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·27 de março de 2026
Nati glänzt gegen Deutschland in einem Bereich, aber zeigt drei Schwächen

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Vor allem in einem Bereich kann das Team von Murat Yakin für einmal glänzen: In der Effizienz. Ansonsten eher eine Dauer-Baustelle gibt es diesmal nichts zu mäkeln. Der Expected Goals-Wert der Schweizer liegt bei gerade einmal 0,58 – es resultieren dennoch drei Treffer.
Bereits die Führung durch Dan Ndyoe in der 17. Minute fällt entgegen des Spielverlaufs. In der Startviertelstunde haben die Schweizer viel Mühe mit dem aggressiven Pressing und Gegenpressing Deutschlands und könnten auch in Rückstand geraten. Ndoye, der offensiv auffälligste und beste Schweizer, nutzt dann aber einen Fehlpass von Nico Schlotterbeck und ein schnelles Anspiel durch Granit Xhaka für die sehenswerte Führung des Heimteams vor mehr als 38’000 Zuschauern.
Die Antwort des DFB-Teams kommt in der 26. Minute durch Jonathan Tah und offenbart eine der Schwächen der Schweiz an diesem Abend: Teilweise wirken die Spieler in entscheidenden Situationen zu langsam im Kopf und zuweilen sogar unkonzentriert. Dieser und auch weitere Gegentreffer wären durch energischeres und rascheres Handeln vermeidbar.
Reaktion auf Reaktion
Wiederum reagiert das Yakin-Team auf den Ausgleich aber mit der Führung: Breel Embolo setzt sich nach einer perfekten Flanke von Silvan Widmer gegen Torschütze Tah im Kopfballspiel in der 41. Minute durch und netzt ein. Für den Stürmer ist es wegen der geringen Ballbesitzanteile der Schweizer ein eher schwieriges Spiel. Er ist aber genau dann da, wenn er gebraucht wird.
Als wohl schon alle mit dem Remis zur Pause rechnen, ist es wieder ein zu wenig forsches Auftreten und ein unnötiger Fehlpass der Nati, der die Deutschen zu raschem Umschalten animiert. Serge Gnabry gleicht aus.
Insgesamt kommt Deutschland an diesem Abend zu 22 Abschlüssen. Dem stehen lediglich sieben Schüsse des Heimteams gegenüber.
Nichts Neues in 2. Halbzeit
An der Charakteristik ändert sich in der 2. Halbzeit wenig, zumal Murat Yakin zur Pause gleich vier Auswechslungen tätigt. Unter anderem verlässt Captain Granit Xhaka den Platz. Die defensive Stabilität und Sicherheit, die die Schweiz während der WM-Quali auszeichneten, fehlt in dieser Partie. Eine weitere Schwäche an diesem Abend.
Das Führungstor durch Florian Wirtz in der 61. Minute ist dann jedoch kein herausgespieltes Tor, sondern eine fantastische Einzelleistung des Liverpool-Profis. Dieser zieht nach einer rasch ausgeführten Ecke von weit aussen ab und trifft haargenau unter die Latte. Torhüter Gregor Kobel, der sehr viel zu tun hat und nicht in jeder Situation souverän ist, kann angesichts dieses grandiosen Abschlusses bei diesem Treffer kein Vorwurf gemacht werden.
In der Folge kommen auf Schweizer Seite noch 6 (!) weitere neue Spieler auf den Platz. Und einer davon trifft in der 79. Minute durch einen ebenfalls sehenswerten Schuss zum eher glücklichen Ausgleich: YB-Stürmer Joël Monteiro kann sich als Embolo-Backup empfehlen.
Dies ist aber noch nicht der Deckel auf diese Partie. Dieser haut der beste Mann des Abends, Florian Wirtz, drauf. Wiederum trifft der 22-Jährige durch einen sehr präzisen Abschluss, diesmal im Strafraum, zum 4:3-Sieg.
Viele Schlüsse ziehen
Nati-Coach Murat Yakin wird aus diesem Spiel, vor allem aus der ersten Halbzeit, einige Erkenntnisse gewinnen können. Es zeigt sich, dass das Team gegen ballsichere und Pressing-starke Gegner, die ihrerseits in der Offensive viel Druck ausüben können, Mühe hat. Mitunter gelingt es dem Team zwar durchaus sich aus der Umklammerung zu befreien, es werden aber viel zu viele Chancen für den Gegner zugelassen.
Die Effizienz würde der Trainer sicherlich an die WM mitnehmen. Die drei Schwachpunkte an diesem Abend – zu wenig defensive Stabilität, fehlende Handlungsschnelligkeit und zu viele Eigenfehler bzw. Ballverluste – sollten ausgemerzt werden.









































