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·12 de junho de 2026

Nach Rückstand: Südkorea schlägt Tschechien

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Im zweiten Spiel der diesjährigen Weltmeisterschaft traf Südkorea um 4:00 Uhr deutscher Zeit auf Tschechien. In der vermutlich recht ausgeglichenen Gruppe A stand für beide Teams bereits viel auf dem Spiel. Nach einem zähen ersten Durchgang brachte Krejci die Tschechen zwischenzeitlich in Führung, doch Südkorea fand die passende Antwort und drehte die Partie durch Treffer von Hwang und Oh noch zu einem 2:1-Auftaktserfolg.

Südkoreas Trainer Myung-Bo Hong setzte wie erwartet auf ein 3-4-3-System. Vor Bayern-Profi Min Jae Kim als Abwehrchef sollten Seung-Ho Park und In-Beom Hwang im Zentrum für Stabilität sorgen, während vorne die offensive Dreierreihe um Jae-Sung Lee, Kang-In Lee und Heung-Min Son für die kreativen Momente zuständig war. Tschechiens Coach Miroslav Koubek spiegelte die Grundordnung, zudem standen mit Robin Hranac, Vladimir Coufal und Patrik Schick drei Spieler aus der Bundesliga in der Startelf.


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Südkorea mit mehr Ballbesitz, Tschechien fast ohne Offensivakzente

Von Beginn an übernahm Südkorea die Initiative und versuchte, über längere Ballbesitzphasen Kontrolle zu gewinnen. Tschechien zog sich dagegen früh zurück, stand kompakt und war vor allem darauf bedacht, keine Räume zwischen den Linien zuzulassen. Das führte zwar zu einer optischen Überlegenheit der Asiaten, die sich gegen die tief stehenden Tschechen aber nur selten wirklich gefährlich in Abschlusspositionen bringen konnten.

Die erste nennenswerte Szene gehörte Heung-Min Son. Nach einem Zuspiel von Jae-Sung Lee kam der Superstar nach rund zwölf Minuten zum Abschluss, sein Versuch wurde jedoch noch entscheidend abgefälscht und strich über das Tor. Auch die zweite bessere Möglichkeit der Südkoreaner lief wieder über Son. Kurz vor der Pause zog der Angreifer im Zentrum an, dribbelte auf die tschechische Abwehrreihe zu und suchte aus rund 17 Metern den Abschluss, verzog jedoch knapp links.

Tschechien beteiligte sich derweil fast überhaupt nicht am Spiel mit dem Ball. Die Mannschaft konzentrierte sich über weite Strecken ausschließlich auf die Defensivarbeit und kam offensiv nur einmal halbwegs gefährlich in Tornähe. Nach einer Standardsituation landete der Ball bei Tomas Soucek, der in guter Position allerdings überrascht wirkte und keinen sauberen Abschluss zustande brachte.

Unterm Strich war es eine erste Halbzeit, die vor allem von taktischer Vorsicht und fehlender Durchschlagskraft geprägt war. Südkorea war die aktivere Mannschaft, Tschechien das deutlich destruktivere Team, weshalb zur Pause folgerichtig ein 0:0 auf der Anzeigetafel stand.

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Foto: Getty Images

Krejci stellt Spielverlauf auf den Kopf, doch Südkorea kommt zurück

Auch in den zweiten 45 Minuten setzte sich zunächst das Bild aus dem ersten Durchgang fort. Südkorea war im eigenen Ballbesitz klar strukturierter, hatte die bessere Spielanlage und kam vor allem in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit zu mehreren guten Szenen.

Vier Minuten nach Wiederbeginn ließ Matej Kovar den Ball nach einem eher harmlosen Versuch von In-Beom Hwang prallen, sodass Jae-Sung Lee aus kurzer Distanz zum Nachschuss kam. Der Mainzer brachte den Ball jedoch nicht am tschechischen Schlussmann vorbei. Nur wenige Minuten später wurde es wieder gefährlich, als Lee stark in die Tiefe auf Heung-Min Son durchsteckte, der im Eins-gegen-eins aber ebenfalls an Kovar scheiterte.

Ausgerechnet in diese südkoreanische Drangphase hinein gingen dann die Tschechen in Führung. Nach einer langen Einwurfflanke von Vladimir Coufal setzte sich Kapitän Ladislav Krejci im Strafraum durch, stieg am höchsten und köpfte mit dem ersten Torschuss wuchtig zur schmeichelhaften Führung ein.

Beide Trainer reagierten unmittelbar auf den Spielverlauf. Südkoreas Coach brachte Hwang für Lee, während Miroslav Koubek auf tschechischer Seite mit Hlozek, Chory und Sadilek gleich dreifach wechselte.

Die Südkoreaner ließen sich vom Rückstand allerdings nicht lange aus dem Konzept bringen. Nach kurzer Findungsphase fanden sie schnell wieder in ihren Rhythmus zurück und belohnten sich wenig später mit dem Ausgleich. Kang-In Lee spielte einen cleveren Ball in den Strafraum auf In-Beom Hwang, der mit einem feinen Hackentrick gleich zwei Gegenspieler aussteigen ließ und den Ball anschließend mit viel Gefühl über Kovar zum 1:1 ins Tor lupfte.

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Foto: Getty Images

Aufgrund zahlreicher kleinerer Fouls und mehrerer Wechsel litt die Spielqualität in der Schlussphase deutlich, was eher den Tschechen in die Karten spielte. Nach einem scharf getretenen Freistoß des eingewechselten Sadilek köpfte Soucek zwar ein, stand dabei allerdings leicht im Abseits. Während der Jubel auf tschechischer Seite also schnell verstummte, schlug Südkorea wenig später auf der anderen Seite eiskalt zu.

Nach einem feinen Pass in die Tiefe von Paik legte In-Beom Hwang den Ball clever in die Mitte, wo Hyeon-Gyu Oh, der erst kurz zuvor für Son in die Partie gekommen war, zur Stelle war und den Ball zur verdienten 2:1-Führung über die Linie drückte.

Tschechische Einwürfe sorgen weiter für Gefahr

In Sicherheit wiegen konnten sich die Koreaner danach allerdings nicht. Erneut war es ein langer tschechischer Einwurf, der für große Gefahr sorgte. Coufal schleuderte den Ball in den Strafraum, wo die Hereingabe bis an den zweiten Pfosten durchrutschte und dort Adam Hlozek fand. Seung-Gyu Kim reagierte jedoch stark und parierte den Flachschuss.

In den Schlussminuten warf Tschechien noch einmal alles nach vorne. Die beste Gelegenheit in der sechsminütigen Nachspielzeit hatte der eingewechselte Sadilek. Nach einer flachen Hereingabe kam der 27-Jährige zum Abschluss, scheiterte jedoch erneut am stark reagierenden Seung-Gyu Kim. Kurz darauf beendete Schiedsrichter Omar die Partie.

Am zweiten Spieltag trifft Tschechien nun auf Südafrika und steht dabei bereits unter Druck. Südkorea bekommt es derweil im Duell der Gewinner mit Mexiko zu tun.

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