come-on-fc.com
·15 de maio de 2026
Mit Glück gegen den Rekordmeister: So will der 1. FC Köln gegen Bayern München punkten

In partnership with
Yahoo sportscome-on-fc.com
·15 de maio de 2026


Tim Vrastil
15 Mai, 2026
Während es für die Rheinländer um Coach René Wagner darum geht, sich mit einer engagierten Leistung aus der Spielzeit zu verabschieden, wollen die Münchner Bayern sicher noch einmal sportlich die Muskeln spielen lassen, ehe man im Anschluss die Meisterschale in die Höhe streckt.

Jahmai Simpson-Pusey im Zweikampf mit Harry Kane
Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.



Vor der letzten Herausforderung in dieser Saison fahren die Kölner mit einer Mischung aus Erleichterung, Realismus und Hoffnung in die Allianz Arena nach München. Wenngleich die Partie sportlich für keine der beiden Teams mehr eine wirkliche Relevanz darstellt, geht es für die Kölner um Coach René Wagner darum, sich möglichst mit einer ordentlichen Leistung aus der Saison zu verabschieden. Dass die Rollen vor dem Duell mit dem bereits feststehenden Deutschen Meister aber ziemlich klar verteilt sind, daran ließ FC-Trainer Wagner auf der Spieltags-Pressekonferenz im Vorfeld keinen Zweifel. „Wir werden alles reinhauen und wollen eine gute Leistung bringen. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass man in München gewinnen kann, wenn man eine gute Leistung bringt. Wenn man Glück hat gegen Bayern, dann lassen sie einen nah dran und wenn man ganz viel Glück hat, dann kann man auch mal ein Spiel gewinnen in München oder auch zuhause.“
Erinnerungen weckte der Coach auf der PK an die letzten Begegnungen mit dem Rekordmeister, wo der FC trotz einer jeweils „guten Leistung, wie wir sie in der Hinrunde oder im DFB-Pokal gezeigt haben“, mit 1:3 und 1:4 verlor. Gerade deshalb sei die mentale Herausforderung für seine Spieler enorm. „Du musst Gas geben ohne Ende, mit der Hoffnung, nah dran zu sein an einem Unentschieden oder mit ganz viel Glück an einem Sieg. Wenn aber alles normal läuft und man bringt eine super Leistung, schlagen sie einen trotzdem.“ Gegen die Geißböcke spricht außerdem die Bilanz: Die Kölner konnten keines der letzten 22 Duelle mit dem Bundesliga-Rekordmeister für sich entscheiden und warten seit vier Partien auf einen Ligasieg, umso größer ist die Sehnsucht also nach einem Erfolg gegen den deutschen Branchenprimus.
Dass die Münchner mit Blick auf das anstehende Pokalfinale in der kommenden Woche gegen den VfB Stuttgart derweil eine B-Elf ins Rennen schickt, glaubt Wagner nicht. „Wir glauben, dass die Bayern mit ihrer besten Mannschaft auflaufen werden. Wenn ich der Trainer in München wäre, würde ich die beste Mannschaft aufs Feld stellen, um mich so auf das DFB-Pokalfinale vorzubereiten.“ Gerade unter Cheftrainer Vincent Kompany habe man beim FCB nie wirklich das Gefühlt, „die Mannschaft will in irgendeiner Art und Weise etwas wegspielen. Ich glaube nicht, dass die Münchner mit dem Pokalfinale die Woche darauf irgendeinen Grund haben, jemanden zu schonen. Wir bereiten uns also auf die stärkste Mannschaft vor.“ Neben dem bereits pulverisierten Liga-Torrekord wollen die Münchner sich mit einem Sieg gegen den 1. FC Köln einstimmen auf die Übergabe der Meisterschale im Anschluss an die Partie vor heimischem Publikum in der Allianz Arena.
Personell muss der FC gegen die Bayern auf Mittelfeldmotor Tom Krauß verzichten, der aufgrund von Knieproblemen gar nicht erst nach München mitfahren wird. Für ihn wird aller Voraussicht nach Rückkehrer Erik Martel in die erste Elf rücken, der nach Gelbsperre wieder zur Verfügung steht. In der Innenverteidigung ließ Wagner zudem durchblicken, dass wohl auch Jahmai Simpson-Pusey nach seinem Ausfall aus disziplinarischen Gründen im Vorfeld der Partie gegen den 1. FC Heidenheim (1:3) wieder auflaufen wird. Er habe laut Coach „aktuell die Nase“ vorn im Vergleich mit Innenverteidigerkonkurrent Rav van den Berg. Auf dem Weg nach vorne sollen wie zuletzt eigentlich immer Senkrechtstarter Said El Mala und Leistungsträger Jakub Kaminski für Gefahr sorgen.
Gerade El Mala könne „mit seiner Qualität im Umschalten und mit seiner Qualität, Tiefe hinter der Kette anzubieten für jeden Kader ein wichtiger Spieler sein“ und soll diese Qualitäten möglichst auch gegen den Rekordmeister wieder unter Beweis stellen. Mit aktuell zwölf Toren und fünf Vorlagen ist der gebürtige Krefelder nach wie vor Kölner Topscorer. Eine weitere Torbeteiligung könnte trotz der fehlenden sportlichen Relevanz der Partie eine mögliche Ablöse bei einem etwaigen Sommerabgang des Juwels noch einmal in die Höhe schießen lassen. Zuletzt soll Medienberichten zufolge der Premier-League-Club FC Brentford sein Interesse bekundet haben.
Unabhängig von der Personalie El Mala ist die Partie für den 1. FC Köln eine gute und zugleich auch die letze Gelegenheit, sich nach dem geschafften Klassenerhalt mit einer guten Leistung gegen die stärkste Mannschaft des Landes von den eigenen Fans zu verabschieden. Die Münchner werden vor der anschließenden Meisterfeier allerdings sicher etwas dagegen haben und wollen sich mit einem Sieg sowohl die Stimmung vergolden als auch Selbstvertrauen tanken, ehe man in der kommmenden Woche im DFB-Pokalfinale gegen den VfB Stuttgart nach dem Double greift.







































