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·31 de março de 2026

Mit Brown & Karl: So sollte die deutsche Startelf bei der WM aussehen

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Die Ergebnisse stimmen, die entscheidenden Personalfragen bleiben. Zwar gewann Deutschland in der Länderspielphase mit 4:3 gegen die Schweiz und 2:1 gegen Ghana, doch vor allem offensiv ist noch längst nicht alles geklärt. Wer gehört in den Sturm, wo ist Kai Havertz am wertvollsten und wie sollte Lennart Karl eingebunden werden? Genau daraus ergibt sich die spannendste Frage: Wie sollte Deutschlands bestmögliche Startelf bei der WM aus heutiger Sicht aussehen?

Baumann als Nummer 1 – Brown vor Raum

Tor: Oliver Baumann


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Oliver Baumann hat sich seine Einsätze mit konstant soliden Leistungen verdient. Der Keeper der TSG Hoffenheim wirkt in seinem Spiel auffallend stabil, leistet sich kaum Aussetzer und vermittelt genau die Ruhe, die ein Nationaltorwart ausstrahlen sollte. Alexander Nübel verfügt womöglich über das etwas höhere Entwicklungspotenzial, wirkt in seinen Leistungen aber deutlich schwankender. Auf starke Phasen folgen bei ihm immer wieder auch Patzer, die auf höchstem Niveau schwer wiegen. Baumann ist in dieser Hinsicht die stabilere Lösung. Dass Marc-André ter Stegen bei der aktuellen Konstellation wohl keine ernsthafte Rolle spielen wird, deutete Julian Nagelsmann zuletzt bereits an.

Linksverteidiger: Nathaniel Brown

Vor dieser Länderspielphase sprach auf der linken Seite noch einiges für David Raum. Inzwischen hat sich das Bild jedoch spürbar verändert. Während der Leipziger nach starker Hinrunde etwas an Form eingebüßt hat, drängt sich Nathaniel Brown immer mehr auf. Der Frankfurter sticht selbst in einer schwankenden Eintracht Mannschaft regelmäßig heraus und überzeugte gegen Ghana erneut mit seiner Stärke im defensiven Eins gegen Eins. Auch mit Ball bringt Brown nahezu alles mit, was diese Rolle verlangt. Er kann invers agieren, das Spiel mit seiner Passqualität prägen oder mit Dynamik die Linie bearbeiten. Gerade diese Vielseitigkeit macht ihn so interessant. Brown ist der Linksverteidiger der Zukunft und sollte diese Rolle bereits bei der WM übernehmen.

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Foto: Getty Images

Innenverteidiger: Nico Schlotterbeck

Auch wenn Nico Schlotterbeck gegen die Schweiz nicht seinen besten Auftritt hatte und sich in seinem Spiel immer wieder kleinere Fehler im Aufbau einschleichen, dürfte seine Rolle in der ersten Elf vorerst kaum ernsthaft infrage stehen. Der Dortmunder überzeugt mit Zweikampfstärke, Tempo und seiner Führungsstärke auf dem Platz. Dazu kommt sein wertvoller linker Fuß, der dem deutschen Spielaufbau gerade gegen tiefstehende Gegner zusätzliche Lösungen eröffnet. Wenn Schlotterbeck seine beste Form erreicht, kann er für das DFB-Team zu einem entscheidenden Baustein werden.

Innenverteidiger: Jonathan Tah

Bereits bei der Heim-EM war Jonathan Tah im Abwehrzentrum gesetzt, und auch seither hat sich an diesem Bild wenig geändert. Der 30-Jährige bringt auf höchstem Niveau genau die Mischung aus Stabilität, Präsenz und Verlässlichkeit mit, die diese Defensive braucht. Tah verteidigt konsequent, leistet sich nur wenige Fehler und ist mit seiner Wucht bei Standards in beiden Strafräumen ein wichtiger Faktor. Zwar sah er beim zweiten Gegentor gegen die Schweiz nicht optimal aus, insgesamt ändert das an seinem Status jedoch wenig. Entscheidend ist vielmehr, dass Tah seit Monaten konstant wirkt und seine Form auch im Bayern Trikot eindrucksvoll bestätigt hat.

Rechtsverteidiger: Joshua Kimmich

Julian Nagelsmann spielte zwischenzeitlich mit dem Gedanken, Joshua Kimmich wieder dauerhaft ins Zentrum zu ziehen, rückte von diesem Plan zuletzt aber wieder ab. Als inverser Rechtsverteidiger bleibt der Kapitän ein zentraler Taktgeber im deutschen Offensivspiel, schiebt immer wieder ins Zentrum und verleiht dem Spielaufbau Struktur. Gerade mit Ball ist sein Einfluss enorm. Offen bleibt allerdings die Frage, wie gut Kimmich gegen schnelle, dribbelstarke Flügelspieler bestehen kann, die sein Tempodefizit gezielt attackieren. Da dem DFB auf dieser Position jedoch echte Alternativen fehlen, dürfte an Kimmich als Rechtsverteidiger derzeit kein Weg vorbeiführen.

Mehr Kontrolle durch Pavlovic, mehr Dynamik durch Nmecha

Defensives Mittelfeld: Aleksandar Pavlovic

Auch wenn Angelo Stiller seine Aufgabe ordentlich gelöst hat, spricht mit Blick auf die WM vieles für Aleksandar Pavlovic. Der Münchner ist im Zentrum präsenter, dominanter und verleiht dem deutschen Spiel eine andere Kontrolle. Gerade in den Partien gegen die Schweiz und Ghana war zu sehen, dass es der Nationalmannschaft über längere Phasen an genau dieser Dominanz im Mittelfeld fehlte. Pavlovic bringt dafür nicht nur die spielerischen Voraussetzungen mit, sondern auch die passende Mentalität: Er fordert den Ball permanent, übernimmt Verantwortung und strahlt trotz seines Alters eine bemerkenswerte Selbstverständlichkeit aus. Genau diese Mischung benötigt das DFB-Team im Zentrum.

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Foto: Getty Images

Defensives Mittelfeld: Felix Nmecha

Vieles spricht dafür, dass Julian Nagelsmann im Zentrum auf eine klare Rollenverteilung setzt: Ein balldominanter Spielgestalter neben einem etwas offensiver ausgerichteten Mittelfeldspieler mit Zug zum letzten Drittel. Für genau diese Rolle ist Felix Nmecha die bessere Wahl als Leon Goretzka. Der Bayern-Profi bringt zwar Wucht und Tiefgang mit, verliert durch technische Ungenauigkeiten aber zu oft an Tempo. Nmecha könnte neben Pavlovic freier agieren und mit seiner Dynamik und Kreativität im letzten Drittel für mehr Durchschlagskraft sorgen. Er muss aber auch zu 100 % fit sein.

Wirtz als Schlüsselspieler, Karl drängt sich auf

Linkes offensives Mittelfeld: Florian Wirtz

Florian Wirtz bestätigte in den beiden Testspielen erneut seine starke Form und war einmal mehr der prägende deutsche Offensivspieler. Er ist zwischen den Linien permanent anspielbar, lenkt das Spiel im letzten Drittel und trifft auch unter hohem Druck fast immer die richtigen Entscheidungen. Kaum ein anderer deutscher Akteur verbindet Kreativität, Spielkontrolle und Wirkung im letzten Drittel auf diesem Niveau. Wenn Deutschland bei der WM offensiv auf höchstem Niveau funktionieren will, führt an einem Wirtz in Bestform kein Weg vorbei.

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foto: Getty Images

Offensives Mittelfeld: Serge Gnabry

Vincent Kompany hat Serge Gnabry beim FC Bayern sichtbar stabilisiert und zurück in eine Form gebracht, von der inzwischen auch die Nationalmannschaft profitiert. Gerade hinter der Spitze ist Gnabry enorm wertvoll. Mit seinen Tiefenläufen und seiner Dynamik sorgt er immer wieder für Bewegung im letzten Drittel, öffnet Räume für seine Mitspieler und verleiht dem deutschen Spiel mehr Zug in Richtung Tor. Hinzu kommt, dass Gnabry häufig genau dann in Form ist, wenn es darauf ankommt.

Rechtes offensives Mittelfeld: Lennart Karl

Der wohl größte Gewinner dieser beiden Länderspiele ist Lennart Karl. Auch wenn der 18-Jährige jeweils nur von der Bank kam, hinterließ er mit seinen Dribblings sofort Eindruck. Als eher klassischer Flügelspieler könnte er dem deutschen Offensivspiel gerade neben dem invers agierenden Wirtz die benötigte Breite geben. Sammelt Karl beim FC Bayern in den kommenden Wochen weitere Minuten, könnte er sich endgültig in eine Rolle spielen, die Nagelsmann bei der WM kaum ignorieren kann. Vor allem, weil man bei Jamal Musiala die Befürchtung haben muss, dass er zum WM-Start nicht bei 100 % ist.

Stürmer: Kai Havertz

Die offenste Personalfrage bleibt die im Sturmzentrum. Mit Deniz Undav gibt es eine absolut ernstzunehmende Alternative, zumal er deutlich mehr mitbringt als nur Abschlussstärke. Anders als von Julian Nagelsmann angedeutet, ist Undav keineswegs nur Vollstrecker, sondern auch ein mitspielender und kreativer Stürmer, was seine starken Werte in Creation, Progression, Deep Receptions und Progressive Passes unterstreichen. Trotzdem spricht derzeit etwas mehr für Kai Havertz. Seine Tiefenläufe, seine Athletik und sein Bewegungsspiel verleihen der Offensive eine Struktur, die dem deutschen Spiel gut tut. Zudem wirkte Havertz zuletzt frisch und präsent, auch wenn Undav im Abschluss konsequenter ist. Im aktuell stimmigsten deutschen Setup liegt Havertz deshalb knapp vorne. Undav kann ja dann im zweiten Spielabschnitt kommen.

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Quelle: scoutlab.streamlit.app

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