Mark van Bommel erklärt die PSV Eindhoven | OneFootball

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·27 de janeiro de 2026

Mark van Bommel erklärt die PSV Eindhoven

Imagem do artigo:Mark van Bommel erklärt die PSV Eindhoven

Als Mitte Januar ehemalige Weltklassespieler um den FC Bayern Legends Cup im SAP Garden kämpften und zauberten, war auch Mark van Bommel mittendrin. „Es war schön alle wiederzusehen, über die alten Geschichten zu sprechen“, verriet der frühere Mittelfeldspieler, der einst viereinhalb Jahre das Trikot des deutschen Rekordmeisters getragen hatte. Zwar würden die Füße nicht mehr ausschließlich das machen, was der Kopf von ihnen will, so van Bommel schmunzelnd, aber dennoch sei es schön gewesen, wieder auf dem Platz zu stehen – wenn auch beim Hallenfußball. Die Wiedersehensfreude war auch bei den Zuschauern groß, schließlich zeigte sich van Bommel so, wie ihn die Bayern-Fans zu seiner aktiven Zeit geliebt haben: aggressiv, kampfstark, robust in den Zweikämpfen sowie als Leader auf dem Platz – Fähigkeiten, die sich der gebürtige Niederländer nicht zuletzt auch in München angeeignet hatte.

„Das Schwierigste als Fußballspieler ist es, auf dem Top-Level zu bleiben. Gerade bei Bayern sind alle top, sonst würden sie da nicht spielen“, blickt der 48-Jährige zurück: „Jedes Jahr musst du mindestens gleich so gut sein oder noch besser, sonst holt dich jemand ein.“ Dazu habe er immer nicht nur auf sich selbst geschaut, sondern auf die ganze Mannschaft, „dass der Plan stimmt, das Team zusammenhält“ – genau das habe Mark van Bommel zu einem Führungsspieler gemacht, der seine Kollegen regelmäßig mitriss. „Deswegen bin ich insgesamt sechs Jahre bei Eindhoven, zweieinhalb Jahre bei Bayern und zwei Jahre in der Nationalmannschaft Kapitän gewesen.“


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PSV unter Druck

Am Mittwoch kommt es in der Champions League zum Duell zweier Teams, die Mark van Bommel einst angeführt hatte. Beide mit völlig unterschiedlicher Ausgangslage: Während die PSV Eindhoven unbedingt punkten muss, um einen Platz in den Playoff-Rängen zu verteidigen, ist der FC Bayern längst sicher fürs Achtelfinale qualifiziert. Die Generalprobe lief für beide Teams durchwachsen, PSV spielte nur 2:2 gegen den Vorletzten NAC Breda, die Bayern unterlagen sogar zuhause dem FC Augsburg. Laut van Bommel keine guten Aussichten für die Niederländer: „Bei Bayern kannst du nicht zweimal hintereinander verlieren. Sie wollen ihre Serie jetzt wieder von Neuem starten.“

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Für van Bommel sind die Kräfteverhältnisse vor Anpfiff eindeutig: „Eindhoven ist ein Top-Verein in Holland, aber Bayern ist ein Top-Verein in Europa. Bei PSV kann immer wieder mal eine gute Saison dabei sein, bei den Bayern muss jede Saison gut sein.“ Zuletzt waren beim Club aus den Niederlanden die guten Jahre aber in der Überzahl und die PSV ist trotz des Punktverlusts am Wochenende voll auf Kurs Richtung dritter Meisterschaft in Folge. Das vor allem dank der Handschrift von Chefcoach Peter Bosz, der seit 2023 im Amt ist. Der Niederländer ist vielen in Deutschland von seinen Stationen bei Borussia Dortmund und Bayer 04 Leverkusen ein Begriff, wo er für seinen fast schon bedingungslosen Offensivfußball stand.

Bosz setzt voll auf die Offensive

Das hat sich auch in Eindhoven nicht geändert und das Bosz-Team stellte in dieser Champions League-Saison beim 6:2 gegen Neapel und 4:1 in Liverpool eindrucksvoll unter Beweis, was offensiv in ihr stecken kann. „In Holland wollen alle Fußball spielen“, meint van Bommel, aber: „Man muss top sein, um nur auf Angriff zu spielen. Die Spielidee ist gut, aber es geht nicht immer, dass man angreift und ein Tor mehr schießt als der Gegner.“ Wird PSV gegen die Bayern also vorsichtiger, defensiver agieren? „Nein, das glaube ich nicht. Die Idee wird die gleiche sein“, glaubt van Bommel. Zumal sich die Heimelf auch der Unterstützung der 35.000 Fans im Philips Stadion gewiss sein kann. Gerade bei Europapokalspielen ist dort „Stimmung drin“ – „die gehen ab, wenn das Spiel gut läuft.“

Mark van Bommel kennt das Stadion nicht nur als Spieler, sondern auch als Trainer. Sein erster Trainerstuhl auf Vereinsebene stand 2019 bei der U19 von PSV, ein Jahr später übernahm der ehemalige Weltklasse-Mittelfeldspieler die Profis. Im heutigen Kader sind in Armando Obispo und Mauro Júnior zwei Spieler, die van Bommel beim Schritt zu den Profis begleitet hat. Auch sonst kennt er die Mannschaft gut, ist immer wieder bei Spielen vor Ort und beobachtete so zuletzt auch die Entwicklung eines Ex-Bayern in Eindhoven: Paul Wanner, der im Sommer von München in die Niederlande gewechselt war.

„Er hat etwas Eingewöhnungszeit gebraucht, aber jetzt sieht man seine Fähigkeiten. Er agiert schlau zwischen den Linien, hat eine gute Technik und sein erster Kontakt ist fast immer gut.“ Überhaupt ist Mark van Bommel überzeugt, dass PSV den Bayern qualitativ einiges entgegensetzen kann: „Jerdy Schouten, Joey Veerman – die können Fußball spielen.“ Beim marokkanischen Linksaußen Couhaib Driouech – mit fünf Torbeteiligungen in 184 Einsatzminuten aktuell der effektivste Scorer in der Champions League – beeindruckt van Bommel insbesondere die Schnelligkeit. Der Schuh drückt dafür in der Sturmmitte, wo in Ricardo Peppi und Alassane Pléa gleich zwei frühere Bundesliga-Stürmer verletzungsbedingt ausfallen.

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Ein weiterer Verletzter bei PSV schmerzt Mark van Bommel ganz besonders: Sohnemann Ruben van Bommel riss sich im vergangenen September das Kreuzband und fällt seither aus. Ein herber Verlust: „Er war richtig gut drauf. Zu Saisonbeginn hat er vier Tore in sieben Spielen geschossen – drei in der Liga und eines in der Champions League. Das war richtig gut“, betont van Bommel – und man hört heraus: Da schwärmt nicht nur der Papa, sondern auch ein Trainer. „Er ist superschnell, läuft über 35 km/h, ist groß und kann Tore schießen. Er hat viele Fähigkeiten, die man auf diesem Niveau braucht. Aber jetzt ist erstmal wichtig, dass er eine gute Reha macht.“

Weltkarrieren starteten in Eindhoven

Wenn der Filius in alter Stärke zurückkommt, könnte er vielleicht auch eine Tages zu einem der Spieler werden, die bei der PSV eine große Karriere gestartet haben. Ronaldo, Ruud Gullit, Romario, Ruud van Nistelroy und nicht zuletzt eben Mark van Bommel – die Liste der Fußballer, die in Eindhoven Anlauf für den Sprung in die Weltspitze genommen haben, ist lang. „Holland ist ein Ausbildungsland“, sagt van Bommel. Junge Spieler mit 17, 18 Jahren bekommen hier die Möglichkeit, sich zu entwickeln, anstatt bei einem Top-Club nur auf der Bank zu sitzen. Zudem habe Eindhoven als Werksklub eine Vorreiterrolle eingenommen und sei durch die Verbindungen des Mutterkonzerns Philips nach Brasilien schon früh auf Talentjagd gegangen. Durch spätere Verkäufe generierte der Club viel Geld – sowie auch beim letzten großen Coup, bei dem auch eine Bayern-Legende ihre Handschrift hinterließ: Cody Gapko, der heute für den FC Liverpool in der Premier League stürmt, spielte einst unter Mark van Bommel in der U19 von PSV.

Talententwicklung, Offensivfußball und ein eher ruhiges Umfeld sind das, was die PSV in den vergangenen Jahren stark gemacht hat. „Bei Bayern wird dir das ‚Mia san Mia‘ eingeimpft“, weiß van Bommel. In Eindhoven lautet der Slogan ‚Eendracht Maakt Macht‘ – Einigkeit macht stark. Eine Krise sei in Eindhoven nicht so groß wie bei den nationalen Konkurrenten Ajax Amsterdam oder Feyernoord Rotterdam. „PSV ist mehr ein Verein, in dem man zusammenhält.“ Er passe zur Region in den Niederlanden, die eher für Gemütlichkeit steht.“ Mit der wird es am Mittwochabend aber vorbei sein – für beide Teams geht es schließlich um viel.

Auch Arjen Robben sprach über das Duell seiner beiden Ex-Vereine:

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