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·03 de julho de 2026
Offiziell: Nagelsmann tritt als Bundestrainer zurück – DFB bestätigt Klopp-Interesse

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Das blamable WM-Aus gegen Paraguay hat Konsequenzen: Julian Nagelsmann muss seinen Hut nehmen. Der DFB bestätigte die Trennung – und das Interesse an Jürgen Klopp als Nachfolger.
Das Ausscheiden im WM-Sechzehntelfinale gegen Paraguay (3:4 i.E.) kommt für Julian Nagelsmann teuer zu stehen. Wie der DFB am Freitagmittag mitteilte, ist der 38-Jährige als Bundestrainer zurückgetreten. Auch seine Co-Trainer Benjamin Hübner und Benjamin Glück werden die DFB-Auswahl verlassen. "Bild" und "Sky" hatten bereits am frühen Morgen berichtet, dass Nagelsmann sein Amt niederlegen wird. Mittags beschlossen die Gesellschaftervertreter und der DFB-Aufsichtsrat auf Vorschlag von DFB-Präsident Bernd Neuendorf einstimmig die sofortige Vertragsauflösung, heißt es in einer Mitteilung.
In dieser wird erklärt, Nagelsmann habe „bereits am Vortag in einem vertraulichen Gespräch mit der Verbandsspitze darum gebeten, ihn nach dem enttäuschenden Verlauf der FIFA Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko von seinen Aufgaben zu entbinden. Diesem Wunsch wurde nunmehr seitens der Gesellschaftervertreter und des Aufsichtsrates entsprochen.“ Ganz so einvernehmlich ist die Trennung jedoch nicht abgelaufen.
Medienberichten zufolge wurde Nagelsmann am Donnerstag in einer Krisensitzung zum Rücktritt geraten, um sein Aus zumindest positiver zu kommunizieren. Fakt ist aber auch, dass der DFB dadurch viel Geld spart. Nagelsmann sollte ursprünglich eine Abfindung in Höhe von 14 Millionen Euro erhalten, soll sich aber letztendlich mit dem Verband auf eine Zahlung von knapp sieben Millionen Euro für ihn und seine Assistenten geeinigt haben.
Dabei hatte Nagelsmann kurz nach der desaströsen Niederlage noch kämpferisch betont, nicht zurücktreten zu wollen. Auch DFB-Sportdirektor Rudi Völler sah keinen triftigen Grund für eine sofortige Trennung und stellte sich hinter den Trainer. Wie die "Bild" bereits am Mittwoch berichtete, hat sich diese Haltung jedoch geändert. Mit Völler habe Nagelsmann auch seinen letzten Befürworter verloren. Bei der Krisensitzung in Frankfurt am Main wurde schließlich beschlossen, dass der DFB mit Nagelsmann nicht länger weitermacht.
Nach der dritten enttäuschenden Weltmeisterschaft in Folge will der DFB mit frischen Impulsen erneut für Aufschwung sorgen. Präsident Bernd Neuendorf hat bereits am Abend nach dem Ausscheiden „noch länger“ mit Nagelsmann und der sportlichen Leitung um Andreas Rettig und Rudi Völler zusammengesessen. Man sei sich einig gewesen, „dass das Abschneiden bei der WM nicht unseren Ansprüchen genügt“, erklärte der Funktionär am vergangenen Dienstag. Eine mögliche Trennung war schon zu dem Zeitpunkt ein realistisches Szenario.
Nagelsmann reagierte in der Mitteilung traurig auf das Ende seiner Amtszeit: „Ich habe in den vergangenen Tagen seit dem Ausscheiden viel nachgedacht und mich mit Vertrauten in meinem persönlichen Umfeld und im Verband ausgetauscht. Die Entscheidung ist mir alles andere als leichtgefallen. Mein oberstes Ziel war immer der Erfolg der Mannschaft. Sie hat nach so einer herben Enttäuschung die Chance auf einen unbelasteten Neuanfang verdient.“
Der Verband bestätigte im Zuge der Nagelsmann-Trennung, dass Jürgen Klopp tatsächlich die Wunschlösung ist. Nun könnte es offenbar schnell gehen. „Hinsichtlich der Neubesetzung des Trainerpostens wird die DFB-Spitze nunmehr das Gespräch mit Jürgen Klopp suchen“, heißt es in der Mitteilung. Der 59-Jährige, der bereits vor und während der WM im Falle eines erneuten Debakels als Topkandidat galt, „hat bereits seine grundsätzliche Bereitschaft zur Übernahme des Postens signalisiert.“
Klopp steht noch bis Ende 2029 als Head of Global Soccer bei Red Bull unter Vertrag. Er würde diese Position jedoch aufgeben, sollte sich die Möglichkeit ergeben, die deutsche Nationalmannschaft zu übernehmen. Der ehemalige Meistertrainer von Borussia Dortmund und dem FC Liverpool heizte die Spekulationen in seiner Funktion als Experte für "MagentaTV" immer wieder an. Medienberichten zufolge hat er in seinem Red-Bull-Vertrag eine mündliche Ausstiegsoption für ein Engagement als Bundestrainer.







































