MillernTon
·17 de abril de 2026
Lieben und Leiden mit Karol Mets

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Das Spiel gegen den 1. FC Köln war der perfekte Moment für Karol Mets um seinen ersten Treffer für den FC St. Pauli zu erzielen. Leider wurde er zur tragischen Figur der Partie.(Titelfoto: Stuart Franklin/Getty Images/via OneFootball)
Insgesamt 88 Pflichtspiele hat Karol Mets für den FC St. Pauli bis zum Spiel gegen den 1. FC Köln absolviert. Getroffen hat er am Freitagabend zum allerersten Mal, in der 69. Spielminute war es endlich soweit. Der Ball kam nach Ecke von Sinani hinter dem langen Pfosten runter, wo Wahl per Kopf quer legte und Mets aus vier Metern per Kopf einnickte. Mit einem xG-Wert von 0,32 und xGOT von 0,74 lässt sich dieses Tor mal so richtig sehen. Nach mehr als drei Jahren im Trikot des FC St. Pauli erzielte Karol Mets also seinen ersten Pflichtspieltreffer für Braun-Weiß. Angesichts der Tabellensituation und des Gegners hätte es keinen passenderen Zeitpunkt geben können für so einen besonderen Treffer.
Karol Mets sagte nach Abpfiff zu seinem Premieren-Tor: „We practiced it a lot and the boys make a lot of jokes about me never scoring a goal, but I always tell them that I score when it really matters. So today potentially could have been that time, sadly it wasn’t.“ Auch Teamkollege Hauke Wahl ging auf die Sticheleien in der Kabine ein und erklärte: „Es freut mich extrem für Karol, weil er sich schon die letzten drei Jahre viel hat anhören müssen von uns.“ Auch Cheftrainer Alexander Blessin freute sich mit dem Torschützen: „Wir wissen alle, dass er eine harte Leidenszeit hatte. Er hat sich nach seiner Verletzung zurückgekämpft. Und deshalb freut es mich ungemein, dass er das Tor gemacht hat.“
Besonders war das Tor nicht nur wegen dem ersten Treffer von Karol Mets, sondern auch, da es das dritte Tor in Folge des FC St. Pauli nach einem Standard war. Hauke Wahl erklärte nach Abpfiff, dass das Team in Zusammenarbeit mit Co-Trainer Peter Németh viel an Offensivstandards arbeite. Den Lohn dieser Arbeit sieht man in den Zahlen: Es war der vierzehnte Treffer des FC St. Pauli in dieser Saison nach ruhenden Bällen. Mehr als die Hälfte der in dieser Spielzeit erzielten Tore kamen nach Standardsituationen zustande.
Doch leider sollte Karol Mets auch noch im anderen Strafraum an einer entscheidenen Szene beteiligt sein: In der 83. Minute kam es zum Duell zwischen Mets und Kaminski rechts im Strafraum des FC St. Pauli. Der FCSP-Innenverteidiger setzte zur Grätsche an, um eine Hereingabe seines Gegenspielers zu verhindern. Doch Kaminski kam nicht mit dem Ball in Kontakt, spielte keinen Querpass. Allerdings hatte sein linker Fuß Kontakt mit den Beinen von Mets, der Kölner Offensivspieler kam zu Fall und beschwerte sich im Anschluss vehement. Schiedsrichter Jöllenbeck entschied zuerst nicht auf Elfmeter, wurde dann aber vom VAR an den Monitor zitiert. Dort konnte er sehen, wie es zweifelsohne einen Kontakt zwischen Kaminski und Mets gab. Die Situation war aber extrem unglücklich, Kaminski stellte den Fuß genau zwischen die Beine von Mets, ein Kontakt ist da nicht zu vermeiden gewesen, vor allem traf der Fuß von Kaminski erst fie Wade von Mets. Reicht das für einen Elfmeter? Rechtfertigt das einen VAR-Eingriff? Alexander Blessin übte jedenfalls scharfe Kritik an der Entscheidung. Auch Hauke Wahl erklärte nach Abpfiff, dass es für Innenverteidiger in solchen Szene durch den VAR extrem schwer sei Zweikämpfe zu führen. Ganz anders schätzte Mets selbst die Szene ein: „I clearly touched his leg. It was really cloumsy for me to go for the ball. (…) He threw his leg out there really well and I got in contact with it, so I think it is a penalty.“
Der 1. FC Köln nutzte den Elfmeter zum Ausgleich. Somit wurde Karol Mets zum tragischen Helden dieser Partie. Ob er sich nun mehr über das erste Tor freut, oder über die Elfersituation ärgert, konnte er nach dem Spiel einfach beantworten: „To be honest its more frustrating, cause the three points would have helped us massively.“ Allerdings erklärte er auch, dass, wenn er mal auf sine Karriere zurückschaut, vermutlich sehr stolz und glücklich über das Tor ist, doch verständlicherweise war es in dem Moment einfach nur ärgerlich. Alexander Blessin betrieb nach Abpfiff direkt Aufbauarbeit: „Dieser Elfmeter wirft ihn nicht um, weil Karol ein Wettkampftyp ist. Er wird aufstehen und drauf und dran sein sein zweites Tor dann vielleicht nächste Woche zu machen.“
So muss der FC St. Pauli sich am Ende dieser Partie über zwei verlorene Punkte ärgern. „It feels like two lost points“, sagte leidtragende Karol Mets. Und trotzdem zog er auch neben seinem Treffer Positives aus dem Spiel: „This was clearly a step to the right direction. As it has been said, we have to keep performing like that if we want to stay in Bundesliga, hopefully we manage it.“
Alles in allem war die Energie da und auch die Art und Weise wie die Mannschaft gespielt hat, sah nach der Niederlage letztes Wochenende wieder mehr nach der Identität des FC St. Pauli aus. Für diese Leistung hätte der FCSP und insbesondere Karol Mets drei Punkte verdient gehabt. Und dennoch: Immer weiter vor!// Nike + Tim
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