RB Leipzig
·02 de janeiro de 2026
Ole Werner: „Da ist die Luft eng"

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Begleitet von Regen starteten die Roten Bullen in ihr Trainingslager an der Algarve-Küste. Doch Ole Werner nimmt die Bedingungen gelassen. „Der Platz ist in einem guten Zustand. Natürlich ist das Wetter relativ nass, aber dafür ist der Regen wenigstens warm – anders als in Leipzig“, sagt der Cheftrainer mit einem Schmunzeln. Der erste Eindruck falle insgesamt „erstmal gut“ aus.

Für den 37-Jährigen ist das sechstägige Trainingslager dabei bewusst zweigeteilt angelegt. „Es ist keine klassische Vorbereitung, dafür ist die Zeit zu knapp“, erklärt Ole.
Während in der zweiten Trainingslagerhälfte der Fokus bereits auf dem Bundesliga-Neustart beim FC St. Pauli gelegt wird, nutzt das Trainerteam die ersten Einheiten für Grundlagen-Inhalte. „Spielnetze, Gegenpressingverhalten, aber auch das Thema Kompaktheit – das sind Dinge, die wir aus der Hinrunde und aus dem letzten Spiel mitgenommen haben.“

Ein externes Testspiel wird es in Portugal nicht geben. „Wir hätten schon gerne eins gemacht, das ist kein Geheimnis“, räumt Ole ein. Angesichts der kurzen Pause sei es jedoch auch ohne zusätzliche Partie möglich, gut vorbereitet in den Ligabetrieb zu starten.
„Es gibt einige Bundesligamannschaften, die bewusst kein Testspiel machen.“ Stattdessen wird die Belastung über die Trainingssteuerung und interne Spielformen abgedeckt. Ein internes Spiel über 90 Minuten sei dabei nicht geplant. „Wir müssen die Spielzeit sinnvoll auf das erste Pflichtspiel hin wählen.“

Gute Neuigkeiten gibt es zum Start ins neue Jahr in Sachen Personalsituation. Mehrere zuletzt angeschlagene oder fehlende Spieler machen Fortschritte. „Die Jungs, die zuletzt nicht im Kader waren, sind auf einem sehr guten Weg“, so Ole. Assan Ouedraogo mischte im Mannschaftstraining mit Vollgas mit, Ezechiel Banzuzi und Antonio Nusa stehen ebenfalls wieder auf dem Platz und konnten bei individuellen Einheiten die Intensität weiter steigern.
Ein Spieler glänzte bei der ersten Einheit des Tages ganz besonders vor Begeisterung am Ball: Benjamin Henrichs. „Wir sind alle voller Freude, dass er wieder mit dabei ist“, betont der Coach. Benny bringe nicht nur sportliche Qualität, sondern sei auch „ein wichtiger Charakter, der der Gruppe guttut“. Einen konkreten Zeitpunkt für ein KaderComeback will Ole jedoch nicht nennen. „Ich möchte keinen Druck aufbauen. Wichtig ist, dass er sich sicher fühlt und frei bewegt – dann wird der Moment kommen.“

Nach den verletzungsbedingten Ausfällen im Dezember hat der 37-Jährige damit wieder deutlich mehr Spieler zur Verfügung. „Im Januar und Februar warten direkt englische Wochen und sehr wichtige Spiele auf uns.“
Mehr Optionen seien notwendig, um Intensität und Qualität über 90 Minuten hochzuhalten. „Gerade in der Tabellenregion, in der wir uns bewegen, ist die Luft eng.“

Die jüngsten Niederlagen vor der Winterpause ordnet unser Chefcoach differenziert ein. „Es waren zwei sehr unterschiedliche Spiele.“ Gegen Leverkusen sei es ein ausgeglichenes Spitzenspiel gewesen, das sich durch Effektivität entschieden habe.
Das Spiel bei Union Berlin habe hingegen einen anderen Charakter gehabt. „In einer Phase der zweiten Halbzeit sind wir mit der Art und Weise, wie Union spielt, nicht gut umgegangen.“ Daraus leite das Team nun gezielt Trainingsinhalte ab, um wieder an Stärken der Hinrunde anzuknüpfen.
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