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·28 de maio de 2026

kicker Interview: Das sagt Pascal Groß zu Nagelsmanns Glaubwürdigkeit

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Pascal Groß sieht die Rückholaktion von Manuel Neuer durch Bundestrainer Julian Nagelsmann nicht als Belastungsprobe für dessen Autorität. Der Nationalspieler von Brighton & Hove Albion betont vielmehr, dass Nagelsmanns Glaubwürdigkeit aus seiner Sicht „absolut nicht gelitten“ habe.

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Bundestrainer Julian Nagelsmann gibt seiner Mannschaft beim Abschlusstraining am 28. Mai 2026 im Homeground in Herzogenaurach Anweisungen. Das DFB-Team bereitet sich auf die bevorstehenden Länderspiele vor, bevor es zur FIFA Weltmeisterschaft 2026 in die USA aufbricht. Alexander Hassenstein / Getty Images Europe via Getty Images


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Groß stellt sich klar hinter Nagelsmann

Gegenüber dem kicker erklärte Groß, der Fußball sei ein Tagesgeschäft, in dem regelmäßig auch schwierige Entscheidungen getroffen werden müssten. „Der Sport, speziell der Fußball, ist ein Tagesgeschäft, das immer auch mal schwere Entscheidungen erfordert“, sagte der Profi. Als Beispiel verwies er auf Toni Kroos, der für die Europameisterschaft 2024 zurückgekehrt war und sich nachträglich als echter Gewinn für Deutschland und die Mannschaft erwiesen habe. „Es gibt eben Ausnahmespieler, auf die man möglichst nicht verzichten sollte“, so Groß.

Zu diesen Spielern zählt er auch Neuer. Nagelsmann hatte den Torhüter für die WM aus dem DFB-Ruhestand zurückgeholt und damit seine zuvor als Nummer eins eingestufte Wahl Oliver Baumann verdrängt. Groß machte deutlich, dass persönliche Enttäuschungen dabei keine Rolle spielen dürften. „Wir spielen alle für Deutschland. Das Ego muss daheimbleiben, weil wir alle für ein gemeinsames Ziel kämpfen“, sagte er mit Blick auf seine eigene Rolle als möglicher Ersatzmann.

Rolle als Teamspieler und Blick auf die WM

Groß versprach, im Bedarfsfall „zu 100 Prozent“ bereit zu sein. Ansonsten wolle er sich klar in den Dienst der Mannschaft stellen, seine Mitspieler unterstützen und „mannschaftsdienlich“ auftreten. Gerade diese Funktion sei wichtig, um „die Energie und die Trainingsintensität hochzuhalten und uns gegenseitig zu Höchstleistungen antreiben“.

Sportlich zeigt sich der 34-Jährige überzeugt, dass Deutschland im Konzert der Großen bestehen kann. „Wir können mit den Großen mithalten“, sagte Groß. Für den WM-Triumph brauche es neben defensiver Stabilität vor allem die „Klasse“ der Ausnahmekönner Florian Wirtz, Jamal Musiala und Kai Havertz, die er als „unsere Zugpferde“ bezeichnete. Als Beispiel nannte er die WM 2014 und das Achtelfinale gegen Algerien, das gezeigt habe, wie wertvoll solche Spieler in engen Spielen sein können.

Neuer als Maßstab für Weltklasse

Im selben Atemzug erinnerte Groß an Manuel Neuer und dessen Auftritt in diesem Spiel. „Manuel Neuer hat in diesem Match das beste Torwartspiel gezeigt, das ich je in meinem Leben gesehen habe“, sagte der Mittelfeldspieler. Für ihn unterstreicht gerade dieses Beispiel, weshalb Nagelsmann bei außergewöhnlichen Spielern auch unpopuläre Wege gehen dürfe.

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