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·29 de julho de 2026
Neuendorf warnt vor Öffnung der WM für Investoren

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DFB-Präsident Bernd Neuendorf hat die Pläne der FIFA zur Beteiligung privater Investoren an der Fußball-Weltmeisterschaft scharf kritisiert. In einem Interview mit Sportschau und ZDF bemängelte er zudem, dass die FIFA ihr Vorhaben nicht zuvor im Council beraten habe.

DFB-Präsident Bernd Neuendorf, Sportdirektor Rudi Völler, der neue Bundestrainer Jürgen Klopp und DFB-Vizepräsident Hans-Joachim Watzke (von links) stellen sich zum Abschluss der Pressekonferenz am DFB-Campus in Frankfurt am Main am 24. Juli 2026 den Fotografen. (Copyright AFP/John MacDougall)
Stand: 29. Juli 2026, 17:14 Uhr
Neuendorf sieht die gesellschaftliche Akzeptanz des Fußballs durch die Investorenpläne gefährdet. Der DFB-Präsident warnte davor, die Weltmeisterschaft zum Spielball privater Geldgeber zu machen, und bezeichnete das Vorhaben als nicht zustimmungsfähig.
Nach seiner Einschätzung könnte der Fußball dadurch die Unterstützung seiner Fans verlieren. Die Entwicklung halte er deshalb für überaus problematisch.
Die FIFA plant eine Tochtergesellschaft namens FIFA Forward Enterprise. In ihr sollen sämtliche kommerziellen Aktivitäten und die Organisation der Turniere gebündelt werden.
Nach übereinstimmenden Medienberichten soll FIFA-Präsident Gianni Infantino den 211 Mitgliedsverbänden eine Frist bis zum 19. September gesetzt haben. Eine einfache Mehrheit könnte demnach für die Umsetzung ausreichen. Neuendorf erklärte, er habe von den Plänen wie andere Mitglieder aus den Medien erfahren, obwohl er dem FIFA-Council angehört.
Der DFB-Präsident kritisierte insbesondere den fehlenden Beratungsprozess innerhalb des Weltverbands. Bei einer derart weitreichenden Entscheidung müsse es aus seiner Sicht möglich sein, sich frühzeitig einzubringen und eine Meinung zu äußern.
Auch die UEFA stellte sich gegen den Vorstoß und bezeichnete ihn als Grenzüberschreitung. Laut Berichten von Sky, ESPN und Bloomberg berief der europäische Kontinentalverband am Mittwoch eine Dringlichkeitssitzung ein, bei der auch ein Boykott der Weltmeisterschaft thematisiert worden sein soll.
Der DFB-Präsident lehnt es ab, Anteile an der Weltmeisterschaft für private Investoren zu öffnen. Er befürchtet einen Verlust der Akzeptanz bei den Fans und kritisiert die fehlende Beteiligung des FIFA-Councils.
Die FIFA plant dafür die Tochtergesellschaft FIFA Forward Enterprise, die kommerzielle Aktivitäten und Turnierorganisationen bündeln soll. Medienberichten zufolge sollen die Mitgliedsverbände bis zum 19. September über die Pläne entscheiden.
Quelle: AFP, Meldung vom 29.07.2026, 17:13 Uhr.
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