascha Hildmann

Hildmann betonte auch im Allgemeinen noch einmal, wie jung die Mannschaft war, die an diesem Tag gespielt hat, und dass er aufgrund dessen mit der gezeigten Leistung durchaus zufrieden ist.

Beruhigt sein können Jahnfans augenscheinlich bei Felix Gebhardt. Nach dem Spiel fragten wir bei unserem Schlussmann nach, wie es seinem Oberschenkel geht. Der zwickte nur etwas, aber sonst ging es. Die Zeichen, die er während des Spiels gab, richteten sich an die Bank wegen Leo Mätzler.Zu seiner eigenen Zukunft wollte er sich nicht äußern. Aber das ist beim Jahn bekanntlich nichts Neues.Nicht 100 % glücklich zeigte sich unser Torhüter, dass man es nicht geschafft hat, alles nach dem Elfmeter wegzuverteidigen.

Ich muss einfach sagen, der Kopfball, der macht dann auch super gegen die Laufrichtung. Ist ärgerlich, ja. Aber ich glaube, dass wir den Punkt aktuell nehmen, dass es wieder ein gewonnener Punkt ist, klar ärgerlich. Ich bin auch nicht so ganz happy irgendwie, keine Ahnung. Aber die Lügen haben auch eine Qualität. Die Lügen sind sehr gut dagegen. Wir haben auch spielerisch, fußballerisch unseren Plan durchgezogen. Da müssen wir uns wieder drauf aufbauen. Und den Plan dann vom Trainer wieder umsetzen. – Felix Gebhardt

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An dieser Stelle möchte ich mich noch kurz einer kleinen Debatte anschließen, die im 1889fm-Discord-Server für unterschiedliche Meinungen gesorgt hat. Konkret geht es um Benedikt Saller (Foto: Köglmeier), welcher seit 10 Jahren in diesem Verein seine Schuhe schnürt.

Es kam, bereits während seiner langen Verletzungszeit, immer wieder ein Gedanke in meinem Kopf: Es ist schade, dass er nicht diese Aufmerksamkeit bekommt, wie sie einst ein Nachreiner oder ein Hein bekamen. Damit möchte ich den beiden in keinster Weise etwas absprechen. Und zu entscheiden, wer von den Fans als Legende akzeptiert wird oder nicht, habe sicherlich nicht ich.

Aber es ist schade, dass einigen offenbar nicht bewusst ist, dass unser Bene in ein gutes Fußballeralter gekommen ist und nicht mehr ewig spielen wird. Natürlich ist es die Entscheidung von ihm, dem Verein und auch seinen Vorstellungen, ob es weitergeht. Aber das Gerücht, dass er sang- und klanglos vielleicht einfach keinen Vertrag bekommen soll, was ich mir nicht vorstellen kann, schockiert dann doch etwas. Noch mehr schockiert es mich, dass es einige interessante Gestalten da draußen gibt, die denken, Bene sei nicht mehr tauglich und zu schlecht. Interessant. Sicherlich ist er nicht mehr in seiner Prime, aber immer noch ein guter Spieler.

Jahnfans schimpfen immer, dass sie anders sein wollen. Wenn so etwas heutzutage, wo alle anders sein wollen, überhaupt noch möglich ist. Aber einigen ist es doch wichtig, sich z. B. von einem FC Bayern mit der Next-Man-up-Mentalität und dem „Geschäft“ abzugrenzen. Und dennoch fallen Worte wie „emotionale Lohntüte“, „wenn zu teuer“ u. v. m. Natürlich muss sich ein Verein nicht von einem verdienten Spieler „einengen lassen“ (das heißt nicht, dass Bene das tut, uns liegen hier keine Kenntnisse vor), aber es muss doch auch etwas bedeuten, wenn man Vereinstreue aufweist.

Und darüber sollten einige noch einmal nachdenken. Denn Treue, Leidenschaft und Verbundenheit hat Bene Saller sicherlich mit dem Jahn geteilt. Er hat immer so gut er konnte, alles gegeben und mit diesem Verein gelitten. Er war es, der sichtlich angefasst gegen Fürth verloren hatte und in die Kurve kam und uns nicht enttäuschen wollte. Leitbild, Erfahrung und Einsatz. Das wollen wir und bekommen wir bei ihm. Dass einige das so vergessen? Blanker Wahnsinn.

Aber nochmal: Es ist ein loses Gerücht der Quelle „Vertrau mir, Bruder“. Aber es war mir ein persönliches Anliegen, den Umgang mit einem verdienten Spieler durchaus mal in Frage zu stellen.

Danke, Bene, für deine bisherige Zeit in Weiß und Rot und hoffentlich kommt noch etwas dazu!

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