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·20 de março de 2026
„Ohne Gejammer“ zum Klassenerhalt – Kwasniok kann auf Unterstützung von der Bank vertrauen

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Hendrik Broschart
20 März, 2026
Vor dem Rheinderby richtet Lukas Kwasniok den Blick bewusst auf die zweite Reihe. Was vor wenigen Wochen noch für Diskussionen sorgte, hat sich beim 1. FC Köln gewandelt. Die Ersatzspieler stellen sich in den Dienst der Mannschaft und werden vom Trainer nun als wichtiger Rückhalt im Abstiegskampf hervorgehoben.

Die Ersatzbank des 1. FC Köln gegen RB Leipzig (Photo by Christof Koepsel/Getty Images)
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Bevor die Geißböcke am Samstag im Rheinderby das nächste Schicksalsspiel antreten, arbeitet Trainer Lukas Kwasniok kräftig daran, nach außen Harmonie auszustrahlen. Hierfür lenkte er die Aufmerksamkeit vorab auch auf jene Spieler, die unter seiner Feder in letzter Zeit oder sogar bereits seit Saisonbeginn kürzer treten müssen: “Die Jungs waren sich auch der Situation vom ersten Spiel dran bewusst, dass es hier darum geht, den Klassenerhalt zu meistern. Und sie haben sich diesem Ziel von Beginn an untergeordnet”, führte der 44-Jährige aus. Das sei auch ein großes Lob an viele Spieler, die in der Vergangenheit in Köln durchaus etwas geleistet hätten und die auch viel Spielzeit hatten. “Die Situation hat sich dann für sie persönlich verändert. Oder auch Spieler, die zu Beginn der Saison gespielt haben bei mir und im Verlaufe der Saison vielleicht weniger agieren dürften”, so Kwasniok weiter.
Dass der Trainer die vermeintliche Ruhe auf der Ersatzbank so sehr zu schätzen weiß, hat Gründe. Es ist nämlich noch gar nicht so lange her, da rumorte es gewaltig am Geißbockheim. Mittelstürmer Luca Waldschmidt hatte zum Jahreswechsel offen über seine Probleme mit der geringen Einsatzzeit unter Kwasniok gesprochen. Die Ausbootung aus dem Kader für das wichtige Spiel gegen Heidenheim und die damit verbundene vorzeitige Abreise des Stürmers aus dem Wintertrainingslager in Spanien wurden damals als geeignete Maßnahmen angesehen, um Waldschmidt für die gestiftete Unruhe einen Denkzettel zu verpassen – so die externe Wahrnehmung. Mittlerweile ist Ruhe um den 29-Jährigen eingekehrt, obwohl sich die Lage im Vergleich zum Jahresbeginn nicht verbessert hat. Zuletzt saß er sogar gegen Dortmund und Hamburg über 90 Minuten auf der Bank. Diskussionen über Spieler, die wenige Einsatzminuten sammeln, seien nach Ansicht Kwasnioks indes allgemein irreführend.
“Du unterschreibst einen Vertrag und da steht drin, dass du ordentlich bezahlt wirst für Training, für Spiel. Und für mich ist immer dieses Spiel, das Tüpfelchen auf dem i, aber die Trainingseinheiten, dafür wirst du bezahlt. Dafür wirst du bezahlt, dass du jeden Tag Vollgas gibst. Und das haben die Jungs verinnerlicht, vom ersten Tag an.” Nach den Verstimmungen sei das Rollenselbstverständnis geklärt, der Trainer könne sich auf die Unterstützung aus der zweiten Reihe verlassen: “Es war eher zu Beginn der Saison so, dass ich auf diese Dinge hinweisen musste und das jetzt eher laufen lassen kann, weil ich sehr wohl spüre, wie ein Ron-Robert Zieler, von Bülti über Luca, Kainzi und Heinzi wissen, wir wollen den Verein in dieser Liga halten, auch wenn ich gerade jetzt wenig spiele. Das ist denen sehr wohl bewusst”.
Ebenso klar ist, dass Florian Kainz nach Ende dieser Spielzeit seine Fußballschuhe an den Nagel hängen wird. Der Österreicher kam im ersten Saisondrittel noch als Ergänzungsspieler in der zweiten Hälfte zum Einsatz. In der zweiten Saisonhälfte saß er, wenn er überhaupt im Kader war, nur auf der Bank. Somit kommt Kainz in der Rückrunde bisher nur auf zwei Einsatzminuten. Das schmälert jedoch nicht im Geringsten seinen Beitrag im Kampf gegen den Abstieg. Seine abgebrühte und seelenruhige Art, die er mit seiner Erfahrung als dienstältester Geißbock in die Kabine einbringt, ist eine wichtige Stütze für seinen Cheftrainer.
Wenn nicht sogar die wichtigste, wie dieser am Donnerstag verlauten ließ: „Der Fußball gibt dir neben Siegen auch ganz viele tolle Momente. Und so einen tollen Moment sehe ich am 33. Spieltag vor Augen. Dafür musst du bereit sein, ein halbes Jahr, ein Jahr, ein Dreivierteljahr auch mal kürzer zu treten, ohne dass der Trainer dreimal die Woche mit dir spricht. Das sind ja Profis durch und durch, und ich muss sagen, das gibt mir extrem viel Kraft, vorneweg zu marschieren, weil ich hier kein Gejammer höre. Das ist der Geist, der uns zum Klassenerhalt tragen wird.“
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